Stachelhäuter mit fünf Armen - ein Porträt

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Stachelhäuter mit fünf Armen - ein Porträt

Seesterne leben in den Tiefen des Meeres. Nur selten werden sie an den Strand gespült und damit den Blicken der Menschen ausgesetzt. Hier ein kleines Porträt über die räuberischen Allesfresser, die gar nicht so harmlos sind wie sie auf den ersten Blick ausschauen.

Von der Arktis bis zur Nordsee, von der Karibik bis zum Indopazifik die hübschen Stachelhäuter sind in fast allen Meeren anzutreffen. Dabei siedeln sie bevorzugt in Korallenriffen sowie auf Sand, Felsen und Geröll. In der Regel sind Seesterne 20 bis 30 Zentimeter groß und haben fünf Arme. Es gibt jedoch auch Exemplare, die bis zu 50 Gliedmaßen aufweisen.

Vielfältig in Farbe und Form

Forscher kennen heute etwa 850 Arten von Seesternen. Noch in 3000 Metern Tiefe leben 139 verschiedene Arten. Doch selbst in 7600 Metern Tiefe kommen die Stacheltierchen vor. Anzutreffen sind sie übrigens in den unterschiedlichsten Farben z.B. in Brauntönen, weiß, lila, gelb und grün.

Räuberische Allesfresser

Was ihre Nahrung betrifft, so sind die meisten Seesterne nicht wählerisch. Sie ernähren sich hauptsächlich von Plankton der Gesamtheit, der im Wasser umherschwimmenden tierischen und pflanzlichen Lebewesen, die nur eine geringe Eigenbewegung haben. Dazu zählen Algen und Quallen, kleinere Schnecken, Krebse und Würmer.

Muscheln knacken

Mit Hilfe seiner geschickten Saugfüße kann der Seestern sogar Muscheln erbeuten. Zu diesem Zweck ziehen seine Arme so lange an den beiden Schalen, bis die Muschel ermüdet und sich ein kleiner Spalt öffnet. Das genügt, um dem Seestern den Weg ins Muschelinnere frei zu machen.

Ungewöhnliche Verdauung

Ihre Nahrung verdauen Seesterne übrigens außerhalb des Körpers. Sie stülpen einfach ihren Magen über die Beute, sondern Verdauungssäfte ab und zersetzen das Gewebe ihres Opfers. Die verdaute Masse wird zusammen mit dem Magen wieder hineingesogen.

Kaum natürliche Feinde

Seesterne haben kaum natürliche Feinde und können deshalb bis zu vier Jahre alt werden. Nur bei wenigen Fischen und Schnecken, aber auch bei größeren Artgenossen stehen die Stachelhäuter auf dem Speiseplan. Menschen können da schon gefährlicher werden. Leider ist es immer noch ein beliebtes Souvenir, einen an der Sonne getrockneten Seestern aus dem Urlaub mitzubringen. Solltet ihr mal einen finden - legt ihn lieber wieder ins Wasser zurück. Oft sind Tiere, die man auf den ersten Blick für tot hält, nämlich noch quietschlebendig.

Nic 30.1.2003 / Foto: Mulitmar Wattforum Tönning

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