Die Handball-Europa-<br>meisterschaft 2008

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Die Handball-Europa-
meisterschaft 2008

Am 17. Januar 2008 begann in Norwegen die Handball-Europameisterschaft der Herren. 16 Mannschaften sind für die Finalrunde qualifiziert. Die Hauptrunde wird vom 22. bis 24. Januar in Stavanger (Gruppe I) und Trondheim (Gruppe II) ausgetragen. Das Finale findet am 27. Januar in Lillehammer statt.


Beim Handball treten zwei Mannschaften aus je 7 Spielern (6 Feldspieler und 1 Torwart) gegeneinander an. Das Ziel des Spiels besteht darin, den Ball in das gegnerische Tor zu werfen und somit ein Tor zu erzielen. Die Spielzeit beträgt 2 mal 30 Minuten (bei Jugendmannschaften gelten kürzere Spielzeiten). Wer die meisten Tore erzielt hat, gewinnt.

Handball = Hallenhandball

Wer heute von Handball spricht, meint den Hallenhandball. Bekannte Varianten sind der früher gespielte Feldhandball, und zum anderen der immer beliebter werdende Beachhandball.

Handball ähnliche Spiele gibt es  seit der Antike auf der ganzen Welt. Das eigentliche Handballspiel entwickelte sich aber erst um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aus verschiedenen Ballspielen. Der Lehrer Holger Nielsen entwarf 1906 die Regeln für das schwedische Handballspiel.

Als Geburtsjahr des Handballs gilt 1917, als der Berliner Oberturnwart Max Heiser ein Mannschaftsspiel für Mädchen entwickelte, damit diese sich im Spiel - wie die Jungen beim Fußball austoben konnten.

Zwei Jahre später änderte der Berliner Sportlehrer Carl Schelenz die Regeln, machte sie härter und das Spiel auch für Männer interessant. 1921 wurde die erste Deutsche Meisterschaft ausgetragen.

 

Geschichte der Handball-EM

1936 war Feldhandball in Berlin zum ersten und einzigen Mal olympische Disziplin. 1938 wurden ebenfalls in Berlin die ersten Weltmeisterschaften sowohl im Feld- als auch im Hallenhandball ausgetragen. Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Weiterentwicklung dieser Sportart. 1946 wurde die International Handball Federation IHF und 1949 der Deutsche Handballbund DHB gegründet. Von da an fanden Weltmeisterschaften im Feld- und  im Hallenhandball in unregelmäßigen Abständen, meist alle drei oder vier Jahre statt. 1966 wurde die letzte Feldhandball-WM ausgetragen. Die Hallenhandball-WM wurde zur Handball-WM und seit 1993 alle zwei Jahre veranstaltet.

Die Europameisterschaften im Handball werden erst seit 1994 ausgespielt. Sie finden im Abstand von zwei Jahren statt. Nach einer Qualifikation treffen hier die besten 16 europäischen Mannschaften aufeinander. Bei den Europameisterschaften der Herren konnte Frankreich 2006 zum ersten Mal triumphieren, nachdem es zuvor noch nie eine Medaille erringen konnte. Beim vorherigen Turnier war Deutschland erstmals Europameister geworden.

Die Europameisterschaften der Damen und der Herren werden stets separat ausgetragen, finden jedoch immer im selbem Jahr statt.

Die Europameisterschaft der Damen findet 2008 in Mazedonien statt.

Austragungsorte 2008



Fünf Städte sind Gastgeber dieser Handball-EM der Männer: Stavanger (Stavanger Idrettshall - Platz für 7.000 Zuschauer), Drammen (Drammenshallen - 4.200 Zuschauer), Bergen (Haukelandshallen - 4.200 Zuschauer), Trondheim (Trondheim Spektrum - 4.200 Zuschauer) und Lillehammer (Håkons Hall - 10.000 Zuschauer). Die Vorrundespiele der Gruppe A fanden in Stavanger, die der Gruppe B in Drammen statt. Gruppe C spielte in Bergen und Gruppe D in Trondheim. Die Hauptrunde wird vom 22. bis 24. Januar in Stavanger (Gruppe I) und Trondheim (Gruppe II) ausgetragen.

Die Finalspiele finden in Lillehammer statt. Die beiden Halbfinalspiele und das Spiel um Platz 5 werden dort am 26. Januar ausgetragen, das Spiel um Platz 3 und das Finale am 27. Januar.

Bisheriger Verlauf



Sieben Mannschaften hatten sich direkt für die Europameisterschaft qualifiziert: Titelverteidiger Frankreich, Gastgeber Norwegen sowie Spanien, Dänemark, Kroatien, Deutschland und Russland als Zweiter bis Sechster der letzten Europameisterschaft in der Schweiz.

Für die restlichen neun Startplätze mussten 32 Teams Qualifikationsspiele austragen. Zunächst spielten die 26 nicht gesetzten Mannschaften in sieben Gruppen. In den 4 Teams umfassenden Gruppen kamen die beiden besten Mannschaften weiter, in den Dreier-Gruppen nur die beste Mannschaft.Die zwölf Teams aus der Qualifikationsrunde spielten mit den 6 gesetzten Teams (Island, Polen, Slowenien, Tschechien, die Ukraine und Ungarn) in den Play-Offs die neun verbleibenden EM-Tickets aus.In der Vorrunde der EM durfte jede Mannschaft einer Gruppe genau einmal gegen jedes andere Team in der gleichen Gruppe antreten. Die jeweils besten drei Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für die Hauptrunde, die Gruppenvierten sind aus dem Turnier ausgeschieden (das waren Tschechien, Russland, Weissrussland und die Slowakei).

Wie geht es weiter?



In der Hauptrunde spielen die drei besten Mannschaften der Vorrundengruppen A und B in der Gruppe I und die drei besten Mannschaften der Gruppen C und D in der Gruppe II. Allerdings spielt nun jede Mannschaft gegen die drei Teams der anderen Vorrundengruppe. Die Ergebnisse gegen die beiden Mannschaften aus der eigenen Vorrundengruppe werden in die Hauptrunde übernommen. Die beiden besten Mannschaften einer Hauptrundengruppe qualifizieren sich für das Halbfinale, die beiden Gruppendritten bestreiten das Spiel um Platz 5.

Die deutsche Nationalmannschaft

Nach der Vorrunde steht Deutschland in der Gruppe C mit zwei gewonnenen und einem verlorenen Spiel auf dem dritten Platz. Da auch Ungarn und Spanien jeweils zwei Spiele gewonnen, nicht Unentschieden gespielt und je eines verloren hatten, haben die verbleibenden drei dieser Gruppe je vier Punkte.  Nach dem Torverhältnis steht Ungarn an erster und Spanien an zweiter Stelle.



Wir drücken dem deutschen Team natürlich die Daumen.

Tagesaktuelle Informationen zur Handball- Europameisterschaft 2008 findest du hier.

Text: RR, 21. 1. 2008, Fotos: Axel Heimken/DHB

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt