Sprint bei der Leichtathletik-WM in Berlin

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Sprint bei der Leichtathletik-WM in Berlin

Höher, schneller, weiter ist das Motto der Athleten bei der 12. IAAF Leichtathletik-Weltmeisterschaft vom 15. bis 23. August in Berlin. Den Sprintern geht es dabei vor allem um schneller. Über 100, 200 und 400 Meter messen sich die schnellsten Männer und Frauen der Welt.

Beim 200-Meter-Lauf ist eine halbe Stadionrunde zu absolvieren.


Die Disziplinen

Im Sprint (auch Kurzstrecke genannt) gibt es drei Disziplinen: den 100-, den 200- und den 400-Meter-Lauf. Obwohl sie sich in der Entfernung, die zurückgelegt werden muss, unterscheiden, haben sie eines gemein: Die Sportler laufen die Distanz zu jederzeit in vollem Sprint. Man teilt sich die Strecke nicht wie bei den Mittel- oder Langstrecken ein, sondern ist immer mit vollem Tempo unterwegs. Vor allem beim 400-Meter-Lauf ist es nicht immer so einfach, seine Geschwindigkeit zu halten.

Der 100-Meter-Lauf ist die kürzeste Distanz und wird auf einer der beiden geraden Bahnen des Stadions gelaufen. Der 200-Meter-Lauf ist eine halbe Stadionrunde und beim 400-Meter-Lauf muss eine ganze Runde absolviert werden.

 

Vor dem Loslaufen nehmen die Sprinter ihre Startposition im Startblock ein.



Der Start

Gestartet wird beim Sprint aus der tiefen Hocke mithilfe eines Startblocks. Dieser ist in der Kunststoffbahn verankert und bildet einen Widerstand, der den Sportlern beim Loslaufen hilft. Diese dürfen erst starten, wenn der so genannte Starter das Kommando gegeben hat. Beim Kommando on your marks (auf die Plätze) begeben sich die Sprinter in die Startposition. Bei set (fertig) heben sie ihr Gesäß an. Sie sind nun bereit zum Start. Ertönt der Schuss aus der Pistole des Starters, laufen die Sprinter los und dass Rennen beginnt. Ist einer der Athleten zu früh losgelaufen, hat also einen Fehlstart begangen, gibt es einen zweiten Schuss und der Start wird wiederholt. Ist es der zweite Fehlstart des Rennens, so wird der Übeltäter disqualifiziert.

Der Lauf

Sobald die Läufer aus dem Startblock gelaufen sind, versuchen sie so schnell wie möglich auf die Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen. Ist diese erreicht, gilt es, sie möglichst lange zu halten und somit so schnell wie möglich im Ziel anzukommen. Der Welltrekorde über 100 Meter steht bei den Männer bei 9,69 Sekunken (Usain Bolt) und bei den Frauen bei 10,49 Sekunden (Florence Griffith-Joyner). Die selben Läufer halten die Weltrekorde über 200 Meter: 19,30 bei den Männern und 21.34 bei den Frauen. Über 400 waren bei den Männern Michael Johnson mit 43.18 Sekunden und bei den Frauen Marita Koch mit 47.60 Sekunden bisher die schnellsten.

Bei der letzten WM wurde Bolt von Gay geschlagen. Kann er diesmal gewinnen?


Der Dreikampf Bolt Gay Powell

Bereits im Vorfeld der Weltmeisterschaft in Berlin wurden klar, dass es über die 100 Meter der Männer in diesem Jahr einen Dreikampf geben würde. Größter Favorit auf den Titel ist und bleibt Weltrekordler und Doppel-Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika. Bei Olympia gelang es dem 1,96 Meter großen Jamaikaner, seine Konkurrenz weit hinter sich zu lassen. Asafa Powell kommt ebenfalls aus Jamaika und hielt den Weltrekord vor Bolt. Auch er hat gute Chancen, um die Madaillenränge mitzulaufen. Der Dritte im Bunde ist US-Amerikaner Tyson Gay. Auch er war einst Weldrekordhalter und lieferte mit 9,77 Sekunden die beste Zeit der Saison, was ihn zu einem starken Gegner für die Läufer aus der Karibik macht.

Wer am Ende vorne sein wird, werden wir am 16. August wissen, denn dann steigt das Finale über 100 Meter der Männer.


14.08.2009 // Text: Jan Wrede; Bilder: Vorschau & Bolt & Gay: Eckhard Pecher (cc-by-sa 2.5); Start: Sillyfolkboy (GNU, cc-by-sa 3.0); 200m: Zen (cc-by-sa 2.5)

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