Dt. Jugendliteraturpreis: Die Sieger stehen fest!

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Dt. Jugendliteraturpreis: Die Sieger stehen fest!

Die Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises stehen fest. Die Erwachsenenjury zeichnete im Bereich Jugendbuch die turbulente Teenagergeschichte Prinz William, Maximilian Minsky und ich" aus, die Kinderjury entschied sich mit Krokodil im Nacken für einen ernsten Roman über Einzelschicksale in der DDR.


Bestes Jugendbuch (Erwachsenenjury): "Prinz William, Maximilian Minsky und ich" (Holly-Jane Rahlens)

Das prämierte Jugendbuch Prinz William, Maximilian Minsky und ich aus der Feder der in Berlin ansässigen Amerikanerin Holly-Jane Rahlens beschreibt mit viel Witz und Tempo die manchmal tragischkomische Befindlichkeit der heranwachsenden Nelly Sue. Dass Nelly Jüdin ist und in Deutschland lebt, macht die Sache doppelt interessant. Auf diese Weise erfährt der Leser nämlich eine Menge über das jüdische Leben und den jüdischen Alltag in unserem Land.


Bestes Jugendbuch (Kinderjury): "Krokodil im Nacken" (Klaus Kordon)

Bei der Kinderjury landete mit Krokodil im Nacken ein Buch mit ernster Thematik auf Platz eins. Die Gruppe junger Leser, die in diesem Jahr zum ersten Mal die Ehre hatte, einen eigenen Preis zu vergeben, hatte von Anfang an ganz andere Favoriten auf ihrer Liste gehabt als die Erwachsenen. Das Buch des Autors Klaus Kordon überzeugte die Kids vor allem, weil es die Vergangenheit der Romanfigur Manfred Lenz, der zu DDR-Zeiten in Stasi-Haft gerät, eindrucksvoll und erschütternd realistisch schildert.


Bestes Kinderbuch: "Schlimmes Ende" (Philip Ardagh)

Ein wahrhaft schräger Roman hat in der Kategorie Kinderbuch das Rennen gemacht: "Schlimmes Ende, geschrieben von dem englischen Schriftsteller Philip Ardagh. Darin geht es um den kleinen Eddie, der bedingt durch die Krankheit seiner Eltern in die Familie seiner völlig durchgeknallten Tante Maud und seines wahnsinnigen Onkels Jack kommt. Bei aller Logik erscheint die ganze Geschichte völlig grotesk und sprudelt nur so vor verrückten Einfällen. Lesespaß ist garantiert!


Bestes Bilderbuch: "Unsichtbar" (Katja Kamm)

Unter den nominierten Bilderbüchern konnte sich Unsichtbar durchsetzen. Der Erstling von Autorin Katja Kamm kommt völlig ohne Worte aus und stellt mit knalligen Colorationen und gewagten Farbkombinationen unsere üblichen Sehgewohnheiten völlig auf den Kopf. Schon Kinder ab 3 haben ihren Spaß an allerlei überraschenden Missgeschicken, die das Thema der Bildergeschichte darstellen.


Bestes Sachbuch: "Geschichte der Wirtschaft" (Nikolaus Piper)

Nach der Einschätzung der Jury hat Wirtschaftsjournalist Nikolaus Piper das beste Sachbuch geschrieben. In Geschichte der Wirtschaft beschreibt er in 31 Kurzkapiteln anschaulich und spannend die Entwicklung der Ökonomie: von ersten Formen der Landwirtschaft in der Steinzeit bis zum heute alles beherrschenden Begriff der Globalisierung. Die Illustrationen von Aljoscha Blau sorgen zusätzlich für optischen Genuss.

Alle Preisträger auf einen Blick

Ihr interessiert euch für die prämierten Bücher? Dann nichts wie los in die Buchhandlungen oder in die nächste Leihbücherei! Hier noch einmal alle Preisträger auf einen Blick:

- Bilderbuch: Unsichtbar von Katja Kamm, Peter Hammer Verlag, 12,90 Euro

- Kinderbuch: Schlimmes Ende von Philip Ardagh (deutsch von Harry Rowohlt), Omnibus Verlag, 9,90 Euro

- Jugendbuch (Erwachsenenjury): Prinz William, Maximilian Minsky und ich von Holly-Jane Rahlens (deutsch von Ulrike Thiesmeyer), Rowohlt Taschenbuch, 12,90 Euro

- Jugendbuch (Kinderjury): Krokodil im Nacken von Klaus Kordon, Verlag Beltz und Gelberg, 19,90 Euro

- Sachbuch: Geschichte der Wirtschaft von Nikolaus Piper, Illustrationen von Aljoscha Blau, Verlag Beltz und Gelberg, 16,90 Euro

Nic 10.10.2003 / Buchcover der Verlage: Beltz und Gelberg, Rowohlt Taschenbuch, Peter Hammer und Omnibus

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