Die Philosophie im alten Griechenland

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Die Philosophie im alten Griechenland

Viele Ansichten der antiken Philosophen klingen für uns moderne Menschen befremdlich. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Menschen früher noch nicht über unser Wissen verfügen konnten. Trotzdem machten sie sich Gedanken über die Welt und ihre Entstehung.

Als die Philosophie ihren Anfang nahm, in der Antike, wollten die meisten Menschen vor allem wissen: Gibt es eine Ursubstanz aus der die Welt und die Dinge entstanden sind?

Wir stellen euch nun die wichtigsten antiken Philosophen vor.


Thales (620-547 v. Chr.)

Alles ist Wasser

Mit Thales von Milet, so behauptet eine Legende, beginnt die Philosophie. Ganz richtig ist das sicher nicht. Auf alle Fälle aber ist Thales einer der ältesten bekannten Philosophen. Er wurde um etwa 620 vor Christus geboren. Leider sind uns von Thales keine Schriften erhalten.

Der Überlieferung nach besaß er mathematische, astronomische und geologische Kenntnisse. So soll er zum Beispiel eine Sonnenfinsternis im Jahre 585 vorhergesagt haben. Der geometrische Satz (Thaleskreis), dass Dreiecke im Halbkreis rechtwinkelig sind - geht angeblich auch auf ihn zurück. Sicher ist das aber nicht. Die Überlieferungen sprechen aber übereinstimmend davon, dass Thales die Frage beschäftigt hat: Was ist der Ursprung der Welt ? Eine Antwort hatte er auch gefunden: Wasser, oder in seinen Worten: ein feuchter Stoff.

Das hört sich nicht besonders philosophisch an. Doch seine Annahme enthält schon einen Gedanken, der in der späteren Philosophie eine wichtige Rolle spielen wird: Wenn alle Dinge aus einem Stoff sind , auch wenn sie verschieden aussehen, bedeutet das, dass die Welt eine Einheit ist.

So kann man sagen, der Satz des Thales enthält den Gedanken, dass es eine einzige Welt-Substanz gibt. Unter Substanz verstehen die Philosophen, das Unveränderliche, das im Kern aller Dinge gleich ist. Das bedeutet bei Thales: egal ob der Himmel, ein Stein, das Tier oder die Winde, alles ist sozusagen ein andere Erscheinung der Grundsubstanz Wasser.

Natürlich ist die Theorie des Thales mangelhaft, aber den Gedanken einer Weltsubstanz griffen nachfolgende Philosophen immer wieder auf, und versuchten ihn zu beweisen oder zu widerlegen.

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