Die Leichtathletik-WM 2009 in Berlin was bisher geschah

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Die Leichtathletik-WM 2009 in Berlin was bisher geschah

Bei den 12. IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaft jagt ein Höhepunkt den nächsten und täglich wachsen die Athleten beim Kampf um die Medaillen über sich hinaus. Das spektakulärste Ereignis war bisher ohne Frage das 100-Meter-Finale der Männer in dem Usain Bolt einen neuen Weltrekord lief. Doch auch die deutschen Sportler können zufrieden sein, denn sie haben bereits fünf Medaillen errungen. Wir geben euch einen Überblick über die ersten Tage.

Samstag, 15. August

Der erste Tag der Leichtathletik-WM war zunächst hauptsächlich von Vorkämpfen und Ausscheidungen geprägt, in denen sich die Athleten für die Endkämpfe qualifizieren mussten. Dennoch gab es am Samstag einige Entscheidungen, wie zum Beispiel den 10.000-Meter-Lauf der Frauen, den die erst 19-jährige Linet Masai aus Kenia vor zwei Äthiopierinnen gewann, und damit deren Dominanz etwas minderte.

Kugelstoßer Ralf Bartels eröffnete die Weltmeisterschaft für die deutschen Sportler gleich sehr positiv, nämlich mit einem dritten Platz und damit der Bronzemedaille. Mit seinen 21,37 Metern aus seinem dritten Versuch musste er sich nur Tomasz Majewski aus Polen und Christian Cantwell aus den USA geschlagen geben. Der Amerikaner hatte in seinem vorletzten Versuch mit 22,03 Metern die Weltjahresbestleistung erzielt und somit verdient die Goldmedaille gewonnen. Ralf Bartel eröffnete als den Medaillenreigen für das deutsche Team.

Sonntag, 16. August

Auch der Tag zwei brachte eine Medaille für Deutschland. Jennifer Oeser gewann im Siebenkampf nach einem dramatischen 800-Meter-Lauf Silber. Oeser musste nur die hinter ihr platzierten Athletinnen in Reichweite halten, doch nach der Hälfte der Strecke stürzte sie und war nun weit abgeschlagen. Doch sie kämpfte bis zum Letzten und kam schließlich noch mit den anderen ins Ziel und rettete ihren zweiten Platz mit 6493 hinter Jessica Ennis aus Großbritannien.

Ebenfalls Silber gewann Nadine Kleinert im Kugelstoßen. In ihrem dritten versuch stieß sie die Kugel auf ihre persönliche Bestleistung von 20,20 Meter. Es ist bereits ihre vierte Medaille bei einer WM. Einzig Valerie Vili aus Neuseeland war mit 20,44 Metern einige Zentimeter besser als Kleinert.


Neuer Weltrekord: Usain Bolt setzte die Bestmarke für den 100 Meter-Sprint auf 9,58 Sekunden und verwies die Konkurrenz in ihre Schranken.

Der absolute Höhepunkt des Sonntags war das Sprintfinale über 100 Meter der Männer. Lange wurde das Duell zwischen Weltrekordler Usain Bolt und Weltjahresbesten Tyson Gay erwartet. Als der Startschuss ertönte begann die furiose Vorstellung von Usain Bolt. Mit 9,58 Sekunden unterbot der Jamaikaner seinen eigenen Weltrekord und wurde Weltmeister. Für Gay bliebt mit persönlicher Bestleistung von 9,71 Sekunden nur Silber. Dritter wurde Bolts Landsmann Asafa Powell.

Montag, 17. August

Am Montag waren dann die Frauen an der Reihe. Auch hier dominierten die Läufer aus Jamaika. In 10,73 Sekunden gewann Shelly-Ann Fraser vor ihrer jamaikanischen Landsfrau Kerron Stewart und der US-Amerikanerin Carmelita Jeter. Eine Überraschung gab es im Stabhochsprung der Frauen. Weltrekordinhaberin und Favoritin Jelena Isinbajeva aus Russland scheiterte an ihrer Anfangshöhe mit drei Fehlversuchen und schied aus. Die Polin Anna Rogowska sicherte sich den Sieg.

Keine Überraschung über 10.000 Meter der Männer. Weltrekordler Kenenisa Bekele wurde in der schnellsten Zeit, die je bei Weltmeisterschaften gelaufen wurde, Weltmeister. Für Deutschland gab es an diesem Tag keine Medaillen.

Dienstag, 18. August

Am vierten WM-Tag stand das 400-Meter-Finale der Frauen an, das Sanya Richards aus den USA souverän gewann. Sie wartete schon lange auf eine Medaille bei internationalen Wettbewerben, die sie nun endlich errungen hat.

Das erste Gold für Deutschland holte Speerwerferin Steffi Nerius. Der 37-jährigen gelang bereits im ersten Versuch mit 67,30 Metern eine Weite, die von keiner anderen Werferin mehr überboten werden sollte. Für Steffi Nerius, die bereits bereits bei mehreren Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen Medaillen erringen konnte, war es die letzte WM der Karriere, die sie mit der Goldmedaille krönte.

Mittwoch, 19. August

Auch am Mittwoch gab es noch einmal eine Goldmedaille für Deutschland zu verzeichnen. Der Berliner Robert Harting wurde Weltmeister im Diskuswurf. Lange war er auf dem zweiten Rang gelegen, denn der Pole Piotr Malachowski hatte mit polnischem Rekord in Führung gelegen. Doch im seinem letzten Versuch ging Harting volles Risiko und gewann holte sich mit 69,43 Metern die Goldmedaille.

Wie die deutsche Medaillenjagd weitergeht und welche Weltklasseleistungen sonst noch geboten werden könnt ihr noch bis Sonntag täglich live auf ARD und ZDF sowie Eurosport verfolgen.

19.08.2009 // Text: Jan Wrede Bild: Bolt & Gay: Eckhard Pecher (cc-by-sa 2.5);


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