Konrad Duden - Ein Name wird zum Synonym

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Konrad Duden - Ein Name wird zum Synonym

Konrad Duden wurde 1829 auf Gut Bossigt bei Wesel geboren. Nach dem Abitur studierte er in Bonn und Frankfurt am Main Geschichte und Philologie.

In Genua, wo er seine spätere Frau traf, arbeitete er bis 1859 als Erzieher, um dann ans Soester Gymnasium zu gehen. Später leitetete er das städtischen Gymnasium in Schleiz, bevor er die Leitung der Klosterschule in Hersfeld übernnahm. Dort blieb er bis zu seiner Pensionierung.

Konrad Duden hat sich ab 1871 intensiv mit der Vereinheitlichung der deutschen Rechtschreibung beschäftigt. Das Nebeneinander unterschiedlichster Regelwerke hatte dazu geführt, dass sogar von Schule zu Schule, von Druckerei zu Druckerei und von Zeitung zu Zeitung sehr unterschiedlich waren.

Konrad Dudens oberstes Ziel war eine einheitlichen Rechtschreibung im gesamten deutschen Sprachgebiet. Er begann sein »Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache« zu schreiben. Und das obwohl der Reichskanzler Otto Bismarck gegen die einheitliche Rechtschreibung war.

Aber Duden trickste Bismarck aus, indem er die preußische Schulorthographie als Grundlage verwendete.

Innerhalb eines Jahrzehnts setzte sich die Rechtschreibung von Konrad Duden in Deutschland und im gesamten deutschen Sprachraum durch. 1902 wurde das Duden-Wörterbuch unter dem Titel »Regeln für die deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis« für alle Bundesländer als verbindlich erklärt; Österreich und die Schweiz schlossen sich an. Konrad Duden hatte sein großes Ziel erreicht.

-sw- 24.08.01

Fotos mit freundlicher Genehmigung des Duden-Verlags.

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