Die Handball-Weltmeisterschaft 2007

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Die Handball-Weltmeisterschaft 2007

2007 findet die Handball-Weltmeisterschaft der Herren in Deutschland statt. Zwölf Städte sind vom 19. Januar bis zum 4. Februar Gastgeber dieser 20. Handball-WM.

Handball

Beim Handball treten zwei Mannschaften aus je 7 Spielern (6 Feldspieler und 1 Torwart) gegeneinander an. Das Ziel des Spiels besteht darin, den Ball in das gegnerische Tor zu werfen und somit ein Tor zu erzielen. Die Spielzeit beträgt 2 mal 30 Minuten (bei Jugendmannschaften gelten kürzere Spielzeiten). Wer die meisten Tore erzielt hat, gewinnt.

Wer heute von Handball spricht, meint den Hallenhandball. Bekannte Varianten sind der früher gespielte Feldhandball, und zum anderen der immer beliebter werdende Beachhandball.

Handball ähnliche Spiele gibt es  seit der Antike auf der ganzen Welt. Das eigentliche Handballspiel entwickelte sich aber erst um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aus verschiedenen Ballspielen. Der Lehrer Holger Nielsen entwarf 1906 die Regeln für das schwedische Handballspiel.

Als Geburtsjahr des Handballs gilt 1917, als der Berliner Oberturnwart Max Heiser ein Mannschaftsspiel für Mädchen entwickelte, damit diese sich im Spiel - wie die Jungen beim Fußball austoben konnten.

Zwei Jahre später änderte der Berliner Sportlehrer Carl Schelenz die Regeln, machte sie härter und das Spiel auch für Männer interessant. 1921 wurde die erste Deutsche Meisterschaft ausgetragen.

 

Geschichte der Handball-WM


1936 war Feldhandball in Berlin zum ersten und einzigen Mal olympische Disziplin. 1938 wurden ebenfalls in Berlin die ersten Weltmeisterschaften sowohl im Feld- als auch im Hallenhandball ausgetragen. Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Weiterentwicklung dieser Sportart. 1946 wurde die International Handball Federation IHF und 1949 der Deutsche Handballbund DHB gegründet. Von da an fanden Weltmeisterschaften im Feld- und  im Hallenhandball in unregelmäßigen Abständen, meist alle drei oder vier Jahre statt. 1966 wurde die letzte Feldhandball-WM ausgetragen. Die Hallenhandball-WM wurde zur Handball-WM und seit 1993 alle zwei Jahre veranstaltet. 2007 wird die Handballweltmeisterschaft zum sechsten Mal auf deutschem Boden ausgetragen (1938, 1958 (DDR), 1961 (BRD), 1974 (DDR), 1982 (BRD)).

Austragungsorte 2007



Zwölf Städte sind Gastgeber dieser 20. Handball-WM: Köln (Kölnarena - 19.000 Zuschauer), Hamburg (Color Line Arena - 12.500 Zuschauer), Mannheim (SAP ARENA - 13.200 Zuschauer), Dortmund (Westfalenhalle - 12.000 Zuschauer), Lemgo (Lipperlandhalle - 5.000 Zuschauer), Wetzlar (Mittelhessen-Arena - 5.000 Zuschauer), Stuttgart (Porsche-Arena - 6.100 Zuschauer), Halle (Gerry Weber Stadion - 11.000 Zuschauer), Magdeburg (Bördelandhalle - 7.850 Zuschauer), Bremen (AWD-Dome - 9.200 Zuschauer), Kiel (Ostseehalle - 10.200 Zuschauer), Berlin (Max-Schmeling-Halle - 10.000 Zuschauer). Hier findet auch das Auftaktspiel Deutschland gegen Brasilien am 19. Januar statt. Die Viertel- und Halbfinalspiele werden in Köln und Hamburg ausgetragen. Die Finalspiele finden alle in der Kölnarena statt.

Maskottchen

Das offizielle WM-Maskottchen heißt "Hanniball" und ist ein Hörnchen. Das WM- Organisationskomitee hatte dazu einen Namenswettbewerb ausgeschrieben und musste über 1000 Einsendungen prüfen. Eine Flut von originellen Vorschlägen wollte gesichtet und katalogisiert werden.

Der Name "Hanniball" soll Attribute wie Mut, Kühnheit, Entschlossenheit und Aktivität symbolisieren und für die Sportart Handball stehen.

Die deutsche Nationalmannschaft

Obwohl Deutschland im letzten Testspiel Ägypten mit 29 zu 30 Toren unterlag, hält Bundestrainer Heiner Brand die Generalprobe nicht für misslungen. Immerhin musste das DHB-Team den Vergleich mit Ägypten unter erschwerten Bedingungen angehen: Pascal Hens pausierte wegen einer Bauchmuskelzerrung und schmerzendem Ellenbogen, die Kreisläufer Andrej Klimovets und Sebastian Preiß passten ebenfalls, und Oleg Velyk befindet sich weiterhin in einem intensiven Rehaprogramm.

Bis zum Beginn der letzten Lehrgangstage in Halle Westfalen hofft Brand auf die Rückkehr weiterer verletzter Spieler. Wir müssen mit den verfügbaren Spielern alles versuchen. Und da ist einiges möglich, sagte Brand. Wir sind etwas gebeutelt, wollen da durch, müssen da durch und kommen da durch.


Wir drücken dem deutschen Team natürlich die Daumen.

Tagesaktuelle Informationen zur Handball- Weltmeisterschaft 2007 findest du hier.

Text: RR, 15. 1. 2007, Fotos: Axel Heimken/DHB

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