Basketball spektakuläre Dunks & präzise Würfe

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Basketball spektakuläre Dunks & präzise Würfe

Krachende Dunkings, spektakuläre Blocks und präzise Distanzwürfe. All das und vieles mehr wird beim Basketball geboten. Auch bei den Olympischen Spielen 2012 in London wird wieder gedribbelt was das Zeug hält.

Der Aufbau eines Basketballfeldes.

Das Spielfeld

Basketball wird in der Halle auf einem 28 Meter langen und 15 Meter breiten Feld gespielt. Die Oberfläche ist hart und glatt und meist aus Holz. Das Spielfeld ist durch die Mittellinie in zwei Hälften aufgeteilt. Die 3-Punkte-Linie zieht sich in einem Halbkreis in einer Entfernung von 6,25 Metern um den Korb.

Innerhalb dieser Linie befindet sich die sogenannte Zone. 4,225 Meter vom Ring entfernt ist die Freiwurflinie eingezeichnet, an der nach einem Foul geworfen wird. Außerdem gibt es noch einige weitere Markierungen, die allerdings nur geringe Auswirkungen auf den Spielverlauf haben.

An den beiden Enden des Feldes ist jeweils ein Korb in 3,05 Metern Höhe angebracht. Er besteht aus einem orangefarbenen Ring mit 45 Zentimetern Durchmesser, an dem ein Netz hängt. Der Korb hängt an einem 1,80 Meter breiten und 1,05 Meter langen, senkrecht befestigtem Brett. Das Ganze wird durch ein Metallgestell in der Luft gehalten, das außerhalb des Feldes im Boden verankert ist.

Der Spielball hat einen Umfang von 75 bis 78 Zentimetern und darf zwischen 567 und 650 Gramm schwer sein. Er ist meist orange-braun mit schwarzen Linien und zeichnet sich durch guten Grip (Haftung) und hohe Sprungkraft aus.

Michael Jordan gilt als bester Spieler aller Zeiten und zeigt hier einen Dunking.

Das Spielprinzip

Ziel des Spiels ist es, den Ball so oft wie möglich durch den Ring des gegnerischen Korbes zu werfen. Dabei zählt ein Treffer von einer beliebigen Position innerhalb der 3-Punkte-Linie zwei Punkte. Versenkt man den Ball von jenseits der 3-Punkte-Linie gibt es drei Zähler.

Treffer nach einem Foul von der Freiwurflinie aus bringen einen Punkt. Bei jeder Wurfart ist es egal, ob der Ball direkt oder über das Brett in den Ring geht. Am Ende gewinnt die Mannschaft, die die meisten Punkte erzielt hat. Ein Spiel ist in vier Viertel aufgeteilt, von denen eines zehn Minuten dauert. Steht es nach Ablauf der insgesamt 40 Minuten unentschieden, gibt es Verlängerungen (Overtime) über je 5 Minuten, bis ein Sieger feststeht.

Die Mannschaften

Eine Mannschaft beim Basketball besteht aus fünf aktiven Spielern auf dem Feld und bis zu sieben Auswechselspielern. Ein Spieler darf beliebig oft ein- und ausgewechselt werden. Es gibt fünf Positionen beim Basketball:

- Der Point Guard ist der Spielmacher und meist der kleinste Spieler im Team.

- Der Shooting Guard ist oft derjenige mit den meisten Punkten und meist ein guter Distanzschütze.

- Der Small Forward hat eine ähnliche Position wie der Shooting Guard, ist aber in der Regel kräftiger und zieht mehr Richtung Korb.

- Power Forward und Center sind die beiden größten Spieler auf dem Feld. Sie sind für die Arbeit unter dem Korb in der Zone zuständig und daher die kräftigsten Akteure.

Ein solcher Wurf von jenseits der 3-Punkte-Linie zählt drei Punkte.



Wie kommt der Ball in den Korb?

Um den Ball in den nur 45 Zentimeter kleinen Ring zu versenken, gibt es beim Basketball verschiedene Techniken. Die häufigste ist der Sprungwurf, der meist für Würfe aus der Distanz verwendet wird. Der Spieler springt mit dem Ball und wirft ihn mit einer Hand von über dem Kopf aus dem Handgelenk. Die andere Hand korrigiert die Richtung.

Den Korbleger spielt man, wenn man nah am Korb steht. Hierbei lässt man den Ball mit einer Hand über die Finger rollen, sodass dieser aus kurzer Entfernung direkt oder über das Brett reingeht.

Der Dunking wird von sprunggewaltigen und großen Spielern benutzt. Man springt so hoch wie möglich um den Ball dann mit den Händen in den Ring zu stopfen.

Ein Freiwurf funktioniert ähnlich wie der Sprungwurf, nur dürfen die Füße den Boden nicht verlassen.

Begriffe aus der Basketballsprache

Die meisten Begriffe im Basketball sind englisch, da der Sport ja in den USA erfunden wurde. Einer der wichtigsten Begriffe ist der Rebound. Er wird benutzt, wenn der Ball nach einem erfolglosen Wurf vom Brett oder vom Ring abprallt und von einem Spieler gefangen wird.

Je nachdem, ob der Spieler zur angreifenden oder verteidigenden Mannschaft gehört, spricht man von Offensiv- oder Defensiv-Rebounds. Einen Steal nennt man es, wenn ein Verteidiger dem ballführenden Spieler diesen abluchst. Ein Ballverlust wird Turnover genannt. Kann ein Verteidiger den Wurf seines Gegenspielers verhindern, indem er mit der Hand den Ball aufhält, spricht man von einem Block.

Nach einem Foul gibt es einen Freiwurf.

Fouls

Oft wird von Basketball als kontaktloser Sportart gesprochen. Das ist aber eigentlich falsch, da man den Gegenspieler nur während der Wurfbewegung nicht berühren darf. Eine solche Behinderung in der Wurfbewegung bedeutet zwei Freiwürfe.

Schafft es der Angreifer trotz des Fouls den Ball im Korb zu versenken, zählen die zwei bzw. drei Punkte. Dazu bekommt er noch einen Freiwurf. Fouls außerhalb der Wurfbewegung, wie zum Beispiel Schlagen auf die Hand oder Umrempeln, haben einen Einwurf zur Folge.

Auch ein Offensivspieler kann ein Foul begehen. Dazu muss er einen Verteidiger umrennen, der ruhig dasteht, oder sich rückwärts bewegt. Daneben gibt es noch technische Fouls, die bei Reklamieren ausgesprochen werden und unsportliche Fouls, wenn man den Gegenspieler absichtlich und unnötig behindert.

Wenn man fünf normale Fouls oder zwei technische oder unsportliche Fouls gesammelt hat, muss man das Spielfeld verlassen. Ebenso bei einer Tätlichkeit. Allerdings muss die Mannschaft dann nicht in Unterzahl weiterspielen, sonder kann einen anderen Spieler einsetzen.

Weitere Regeln

Beim Basketball darf man nur mit dem Ball laufen, wenn man ihn dribbelt, also auf den Boden aufhüpfen lässt. Nimmt man den Ball aus dem Dribbling heraus fest in die Hand, darf man nur noch zwei Schritte machen, bevor man ihn abgibt.

Schafft man das nicht oder vergisst einfach zu dribbeln, wird auf Schrittfehler entschieden. Außerdem darf ein Spieler den Ball, nachdem er ihn nach einem Dribbling aufgenommen hat, nicht erneut auf den Boden tippen. Das nennt man Doppeldribbling.

Die Regel Goaltending betrifft das Blocken von Würfen. Ein Ball darf nicht mehr geblockt werden, wenn er den höchsten Punkt seiner Flugbahn überschritten hat, sich also wieder senkt. Wird ein Goaltending begangen zählen die Punkte, egal ob man den Korb getroffen hätte, oder nicht.

Generell hat man für einen Angriff vom Moment des Ballgewinnes an 24 Sekunden Zeit, um einen Wurf auf den Korb abzugeben. Holt sich die angreifende Mannschaft bei einem Fehlwurf den Offensiv-Rebound, bekommt sie neue 24 Sekunden. Läuft die Zeit aber ab, bekommt der Gegner den Ball.

Nationalspieler Dirk Nowitzki ist dieser Jahr nicht bei Olympia dabei.



Deutschland nicht bei Olympia

Deutschland hat es in diesem Jahr nicht geschafft, sich für Olympia zu qualifizieren. Nowitzki & Co. dürfen 2012 leider nur zuschauen, wenn sich die besten Basketballer der Welt um die Medaillen streiten.



05.08.2008; Text: Jan Wrede; Bilder: Wikipedia; Freiwurf: Jendrik Schmidt (GNU), Jordan: Steve Lipofsky (GNU), Dreier: Willtron (GNU)


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