Mehr Zeit fürs Leben: Momo

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Mehr Zeit fürs Leben: Momo

"Graue Herren" rauchen den Menschen die Zeit weg. "Momo", Michaels Endes Roman- und Filmheldin, nimmt den Kampf gegen die "Zeitdiebe" auf. Vielleicht habt ihr ja auch 140 Minuten (so lange dauert der Film) im Kino verbracht, um mit Momo für mehr "Lebenszeit" zu kämpfen. Wenn nicht, solltet ihr das unbedingt nachholen.

In den Ruinen eines Amphitheaters am Rande der Stadt lebt das kleine Waisenmädchen Momo. Alle mögen sie, denn sie kann außergewöhnlich gut zuhören. Plötzlich fangen alle ihre Freunde an, wie besessen zu arbeiten. Schuld daran sind die "grauen Herren", die überreden alle Leute ihre Lebenszeit bei einer "Zeitsparkasse" zu sparen. Bald kümmert sich niemand mehr um Momo.

Aber Momo glaubt nicht an die neue "Sparsamkeit". Ihr sind das Gespräch und der Spaß mit ihren Freunden wichtiger. Das macht sie glücklich. Bald merkt sie, dass ihre Lieben durch das Zeitsparen freudlos und müde werden. Da kann doch was nicht stimmen: Anstatt strahlender Gesichter mit roten Backen sieht sie nur noch ernste, graue Menschen.

Aber das braungelockte Mädchen ist dem Schwindel auch schon auf der Spur: Die grauen Herren tricksen den Menschen nur die Zeit ab. Sie versprechen ihnen mehr Zeit, wenn alles schneller geht. Aber dabei werden Momos Freunde nur an die Arbeit versklavt. Die grauen Herren aber leben von der Zeit der anderen und verrauchen diese in dicken grauen Zigarren. Anstelle von Freude und Spaß herrscht nur noch dichter grauer Qualm in der Stadt.

Zum Glück gibt es Kassiopeia, die Schildkröte des Zeithüters Meister Hora, die Momo beim Kampf gegen die Diebe unterstützt. Doch die grauen Herren erpressen Momo: Wenn sie möchte, dass ihre Freunde wieder Zeit für sie haben, muss sie den grauen Herren den geheimen Weg zu Meister Hora zeigen. Ansonsten, so drohen die grauen Herren, wird Momo immer einsam bleiben.

Das ist keine leichte Entscheidung für Momo. Welchen Weg sie wählt, und wie der Kampf ausgeht, wird hier nicht verraten.

Wer schon ganz neugierig geworden ist, aber leider keinen Videorecorder oder Fernseher besitzt, kann natürlich auch das Buch lesen. Das dauert zwar länger als 140 Minuten, aber für schöne Dinge solltet ihr euch die Zeit nicht stehlen lassen.

IRI - 17.7.01

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