1997: PC schlägt Schachweltmeister

Berühmte Personen

1997: PC schlägt Schachweltmeister

Gari Kasparov wurde 1985 im Alter von 22 Jahren als jüngster Schach- Weltmeister berühmt und spielt seitdem eine zentrale Rolle im Schachsport. Im Mai 1997 wurde er von einem Computer besiegt.

Gari Kasparov wurde am 13. April 1963 in Baku, Aserbaidshan (ehemals Sowjetunion), geboren. Schon mit fünf Jahren begann er, Schach zu spielen und trat im Alter von zehn Jahren der Moskauer Schachschule bei, die sein außergewöhnliches Talent schnell erkannte und förderte.

In den nächsten Jahren erspielte er sich u. a. den Titel des sowjetischen Jugendmeisters, des Großmeisters und des Junioren-Weltmeisters.

Jüngster Weltmeister aller Zeiten

Im Laufe der Zeit entwickelte sich Gari Kasparov sozusagen zum Michael Schumacher des Schach, dem bekanntesten und erfolgreichsten Schachspieler aller Zeiten. Sein erstes Weltmeisterfinale gegen Anatoli Karpov, das nach fünf Monaten und 48 Partien ergebnislos abgebrochen werden musste, ging als längstes Finale in die Schachgeschichte ein.

Ein Jahr später wurde er mit nur 22 Jahren zum jüngsten Schachweltmeister. Niemand vor ihm hat den Weltmeistertitel so lange behalten wie er, ganze 15 Jahre. Erst sein ehemaliger Schüler Wladimir Kramnik konnte Kasparov im Jahr 2000 besiegen. Doch im Herbst 2003 sind wieder Weltmeisterschaften und natürlich wird Kasparov versuchen, sich seinen Titel zurückzuerobern.

Kampf gegen den Computer

Bis zum Jahr 2000 hatte Kasparov nur eine einzige Niederlage einstecken müssen: das war im Duell gegen den tonnenschweren Schachcomputer Deep Blue. Anfang des Jahres 2003 konnte Kasparov aber seine Rechnung mit der Schachcomputerwelt begleichen und seinem neuentwickelten elektronischen Konkurrenten Deep Junior ein Unentschieden abringen. Im Internet stellte sich Kasparov 1999 zu einer Schachpartie gegen die Welt und spielte vier Monate lang gegen Menschen aus 75 Ländern bis der Rest der Welt schließlich aufgeben musste.

Strategisches Denken ist gefragt

Schach ist ein relativ schwieriges, aber spannendes Brettspiel für zwei Personen, das wahrscheinlich im 6. Jahrhundert nach Christus in Nordwest-Indien entstanden ist. Beim Schachspielen kommt es darauf an, strategisch zu denken und die Spielzüge schon im Voraus zu planen. Die Spieler sind abwechselnd an der Reihe und machen je einen Spielzug, bei dem mit jeder Figur nur bestimmte Züge ausgeführt werden dürfen.

Ein Heer aus Spielfiguren

Auf dem schwarz-weiß-karierten Brett stehen sich sozusagen zwei gleich starke Heere gegenüber. Ziel ist es, den gegnerischen König schachmatt zu setzen, was so viel heißt wie gefangen zu nehmen. Weil der König die wichtigste Figur ist, heißt das Spiel auch Schach, vom persischen Wort shah für König. Das Schach-Heer besteht aus dem König und der Dame, acht Bauern, zwei Läufern, zwei Türmen und zwei Springern, die aussehen wie Pferde.

Schach ist Sport

Wenn Schach im Wettkampf gespielt wird, wird es dem Bereich Sport zugeordnet. Das kommt daher, dass die Partien oft viele Stunden dauern und die Spieler eine gute Kondition brauchen, um ihre Konzentration zu behalten. Es gibt auch eine Schacholympiade, bei denen Ländermannschaften mit je vier Spielern gegeneinander spielen. Seit 1952 hat die Sowjetunion bzw. Russland, die Heimat von Gari Kasparov, alle diese olympischen Spiele bis auf zwei gewonnen.

Wenn du dich für den Schachsport interessierst, kannst du dich auf der Seite der Deutschen Schachjugend über Vereine in deiner Nähe informieren.

ak/rr 7. 5.2007, Foto: © BONITO

Tessloffs Schachbuch - Vom ersten Zug zum Matt von Daniel King, Tessloff Verlag 2000, Gebundene Ausgabe, 64 Seiten. ISBN: 3788608048.

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