100. Todestag von Wilhelm Busch

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100. Todestag von Wilhelm Busch

Ach, was kann man oft von alten Dichtern hören oder lesen, wie zum Beispiel hier von diesem: Wilhelm Busch hat am 9. Januar 2008 seinen 100. Todestag. Mehr über das Leben des Erfinders von Max und Moritz, Hans Huckebein und Flipps dem Affen erfahrt ihr hier ...

Was ist ihm nicht alles aus der Feder geflossen: Max und Moritz, Die fromme Helene, Flipps der Affe, Hans Huckebein, Maler Klecksel, Plisch und Plum so viel Vergnügliches, Witziges und Satirisches, man kann es gar nicht alles aufzählen. Seine Bildergeschichten gehörten zu Großmutters Zeiten wie Rutenbesen und Nudelholz in jeden guten Haushalt. Doch wer war Wilhelm Busch?



"Drum soll ein Kind die weisen Lehren der alten Leute hochverehren!

Am 15. April 1832 wurde Wilhelm Busch in Wiedensahl, unweit von Hannover, geboren und verbrachte dort auch seine ersten Kindheitsjahre. Mit neun Jahren brachten ihn die Eltern zu seinem Onkel, der im fast 200 km weit entfernten Ebergötzen wohnte. Der Onkel, ein gebildeter Mann, unterrichtete fortan den jungen Wilhelm, bis dieser den Stand der mittleren Reife erreicht hatte und bereit fürs Studium in Hannover war.

Lehrer Lämpel - seine Reden über Verstand und Moral fruchten bei Max und Moritz nicht: Sie jagen ihn in die Luft.

Buschs Entwicklung zum Künstler verlief typisch: Sein Vater, seines Zeichens Kaufmann, träumte von einer seriösen Existenz seines Sprösslings. Der Sohn aber wollte Maler werden, schmiss das Maschinenbaustudium und studierte Kunst in Düsseldorf, Antwerpen und München.

"Leicht kommt man an das Bildermalen, doch schwer an Leute, die's bezahlen."

1865 wird Buschs erste Bildergeschichte Max und Moritz veröffentlicht. Sie wurde ein Welterfolg nur ein Vermögen damit machte ein anderer. Caspar Braun, ein Münchner Verleger, hatte zuvor Wilhelm Busch die Geschichte für 1000 Gulden abgekauft.

"Ach das war ein schlimmes Ding, wie es Max und Moritz ging" 

Ist es denn erstaunlich, dass "Max und Moritz" so populär wurden? Gibt es ein Werk deutscher Sprache, das mit soviel Spass und Boshaftigkeit die Schwächen der Mitmenschen entlarvt? Wo wird häufiger gelogen, gekokelt und gelyncht? Gewiss, die Spässe Buschs sind derb, aber mal ehrlich: genau deswegen kommen sie doch so gut an.



"Max und Moritz", Buschs populärstes Werk


"Wie wohl ist dem, der dann und wann sich etwas Schönes dichten kann!"

Kommen wir auf Buschs Leben zurück: Nun, nachdem Caspar Braun "Max und Moritz" veröffentlicht hatte, war Wilhelm Busch zunächst nicht reich, aber wenigstens berühmt. Und die Berühmtheit zahlt sich am Ende doch aus: Denn künftig konnte er von allen weiteren Werken, die er schrieb, gut leben. Er zog 1872 wieder nach Wiedensahl und 1898 zu seinem Neffen nach Mechtshausen im Harz. Zwischendurch unternahm er immer wieder lange Reisen nach Italien und in die Niederlande.

"Oh! - sprach der Jean, - es ist ein Graus! Wie schnell ist doch das Leben aus!"



Was kaum jemand weiß: Wilhelm Busch malte auch Ölbilder.



Wilhelm Busch starb am 9. Januar 1908 mit 75 Jahren. Er hinterlässt eine Vielzahl an Werken. Sie wurden in über 200 Sprachen übersetzt. Aber einige Werke wurden erst nach seinem Tod bekannt: So hatte Wilhelm Busch Zeit seines Lebens Ölbilder gemalt, die er jedoch nie der Öffentlichkeit präsentierte. Das - so möchte man sagen - kann sich eben nur jemand leisten, der schon als Dichter und Zeichner sein Genie gezeigt hat.



Ist eure Neugierde geweckt? Eine kostenlose Hörbuchversion von "Max und Moritz" findet ihr hier.



Text: Ronny Waburek / -jj- 8.1.2007 // Fotos: Portrait: PD; Lehrer Lämpel: PD; Max und Moritz: PD; Ölbild: PD

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