Sven Lorig Autor des WAS IST WAS Bands Deutschland erzählt

Berühmte Personen

Sven Lorig Autor des WAS IST WAS Bands Deutschland erzählt

Das Thema des neuen WAS IST WAS Bands 126 ist Deutschland. Auf der Buchmesse haben wir den Autor, Sven Lorig getroffen, bekannt auch durch das ARD Morgenmagazin, das er moderiert. Er erzählte uns, wie das Buch entstand, was ihn an Deutschland fasziniert und welche Ähnlichkeiten es zwischen den Berufen des Moderators und des WAS IST WAS Autors gibt.

Foto: Sven Lorig stellte sein Buch am Tessloff Stand auf der Frankfurter Buchmesse vor.

"Was meint ihr, muss unbedingt in einen WAS IST WAS Band zum Thema Deutschland?" fragte Sven Lorig seine Leser und Zuschauer, die während der Frankfurter Buchmesse an den Tessloff Stand geströmt waren.

"Deutsche Geschichte", "Wie Deutschland aussieht", "Berühmte Deutsche", "Etwas über die Wirtschaft und Politik in Deutschland" waren die Antworten, die Kinder und Jugendliche sofort parat hatten.

Tatsächlich gibt der neue WAS IST WAS Band Deutschland über all diese Themen Auskunft. Die Bundesländer und das Klima werden genauso erklärt wie die deutsche Geschichte, angefangen von den Germanen und Römern bis zur Wiedervereinigung der zwei deutschen Staaten. Wollt ihr wissen, warum unsere Gesellschaft überaltert oder welche Aufgaben der Bundestag hat? Interessiert ihr euch für die Welterbestätten in Deutschland oder fragt ihr euch, welche deutschen Bands im Ausland am erfolgreichsten sind? Dann schaut doch einfach mal rein.

Foto: Sven Lorig erklärt, wie der WAS IST WAS Band Deutschland entstand.

Auf der Buchmesse haben wir den Autor des WAS IST WAS Bands Deutschland, Sven Lorig getroffen, bekannt auch durch das ARD Morgenmagazin, das er moderiert.

wasistwas.de: Hallo Herr Lorig. Sie sind der Autor unseres neuen WAS IST WAS Bands 126 Deutschland. Doch eigentlich haben Sie einen anderen Beruf.

Sven Lorig: Ja, ich moderiere das Morgenmagazin der ARD, die Informationssendung zur Frühstückszeit von 5.30 Uhr bis 9.00 Uhr. Ich bin also Journalist.

wiw.de: Gibt es Ähnlichkeiten zwischen Ihrer Tätigkeit beim Fernsehen und als Autor?

Sven Lorig: Sowohl im Morgenmagazin als auch für die WAS IST WAS Leser muss ich komplizierte Sachverhalte zum Beispiel aus der Politik so erklären, dass sie leicht verständlich sind und dabei trotzdem keine wichtige Information verloren geht. Dazu stelle ich mir selbst die Fragen, die auch der Leser oder Zuschauer stellen würde.

wiw.de: Im Fernsehen reden Sie, fürs Buch mussten Sie schreiben.

Sven Lorig: Natürlich sehen die Fernsehzuschauer nur, dass ich rede. Doch vor der Sendung schreibe ich die meisten meiner Moderationstexte auf. Meine Arbeit beginnt ja nicht erst, wenn das Morgenmagazin ab 5.30 Uhr ausgestrahlt wird, sondern schon viel früher.

wiw.de: Das klingt so, als müssten sie richtig früh aufstehen.

Sven Lorig: Allerdings. Meine Arbeitszeit beginnt um 0.00 Uhr. Dann bekomme ich aus der Redaktion die Themen geliefert, die für die Sendung ausgewählt wurden. Ich überlege mir meine Moderationstexte und bereite Interviews vor, die ich im Studio halten werde. Manche Meldungen kommen erst während der Sendung rein. Die werden mir über einen Knopf im Ohr gesagt und ich muss sie spontan einbauen.

wiw.de: Wie sind Sie eigentlich zum Fernsehen gekommen?

Sven Lorig: Ich habe Geschichte und Politik studiert und schon währenddessen als Moderator gearbeitet und mir so mein Studium finanziert. Nach einigen Stationen in Hörfunk und Fernsehen habe ich mich bei einem Casting fürs Morgenmagazin vorgestellt und gehöre seit 2003 zum ARD-Team des Morgenmagazins.

wiw.de: Der WAS IST WAS Band Deutschland ist Ihr erstes Buch. Haben Sie sich das Bücherschreiben so vorgestellt?

Sven Lorig: Es war aufwändiger, als ich gedacht hatte. Besonders herausfordernd fand ich, die Vielfalt an wichtigen Informationen auf dem knappen Platz von 51 Seiten unterzubringen.

wiw.de: Wie lange hat es gedauert, bis das Buch fertig war?

Foto: Deutschland-Quiz am Tessloff-Stand auf der Buchmesse mit Sven Lorig.



Sven Lorig: Es begann ja damit, dass der Tessloff Verlag auf mich zukam und mich fragte, ob ich den neuen WAS IST WAS Band schreiben möchte. Das sah so aus, dass ich vor ziemlich genau einem Jahr eine E-Mail von der Lektorin, Frau Dr. Beständig bekam. Dann wurde ein Konzept erstellt, ich machte mich ans Schreiben und lieferte mein Manuskript im Januar 2008 ab.

Zeitgleich wurden bereits Illustrationen erstellt und Fotos gesucht um den Text zu bebildern. Nach einigen Korrekturläufen war das Layout mit Text und Bildern fertig und das Buch wurde gedruckt. Von der ersten E-Mail bis zum fertigen Buch hat es ungefähr ein Jahr gedauert.

wiw.de: Was hat Ihnen an der Arbeit am Buch besonders gut gefallen?

Sven Lorig: Ich konnte meine eigene Heimat - Deutschland - neu kennen lernen. Auch das Recherchieren hat mir sehr gut gefallen. Um an wichtige Informationen zu kommen, musste ich zum Beispiel mit der Bundeswehr Kontakt aufnehmen. Ich wollte nämlich wissen, wann deutsche Soldaten erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg an einem Kampfeinsatz beteiligt waren.

Außerdem interessierte mich, in welchen kulturellen Bereichen Deutschland heute führend in der Welt ist. Das erfuhr ich vom Goethe-Institut, das in vielen Ländern der Welt die deutsche Sprache und Kultur bekannt macht.

wiw.de: Was finden Sie an Deutschland besonders faszinierend?

Sven Lorig: Die Vielfalt. Da Deutschland jahrhundertelang aus vielen Kleinstaaten bestand, hat sich zum Beispiel in Bezug auf Kultur und Wissenschaft eine große Vielfalt ergeben, von der man noch heute etwas spürt. Was ist schon typisch deutsch? Viele Menschen auf der Welt denken da an Bier und Sauerkraut, Goethe und Beethoven, aber auch an Nationalsozialismus und Fremdenhass.

Aber Deutschland ist glücklicherweise viel mehr als das. Während der Fußballweltmeisterschaft 2006 durfte ich als Fanbeauftragter der ARD quer durch Deutschland reisen und habe festgestellt, dass unser Land offen und gastfreundlich, bunt und vielfältig ist.

wiw.de: Vielen Dank für das Gespräch.

Hier gehts zum WAS IST WAS Band 126 Deutschland.

Text: 27.10.08; Das Gespräch führte Liane Manseicher, Fotos: Tessloff Verlag.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt