Karl May: Ein Genie auf der schiefen Bahn

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Karl May: Ein Genie auf der schiefen Bahn

Sicherlich kennst du den Indianerhäuptling Winnetou und seinen Blutsbruder Old Shatterhand, die gemeinsam für Gerechtigkeit im Wilden Westen kämpfen. Genauso spannend und abwechslungsreich wie diese Geschichten ist auch das Leben des Mannes, der sie geschrieben hat. Karl May hatte ein turbulentes Leben, war mehrfach im Gefängnis, reiste in den Orient und veröffentlichte Werke, die bis heute in aller Welt mit Begeisterung gelesen werden und sogar verfilmt wurden.

Familie Karl Mays

Karl May wurde am 25. Februar 1842 in Ernstthal bei Chemnitz geboren. Karl May entstammt einer großen, aber armen Weberfamilie. Er hatte 13 Geschwister, von denen jedoch neun bereits in den ersten Monaten starben. Nach eigenen Angaben war Karl May die ersten Jahre seines Lebens blind und soll durch eine Operation geheilt worden sein.

Die Anfänge als Lehrer und das schnelle Scheitern dabei

Zunächst wollte er Lehrer werden. Da er aber wiederholt stahl, endete diese Laufbahn bereits nach wenigen Tagen. Immer wieder wurde er wegen Diebstahls und Betruges zu Freiheitsstrafen verurteilt. Über acht Jahre lang war er im Gefängnis.

Erste Veröffentlichungen

Als er seine Strafe verbüßt hatte, begann er, Reiseerzählungen zu schreiben. Er zog mit seiner Freundin nach Dresden um, da er dort mit einem Verleger zusammenarbeitete, der seine Werke veröffentlichte. Aber auch dabei betrog er wieder. Er veröffentlichte seine Werke mehrfach unter anderem Namen, um mehr Geld zu verdienen.

Karl May erschafft die Old-Shatterhand-Legende



Karl May vertiefte sich so sehr in seine Erzählungen, dass er nicht mehr unterscheiden konnte, was erfunden und was Wirklichkeit war. Er hielt sich mittlerweile selbst für Old Shatterhand. So zog er 1895 in die "Villa Shatterhand" nach Radebeul um. Dort ist heute auch ein Museum über ihn zu finden. Kurz danach bereiste er alleine den Orient.

Kritik an Karl May


Zur Jahrhundertwende hin wurde Karl May immer mehr kritisiert, da er durch die "Old-Shatterhand-Legende" immer mehr für sich selbst warb. Später bereiste er ein einziges Mal in seinem Leben die USA. Dabei fuhr er aber nicht in den "Wilden Westen" sondern blieb an der Ostküste.

Tod Karl Mays



1912 starb Karl May mit 70 Jahren in Radebeul. Karl Mays Erzählungen gingen um die ganze Welt und wurden in 33 Sprachen übersetzt. Er gehörte jahrzehntelang zu den Schriftstellern, dessen Bücher am meisten gelesen wurden. Karl May erschuf eine Vorstellung des "Wilden Westens". Es gab immer drei Seiten in seinem Bild - die Banditen und Verbrecher, die Indianer und die friedlichen Siedler mit der US-Regierung. Karl May war aber selbst nie im Westen Amerikas.

Wenn du gerne noch mehr über Karl May erfahren möchtest, dann besuche einfach die Seite http://www.karl-may.de/ oder auch http://www.karl-may-museum.de/


Im Anhang findest du eine Liste mit einigen Titeln von Karl May.

Tobias Schoob, 20.02.2007 Text / Fotos: Wikipedia (GNU); www.karl-may.de

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