Deutscher Jugendliteraturpreis

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Deutscher Jugendliteraturpreis

Spannend ging es am Abend des 11. Oktober bei der Frankfurter Buchmesse zu. Die Jury hatte in den letzten Wochen die Qual der Wahl, unter den 24 vorgeschlagenen Büchern die besten herauszusuchen. Vergeben wurde je eine Auszeichnung in den Kategorien bestes Bilderbuch, bestes Kinderbuch, bestes Jugendbuch und bestes Sachbuch. Vielleicht hat ja auch einer von euren Favoriten einen der begehrten Preise eingeheimst.

Bestes Bilderbuch: Jutta Bauers Schreimutter

Zum besten Bilderbuch wurde Jutta Bauers Schreimutter gewählt. Die Geschichte des kleinen Pinguins, der von seiner Mutter so heftig angeschrieen wird, dass er in sämtliche Einzelteile auseinander fällt überzeugte die Jury am meisten. Die wunderschönen Bilder und das Happy End zwischen dem Pinguin und seiner Mama am Ende sorgen dafür, dass man das Buch immer wieder durchblättern muss.

Bestes Kinderbuch: Jutta Richters: Der Tag, als ich lernte die Spinnen zu zähmen

Jutta Richters Geschichte Der Tag, als ich lernte die Spinnen zu zähmen machte das Rennen bei den Kinderbüchern. In diesem Roman wird die Freundschaft zwischen dem Einzelgänger Rudi und Meechen auf eine harte Probe gestellt. Das Mädchen bekennt sich zu ihrem Freund, obwohl sie dadurch von ihren Mitschülern gemieden wird. In unserer Vorstellung wurde das Buch nicht ganz so gut bewertet. Die Charaktere wirkten auf uns allzu schwarz-weiß und das beschriebene Umfeld der beiden Buchhelden recht langweilig. Aber macht euch doch am besten selber ein Bild!

Bestes Jugendbuch: Richard van Camps Die ohne Segen sind

Der Preis für das beste Jugendbuch ging an den Kanadier Richard van Camp für sein Buch Die ohne Segen sind. Der Schriftsteller teilt sich die Auszeichnung mit dem Übersetzer der deutschen Ausgabe, Ulrich Plenzdorf. In schonungslosem Jugendslang erzählt der Kanadier in seinem Buch die Geschichte von Larry, der mit allerlei Problemen aus seiner Vergangenheit fertig werden muß. Einziger Lichtblick: Das Mädchen Juliet, in das er verliebt ist. Doch Juliet geht mit seinem Kumpel Jonny...

Bestes Sachbuch: Susanne Paulsenes "Sonnenfresser"

Als bestes Sachbuch konnte Susanne Paulsens Sonnenfresser die Jury überzeugen. Die Autorin schildert das Leben der Pflanzen so spannend wie einen Krimi. Wie schützen sie sich gegen ihre Feinde? Haben Pflanzen ein Gefühl? Wann hat man begonnen, Pflanzen zu erforschen? Und welche Forscher gab es? Diese und andere spannende Fragen beantwortet die Biologin unterhaltsam und mit großer Sachkenntnis. Da können wir euch nur empfehlen mal reinzuschauen. Es lohnt sich!

Sonderpreis für Peter Härtling

Den mit 20 000 DM dotierten Sonderpreis erhält in diesem Jahr Peter Härtling. Die Jury begründete ihre Wahl unter anderem damit, dass Härtling die deutsche Kinder- und Jugendliteratur der letzten 30 Jahre entscheidend mitgeprägt hat.

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