Die 28. Olympischen Sommerspiele in Athen

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Die 28. Olympischen Sommerspiele in Athen

Am 13. August ist der offizielle Start der 28. Olympischen Spiele mit der Eröffnungsfeier im Olympiastadion von Athen. Bis 29. August werden in Athen und anderen olympischen Orten 10 500 Athleten und Athletinnen aus 202 Nationen an 301 Wettkämpfen in 28 verschiedenen Sportarten teilnehmen. Zum ersten Mal dabei: das Frauenringen mit vier verschiedenen Wettbewerben. 45.000 freiwillige Helfer geben ihr Bestes, um die Spiele zu einem Erfolg werden zu lassen.

Der Olympische Fackellauf

Zum ersten Mal wurde das Olympische Feuer quer durch alle Kontinente und alle ehemaligen Olympiastädte sowie durch Südamerika und Afrika getragen. Rund 10.000 Fackelträger bringen sie bis Freitag in das Olympische Stadion nach Athen einer der letzten Fackelträger in Griechenland war Otto Rehagel, der Trainer, der die griechische Fußballnationalmannschaft zum Europameistertitel führte. Er durfte die Fackel über die neue Jahrhundertbrücke über den Golf von Korinth tragen.

Fußball macht den Anfang

Auch wenn am 11. August die Spiele noch gar nicht offiziell eröffnet sind: die Fußballerinnen und Fußballer müssen schon ran, denn das olympische Fußballturnier beginnt aus Zeitgründen zwei Tage vor der Eröffnungsfeier.

Und ab Samstag, den 14. August, gehts dann richtig los: Insgesamt finden 301 Wettbewerbe statt. 166 bestreiten die Männer, 125 die Frauen. 10 Wettbewerbe gibt es, an denen Frauen und Männer zugleich teilnehmen. Die größten Blöcke machen die Leichtathletik- und die Schwimmentscheidungen aus. Neu ist das Frauenringen im Freistil. Hier sind vier Wettbewerbe, die nach Gewichtsklassen aufgeteilt sind: bis 48, 55, 66 und bis 72 Kilomgramm. Auch beim Segeln gibt es zwei neue Bootsklassen: Bei den Herren Starboot und bei den Damen Yngling.

Geld und Medien

Aus aller Welt kommen rund 21.500 Journalisten und Kommentatoren nach Griechenland. 16.000 Fernseh- und Radiosender schicken ihre Teams um über die Spiele zu berichten. Zwei Milliarden Euro Budget standen den Veranstaltern zur Verfügung, von denen der Löwenanteil von Lizenzen, den Fernseh- und Übertragungsrechten, Marketing sowie dem Kartenverkauf gedeckt werden soll. Außerdem trägt der griechische Staat zwölf Prozent der Kosten und baut für knapp 4,5 Milliarden Euro neue Stadien, U-Bahnlinien, Straßen oder Wohnanlagen.

Das extra errichtete Olympische Dorf bietet 16000 Athletinnen, Athleten und Betreuern Platz. Es ist großzügig angelegt. Jeder Sportler bekommt ein 16 Quadratmeter-Zimmer. Nach der Olympiade sollen die Sportlerunterkünfte als bezahlbare Wohnungen für 10.500 Familien mit Kindern umfunktioniert werden.

5,3 Millionen Eintrittskarten stehen zum Verkauf bereit, bisher hat allerdings der ganz große Run auf die Tickets noch nicht eingesetzt. Im Durchschnitt kostet eine Karte 35 Euro und liegt damit unter dem Preis von Sydney vor vier Jahren.

Ärger um Antike

Der Tradition verbunden wird es auch einige Wettkämpfe an historischen olympischen Orten geben. So findet der Marathonlauf auf der historischen, ursprünglichen Strecke statt und endet im Marmorstadion. Und auch die Bogenschützen messen sich in diesem Stadion, in dem 1896 die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit stattfanden.

Die Kugelstoßer, 64 Athletinnen und Athleten, kämpfen am 18. August im antiken Olympia auf dem Peloponnes, 350 Kilometer von Athen entfernt um die Titel. Archäologen waren von dieser Idee, sich an die Ausgrabungsstätte zu begeben, nicht begeistert. Zum einen war Kugelstoßen keine antike olympische Disziplin. Sie fürchten bleibende Schäden an der historischen Stätte. Und so durften auch keine Tribünen errichtet werden. Stattdessen müssen sich die erwarteten 15.000 Zuschauer auf aufgeschüttete Erdwälle setzen. Außerdem dürfen die Sender nur minimale Vorkehrungen zur Übertragung treffen und auf elektronische Anzeigetafeln müssen die Besucher vollends verzichten.

WADA-Antidoping-Code

WADA ist die Abkürzung für den englischen Begriff World Anti-Doping Agency, einer unabhängigen Einrichtung, die sich weltweit gegen den Drogen- und Dopingmissbrauch einsetzt. Und so wird in Griechenland ein besonderes Augenmerk auf das Doping gerichtet. Insgesamt geht es in 38 verschiedenen Wettkampfstätten zur Sache und es nochmals erheblich mehr Dopingtests als in Sydney geben. 3500 sollen es insgesamt werden, täglich sollen rund 180 Kontrollen durchgeführt werden.

Links zu den Olympischen Spielen:

Der ZDFtivi-Olympiasommer;

das Nationale Olympische Komitee, kurz: NOK;

Sport im Zweiten Deutschen Fernsehen;

die Olympiaseiten der ARD.

ein super Olympialexikon!

Wer mehr über die Organisation, die Geschichte und Zukunft der Olympischen Spiele erfahren möchte, kann im Buch Die Olympischen Spiele aus der Reihe WAS IST WAS nachlesen.

-ab-09.08.04 Text / Fotos: Archiv Tessloff Verlag. Roteiro: adidas.

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