Die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver

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Die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver

Am 12. Februar wird im kanadischen Vancouver das Olympische Feuer entzündet. Damit werden die 21. Olympischen Winterspiele eröffnet. Auf Schnee und Eis kämpfen Wintersportler aus aller Welt 17 Tage lang um die begehrten Goldmedaillen. Wer steht am Ende ganz oben auf dem Treppchen?

Vancouver in der Provinz British Columbia ist der Schauplatz der diesjährigen Olympischen Winterspiele.

Die Olympiastadt Vancouver

Vancouver ist die drittgrößte Stadt Kanadas und liegt im äußersten Südwesten des Landes an der Küste und der Grenze zu den USA in der Provinz British Columbia. Die Rocky Mountains mit ihren bis zu 4.000 Meter hohen Gipfeln sind schnell von der Stadt aus zu erreichen. Dort kann man Wintersportvergnügen pur erleben.

Bereits Ende der 1990er bewarb sich Vancouver für die Ausrichtung der Winterolympiade 2010. 2003 setzte sich die Stadt beim Treffen des Internationalen Olympischen Komitees in Prag gegen die Mitbewerber Salzburg (Österreich) und Pyeongchang (Südkorea) durch. Damit stand Vancouver als Austragungsort fest und die Vorbereitungen konnten beginnen.

 

Die olympische Fackel wird von mehreren tausend Trägern bis zur Eröffnung nach Vancouver gebracht.



Das Feuer geht auf die Reise

Am 22. Oktober 2009 wurde die Olympische Fackel im griechischen Olympia entzündet und nach Kanada gebracht. Von Victoria auf den Vancouver Islands begann der Fackellauf durch das ganze Land. Gut 12.000 Fackelträger werden benötigt, um die Fackel bis zum 11. Februar 2010 nach Vancouver zu bringen, wo sie einen Tag später bei der Eröffnungsfeier das Oylmpische Feuer entfacht.

Teilnehmer und Wettbewerbe

Zu den Olympischen Spielen werden in Vancouver über 5.500 Athleten aus mehr als 80 Nationen erwartet. An den 17 Wettkampftagen gibt es in den 15 Wettkämpfen 86 Goldmedaillen zu vergeben. Um diese zu gewinnen, treten die Wintersportler auf der Piste, in der Eishalle, oder dem Eiskanal an.

Die Drei Maskottchen der Olympiade: Quatchi, Miga und Sumi.

Neu dabei im Programm der Olympiade ist ein Ski-Cross-Wettkampf. Nicht zugelassen wurden Teamwettbewerbe im Rennrodeln und eine Frauenkonkurrenz im Skispringen.

Zwischen Vancouver und Whistler

Die Stadt Vancouver bietet wegen ihrer Lage am Meer eher wenig Möglichkeiten für Wintersport im freien. Deshalb wurden ein Teil der Wettkämpfe in andere Orte verlegt. In Vancouver selbst finden nur die Wettbewerbe statt, die in einer Eishalle ausgetragen werden, darunter Eishockey oder Eiskunstlauf.

 

In Whistler findet man optimale Bedingungen für Wintersport vor.



Der Eisschnelllauf findet im Vorort Richmond statt; die Freestyle-Wetbewerbe in West Vancouver. Alle anderen Disziplinen werden im 125 Kilometer entfernten Whistler in den Rocky Mountains ausgetragen. Hier gibt es Skipisten, Skisprungschanzen und Kurse für die Langläufer. Auch der Eiskanal befindet sich hier.

Das deutsche Olympiateam

Die Olympiaauswahl Deutschlands geht mit hohen Erwartungen in die Winterolympiade 2010 in Vancouver. Vor vier Jahren bei den Olympischen Winterspielen in Turin lagen die deutschen Wintersportler im Medaillenspiegel mit insgesamt 29 Medaillen (darunter 11 goldenen) vor allen Nationen an erster Stelle. Dieses Jahr erhofft man sich ein ähnlich gutes Ergebnis.

Biathletin Magdalena Neuner hofft auf eine Olympiamedaille in Vancouver.

Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf Sportler der traditionell von Deutschen dominierten Wettkämpfen. Im Rodeln sind die deutschen Damen um Tatjana Hüfner und Natalie Geisenberger kaum zu schlagen. Auch im Biathlon haben die deutschen Athleten wie Magdalena Neuner, Andrea Henkel oder Michael Greis Medaillenchancen. Wegen Maria Riesch darf man sich auch im Ski-Alpin Hoffnungen auf einen Podestplatz machen.

Wenn ihr die Jagd nach den Medaillen verfolgen wollt, dann könnt ihr dass vom 12. bis 28 Februar. ARD und ZDF, sowie Eurosport berichten täglich live aus Vancouver und Whistler von den Wettkämpfen.

Die Kehrseite der Medaille

Wegen der Olympischen Spiele mussten verschiedene Bauprojekte verwirklicht werden. Dagegen protestierten vor allem die Ureinwohner Kanadas, die vier so genannten First Nations (Erste Nationen). Ihr Territorium und die Natur wird durch die Bauarbeiten zerstört, sodass es ihnen nicht mehr möglich sein wird, dort traditionell zu leben. Außerdem verlieren sie die Chance dort mit ökologischem Tourismus Geld zu verdienen. Dies stellt einen negativen Aspekt der Olympiade dar.

02.02.2010 // Text: Jan Wrede; Bilder: Vorschau: Marsupilami (Marken- und Namensrechtlicher Schutz), Vancouver: Thom Quine (cc-by-sa 2.0), Fackel: Ben Dauphinee (cc-by-sa 3.0), Maskottchen: Damien D. (cc-by-sa 2.0), Whistler: Thom Quine (cc-by-sa 2.0), Neuner: Moonwalker Dan (GNU 1.2, cc-by-sa 3.0)

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