Novalis

Berühmte Personen

Novalis

Während seines Jura-Studiums in Jena, Leipzig und Wittenberg lernte er Friedrich Schiller und Friedrich von Schlegel kennen und befasste sich mit den philosophischen Ideen von Kant und Fichte.

Sein richtiger Name lautete: Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg. Seine Eltern riefen ihn Friedrich. Im Alter von 26 Jahren wählte er den Dichternamen Novalis. Das bedeutet Neuland erobern.

Seinen Ruf als Dichter hat er vor allem durch die Dichtungen Hymnen an die Nacht , Geistliche Lieder , Die Lehrlinge zu Sais und Heinrich von Ofterdingen erworben.

Kindheit und Jugend

Am 2. Mai 1772 wurde er in Oberwiederstedt/Harz als zweites von elf Kindern der Familie geboren. Er war der Sohn des streng pietistischen Salinendirektors Heinrich Ulrich Erasmus Freiherr von Hardenberg und dessen Ehefrau Auguste Bernhardine Freifrau von Hardenberg (geb. Bölzig). 1780 erkrankt Friedrich schwer an der Ruhr. Nach Überwindung der Krankheit wird er zunächst durch den Hauslehrer Carl Christian Erhard Schmid erzogen, einen Theologen und Freund Schillers.

1784 wird der Vater zum Direktor der Salinen Dürrenberg, Kösen und Artern ernannt. Die Familie zieht nach Weißenfels.

1790 besucht Friedrich das Gymnasium in Eisleben. Im Herbst des gleichen Jahres schreibt er sich an der Universität Jena ein.

Der Student

Als 18jähriger interessiert sich Friedrich stark für Philosophie, Geschichte und Literatur. Er besucht Vorlesungen u. a. bei dem Kantianer Karl Leonhard Reinhold und bei Friedrich Schiller.

Während dessen Krankheit schließt er engere Bekanntschaft mit dem Dichter. Schiller wird später von Friedrichs Vater gebeten, seinen lenkenden Einfluß auf den Lebenswandel und die Entscheidungen des Sohnes zu richten.

Im Herbst 1791 wechselt Friedrich an die Universität Leipzig und studiert dort Mathematik, Jurisprudenz und Philosophie.

In Leipzig begegnet er Friedrich Schlegel, es ist der Beginn einer lebenslangen Freundschaft. Als Philosoph ist er Schlegel und dem frühromantischen Jenaer Kreis ein ebenbürtiger Denker für ein neues Dichtungskonzept, ein Bildungsprogramm und eine Geschichtsidee, für die die jungen Intellektuellen streiten. In ihren Debatten entstehen die ersten Konturen moderner Poesie und Ästhetik.

Im Mai 1793 wechselt er an die Universität nach Wittenberg. Dort schließt er 1794 das Rechtsstudium mit dem besten Examen ab. Im selben Jahr wird er als Aktuarius nach Tennstedt geschickt.

Dichter und Bergmann

Im nahen Grüningen begegnet er der 12jährigen Sophie von Kühn, mit der er sich im März 1795 ohne Wissen der Eltern verlobt. In Jena trifft er Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Hölderlin. Im Herbst beginnt er philosophische Studien zu Fichtes Wissenschaftslehre . Die ersten Studienhefte entstehen.

Im November erkrankt Sophie von Kühn an Tuberkulose, an der sie 1797 stirbt.

Seine Trauer drückt der Dichter in einem seiner bekanntesten Werke, "Hymnen an die Nacht", aus. Der frühe Tod der Verlobten verstärkt Friedrichs mystische Neigungen. Verlust spielt fortan eine wichtige Rolle in seinem Schaffen.

Ende 1797 geht er an die Freiberger Bergakademie, wo er Bergwerkskunde, Chemie und Mathematik studiert. Er begegnet Jean Paul, Goethe und Herder.

Ein Jahr später verlobt er sich mit Julie von Charpentier.

Pfingsten 1799 kehrt er zur Salinendirektion Weißenfels zurück. Im Dezember wird Novalis zum Salinenassessor ernannt und Mitglied des Salinendirektoriums

Auch als Bergmann gilt er als Entdecker und Schrittmacher: seine Kohleerkundungen im Raum Zeitz - Borna sind nach ihrer kartographischen Erfassung die Grundlage des modernen Braunkohletagebaus des 20. Jahrhunderts geworden.

Im August 1800 erkrankt Novalis an Tuberkulose und stirbt am 25. März 1801 an der Krankheit.

Wichtige Werke erscheinen erst nach seinem Tod: Heinrich von Ofterdingen (1802) und Die Christenheit oder Europa (1826)

Auf der Homepage der "Internationalen Novalis Gesellschaft" findest du alles über Novalis.

In der Online-Version beim deutschen Gutenberg-Projekt findest du eine Kurzbiografie und eine Auswahl seiner Werke zum Nachlesen.

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