Die Wertungs-Trikots bei der Tour de France

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Die Wertungs-Trikots bei der Tour de France

Sicher seid ihr auch schon durcheinander gekommen, wenn es bei der Berichterstattung über die Tour de France im Fernsehen um die Trikots ging. Da hat einer gewonnen, und der trägt jetzt gelb nein, grün... oder doch weiß...?

Damit ihr das besser nachvollziehen könnt, erklären wir euch hier die Farben der Wertungs-Trikots:

GELB: Seit 1919 wird das Gelbe Trikot an den Führenden in der Zeitwertung vergeben. Es wurde damals eingeführt, damit die Zuschauer auf Anhieb erkannten, an welcher Position sich der Gesamtführende befand. Der Fahrer, der die geringste Gesamtzeit benötigt hat, ist der stolze Träger dieses "maillot jaune", wie es auf Französisch heißt. Das bedeutet auch, dass ein Etappensieger nicht gleichzeitig Gesamtführender und damit Träger des Gelben Trikots sein muss. Im Jahr 2001 gewann Lance Armstrong.

GRÜN: 1953 wurde zum ersten Mal das Grüne Trikot an den Punktbesten vergeben. Dieses Trikot ziehen die besten Sprinter an. Punkte gibt es für den Etappensieg und für Zwischensprints. Im Jahr 2001 gewann Erik Zabel.

ROT-WEISS: Seit 1933 gibt es die Bergwertung, doch erst 1975 wurde dafür ein eigenes Trikot eingeführt. Es hat rote Punkte auf weißem Grund. Bis zu 15 Fahrer können auf den Pässen Punkte bekommen. Im Jahr 2001 gewann Laurent Jalabert.

WEISS: Erst im Jahr 2000 wurde das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer wieder eingeführt. Diese Fahrer dürfen nicht älter als 25 sein. Im Jahr 2001 gewann Óscar Sevilla.

Die Tour de France ist das berühmteste und für die Fahrer bedeutendste Radrennen der Welt. Sie wurde im Jahr 1903 von der auf eine Auflagensteigerung bedachten Sportzeitung L'Auto gegründet. Seit damals wird die Tour alljährlich während dreier Wochen im Juli ausgetragen und führt dabei in wechselnder Streckenführung quer durch Frankreich und das nahe Ausland. In der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges ist die Tour in den Jahren 19151918 und 19401946 ausgefallen. Die Tour gilt heute nach der Fußball-Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen als drittgrößtes Sportereignis der Welt noch vor der Formel Eins im Automobilsport.

Text: Roland Rosenbauer, Stand Juli 2002

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