Weltmeisterschaft der Rettungsschwimmer 2008

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Weltmeisterschaft der Rettungsschwimmer 2008

Vom 20. Juli bis 2. August 2008 finden in Berlin und Warnemünde die Weltmeisterschaften der Rettungsschwimmer statt. Sowohl am Meer als auch im Hallenbad zeigen 4000 Athleten aus 37 Ländern ihr Können. In welchen Disziplinen sie antreten und welche Hilfsmittel sie nutzen, lest ihr hier.

Leben retten als Sport


In Neuseeland und Australien ist der sportliche Wettbewerb der Rettungsschwimmer schon seit Jahrzehnten ein beliebter Volkssport. Seit den 1990er Jahren gibt es diese Wettkämpfe auch in Deutschland. Unterschieden werden dabei die Freigewässer-Disziplinen, die im Meer ausgetragen werden und die Hallen-Wettkämpfe.


Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) organisiert die Weltmeisterschaft der Rettungsschwimmer Rescue (engl. Rettung) 2008. Die Hallen-Wettkämpfe finden vom 20. Juli bis 2. August im Europapark (SSE) in Berlin statt, die Freigewässer-Disziplinen vom 20.-29. Juli am Sportstrand des Ostseebades Warnemünde. Der Eintritt zu den Wettkämpfen und der Eröffnungsfeier in Berlin ist frei.


Erwartet werden insgesamt rund 4000 Rettungssporter. In drei separaten Weltmeisterschaften messen sich 37 Nationalmannschaften, 31 Vereine (Interclubs) sowie die Senioren (Masters). DLRG-Bundestrainerin Anne Lühn hofft, dass ihre Athleten den Sprung aufs Siegertreppchen schaffen, doch im Meer dominierten bisland Australien, Neuseeland und Südafrika, während im Pool häufig Italiener und Spanier die Nase vorn hatten.


Die Disziplinen


Foto: Rettungsschwimmer-Wettkampf im Meer.

In 25 Disziplinen treten die Wassersportler an. In Warnemünde absolvieren sie das Brandungsschwimmen, das Rettungsbrett- und das Rettungsski-Rennen sowie den aus diesen Teildisziplinen bestehenden Triathlon und einen Strandsprint. Zusätzlich gibt es noch Staffelwettkämpfe, bei denen auch Gurtretter zum Einsatz kommen.


Foto links: Rettungsboot

Rettungsschlauchboot (genannt IRB für Inflatuable Rescue Boat) gehen bei einer weiteren eigenständigen WM ins Rennen. Zweierteams, bestehend aus einem Bootsführer und einem Retter müssen dabei verschiedene Bergungsaktionen durchführen.


Foto rechts: Rettungsschwimmer im Schwimmbad.

Auch in der Halle gibt es Einzel- und Staffelwettbewerbe. Die Athleten müssen verschiedene Distanzen schwimmen, Hindernisse untertauchen und Puppen retten, die verunglückte Personen darstellen sollen. Bei einigen Wettkämpfen verwenden sie Hilfsmittel wie Flossen oder Gurtretter.


Schließlich werden noch verschiedene Unfallszenarien mit sieben bis 14 Opfern nachgestellt. Vier Rettungsschwimmer müssen innerhalb von zwei Minuten so viele Verunglückte wie möglich retten.


Welche Hilfsmittel nutzen Rettungsschwimmer?


Um möglichst schnell Hilfe zu leisten und um ihr eigenes Leben zu schützen, setzen Rettungsschwimmer verschiedene Hilfsmittel ein. Am bekanntesten sind die Flossen. Sie ermöglichen schnelles Schwimmen, besonders wenn der Retter beim Schleppen eines Verletzten nur seine Beine zur Fortbewegung nutzen kann.


Der Gurtretter (siehe Foto links) kann dem Opfer um die Brust gelegt werden. Damit lässt sich ein Bewusstloser leichter und gefahrloser schleppen, als ohne Hilfsmittel. Erschöpfte Personen, die noch in der Lage dazu sind, können sich auch einfach am Gurt festhalten und so gezogen werden.


Zum schnellen Vorankommen dienen auch Rettungsbrett und Rettungsski. Beim Surf- oder Rettungsski handelt es sich um ein langes Kajak, auf das man sich oben drauf setzen kann. Es ist sehr schnell, stabil und leicht und lässt sich gut manövrieren.


Rettungsschwimmer werden


Habt ihr Interesse daran, Rettungsschwimmer zu werden? Das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Bronze könnt ihr ablegen, wenn ihr mindestens zwölf Jahre alt seid. Alle Informationen dazu stehen bei der DLRG.


Alle Informationen über die WM der Rettungsschwimmer in Berlin und Travemünde findet ihr hier.


Und hier gibt's Sicherheitstipps für unbeschwertes Schwimmen, Baderegeln sogar in Form eines Raps, Hiweise für Surfer und Kiter.


Mehr über viele verschiedene Sportarten lest ihr in unserem WAS IST WAS Band 49 Sport.



Text: Liane Manseicher; Fotos: Logo, Rettungsschwimmer im Meer: rescue2008.com; Gurtretter: Marcel Ende: cc-by-sa; Rettungswettschwimmen mit Puppe: Alex, GFDL; Rettungsboot: nachoman-au: cc-by-sa; 

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt