Der Mensch und das Netz des Lebens

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Der Mensch und das Netz des Lebens

Je weiter der Mensch den Raubbau an der Natur vorantreibt, desto größer wird die Gefahr einer globalen Umweltkatastrophe. Durch die Ausrottung von immer mehr Arten zerreißen immer mehr Fäden in dem Netz des Lebens, das die Erde bedeckt und von dem auch wir abhängig sind.

Irgendwann werden zu viele Arten ausgestorben sein und das Netz zerreißt. Dann wird es nur mit großem technischem Aufwand möglich sein, menschliches Leben auf der Erde zu erhalten. Und es wird viel Geld kosten, so dass wohl nur reiche Nationen und Menschen in den zweifelhaften Genuss dieses künstlichen Lebens kommen werden.

Durch blinde Umweltzerstörung schaden wir uns letztlich nur selbst. Sind wir einmal ausgestorben, nehmen andere Arten unseren Platz ein. Das große Rad der Natur dreht sich auch ohne uns weiter. Aber es wäre sehr dumm von uns Menschen, sehenden Auges in die Katastrophe zu rutschen.

Es gilt, das biblische Wort umzusetzen: Macht euch die Erde untertan, aber nicht wie ein brutaler Tyrann, der sie schamlos ausbeutet, sondern wie ein weiser Herrscher, der sich um seine Untertanen kümmert, so dass alle davon profitieren. Laut dem chinesischen Philosophen Lao-Tse ist der beste Herrscher der, den man kaum bemerkt.

Die Indianer Nordamerikas versuchten bei ihrem Umgang mit der Natur immer bis zu sieben Generationen vorauszudenken. Es wäre schön, wenn dieser Gedanke auch bei uns wieder etwas zählen würde, wenn im Geschäftsleben auch das Morgen und Übermorgen wieder mehr gelten würde.

Aber es liegt nicht nur an den Herrschern, sondern auch an uns, an jedem einzelnen, die Vielfalt der Welt zu erhalten. In den Worten Mahatma Gandhis: Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. Maßlosigkeit zählt in der Bibel zu den Todsünden, ebenso wie Geiz, der ganz und gar nicht geil ist.

Umweltschutz beginnt im kleinen: mal Radfahren oder Bus statt alleine oder nur zu zweit in einem Auto. Man muss auch nicht jede neue Handy- und Computergeneration kaufen, denn dafür werden seltene Metalle und Verbindungen wie Coltan benötigt, die zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen auch von Kindern und Jugendlichen in Afrika unter Einsatz giftiger Chemikalien gewonnen werden.

Und man kann Briefe und Emails an Abgeordnete aller Parteien schreiben, in denen man seine Gedanken schildert und sich zum Beispiel für die Förderung regenerativer Energien wie Sonne, Wind und Biogas stark macht.

Es gibt eine uralte Prophezeiung der Cree-Indianer, in der es heisst: Es kommt eine Zeit, da fallen die Vögel von den Bäumen, die Flüsse sind vergiftet, und die Wölfe sterben in den Wäldern. Dann aber werden die Regenbogenkämpfer kommen, um die Welt zu retten.

Erst wenn der letzte Baum gerodet,

der letzte Fluss vergiftet,

der letzte Fisch gefangen.

Werdet ihr feststellen,

dass man Geld nicht essen kann.

Hier findet ihr die Kinderseite der Umweltschutzorganisation Greenpeace

Text: -jj- 9.6.2006

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