Die Leichtathletik-WM in Osaka

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Die Leichtathletik-WM in Osaka

Vom 25. August bis 2. September finden im japanischen Osaka die 11. Leichtathletik- Weltmeisterschaften statt. 3200 Athleten aus 212 Ländern und Regionen kämpfen in den neun Tagen um die Medaillen in 47 Entscheidungen. Wer sind die Favoriten und welche Chancen haben die Deutschen?

Der Austragungsort

Osaka ist mit 2,6 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Japans und bildet mit den Städten Kobe und Kyoto einen der größten Ballungsräume der Welt. Die Leichtathletik-WM wird im Nagai Stadium ausgetragen, wo normalerweise der japanische Fußballverein Cerezo Osaka seine Heimspiele bestreitet. In dem 50.000 Zuschauer fassenden Stadion fanden bei der Fußball-WM 2002 zwei Vorrundenspiele und ein Viertelfinale statt. Nach der Ausrichtung der WM 1991 in Tokio ist Japan zum zweiten Mal Gastgeber für die Leichtathletik-Elite der Welt.

Erwartungen der Veranstalter

Die Veranstalter erhoffen sich neben den zahlreichen Touristen, die jedes Jahr die Sehenswürdigkeiten der Stadt bestaunen noch mehr Besucher. Dabei soll das Unterhaltungsprogramm weitere Menschen anlocken. Sehr erfreulich ist auch die Zahl der angemeldeten Athleten. 3200 Sportler und Offizielle werden aus 212 Länder und Territorien der Welt nach Osaka kommen. Damit nehmen mehr Länder als bei den Olympischen Spielen in Athen teil. Weiterhin rechnet man mit 6,5 Milliarden Fernsehzuschauern in 190 Ländern.

Favoriten auf Gold

Auf den Sprintstrecken sind die Athleten der USA die Favoriten: bei den Frauen Torri Edwards und bei den Männern Tyson Gay. Aber über 100 Meter hat auch Weltrekordler Asafa Powell aus Jamaika ein Wörtchen mitzureden. Die Langstrecken werden, wie in den Jahren zuvor, von den Äthiopiern um 10.000 Meter-Weltrekordler Kenenisa Bekele dominiert. Im Hochsprung sind die Schweden mit Stefan Holm und Kajsa Bergqvist in der Favoritenrolle und die 4x400 Meter-Staffel der Frauen ist schon lange eine Domäne der Russinnen.

Die Chancen der Japaner

Die japanischen Leichtathleten werden es schwer haben, in die Medaillenränge zu kommen. Bei den letzten Weltmeisterschaften in Helsinki konnten sie nur zwei Bronzemedaillen mit nach Hause nehmen. Ihre Hoffnungen ruhen deshalb auf Koji Murofushi, dem Olympiasieger 2004 im Hammerwurf, und der Marathon-Olympiasiegerin Mizuki Noguchi. Wenn die Japaner Chancen auf Medaillen haben, dann in Langstreckendisziplinen, wie dem Marathon oder dem 10.000-Meter-Lauf.

Deutsche Aussichten

Das deutsche Team blickt mit ca. 66 Sportlern zuversichtlich auf die WM in Japan. Zwar mussten einige Sportler wie Ulrike Maisch oder Sina Schielke verletzt absagen, doch die Zeichen für einige Medaillen stehen nicht schlecht. Im Stabhochsprung gehören Tim Lobinger und Danny Ecker schon lange zur Weltspitze, Betty Heidler, Olympiavierte im Hammerwurf, hat Aussichten auf eine gute Platzierung, und Diskusweltmeisterin Franka Dietzsch war schon oft für eine Medaille gut. Außerdem ist mit Europarekorhalterin Christina Obergföll eine der besten Speerwerferinnen im deutschen Team.

Ihr könnt die Leichtathletik-WM in Osaka mitverfolgen, denn ARD und ZDF berichten live und in Zusammenfassungen ab 25.8. aus Japan. Wegen der Zeitverschiebung beginnt die Übertragung bei uns allerdings sieben Stunden.




07.08.2007; Text: Jan Wrede, Bilder: Wikipedia

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