Internationaler Limerick-Tag: Ran an die Feder!

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Internationaler Limerick-Tag: Ran an die Feder!

Der 12. Mai ist der internationale Limerick-Tag. Also ran an den Computer, Kuli oder Füller und losgedichtet. Wie man ein solches Spaßgedicht selber macht, wollen wir euch an ein paar Beispielen zeigen.

A young Lady (einer der ältesten bekannten Limericks)

There was a young lady of Niger

Who smiled when she rode on a tiger.

They came back from the ride

With the lady inside

And the smile on the face of the tiger.

Physik (Physics)

There was a young lady named Bright,

Who traveled much faster than light.

She started one day

In the relative way,

And returned on the previous night

Ein Familien-Limerick

Ein Knabe aus Tehuantepec,

der lief an der Bahn seiner Tante weg.

Sie lief hinterher

denn sie liebte ihn sehr;

und außerdem trug er ihr Handgepäck.

Ramses

Stets trug nur ein Tuch statt des Wamses,

auch bei Regen der selige Ramses.

Er erkältet sich sehr

Und verlor sein Gehör

Da sagte sein Arzt: Na, da hamses!

Fünfzeiler mit System

Sicher habt ihr es schon durchschaut: Hinter diesen Versen steckt System. Auch wenn ein Limerick noch so kurz und harmlos ist, wird er nach einer speziellen Methode gedichtet.

Ein Limerick ist ein scherzhaftes, meist sinnloses Gedicht in fünf Zeilen. Es folgt dem Reimschema a/a/b/b/a. Das bedeutet: Es reimen sich jeweils Zeile eins, zwei und fünf sowie drei und vier. Dabei sind die Endsilben der ersten, zweiten und fünften Zeile unbetont und die der dritten und vierten Zeile betont. Zu diesem Schema gibt es allerdings verschiedene Varianten.

Witzige Pointe

Entscheidend ist, dass der Limerick in der Schlusszeile eine möglichst witzige Pointe aufweist, die in Zusammenhang mit den ersten vier Zeilen stehen muss. Traditionell enthält die erste Zeile die handelnde Person und endet mit einer Ortsangabe, so dass der Name des Ortes oder Landstrichs, auf den der Spottvers gemünzt ist, zugleich den Reim für die erste, zweite und fünfte Zeile vorgibt.

Ursprung: England

Populär sind Limericks vor allem im englischen Sprachraum, wo sie um 1820 auch erfunden wurden. Ihr Name stammt höchstwahrscheinlich von der irischen Stadt Limerick. Auch in Deutschland kennt man diese Form der Nonsense-Dichtung. Besonders in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts waren die witzigen Verse beliebt.

Limericks im Internet

Wer mehr über Limericks wissen möchte oder eigene Spachdichtung veröffentlichen wil, der kann das auf dieser Seite tun.

Nic - 11.05.2004

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