WAS IST WAS TV: Katzen

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WAS IST WAS TV: Katzen

Vor Tausenden von Jahren begann das friedliche Zusammenleben von Mensch und Katze. Der Grund dafür war, dass die Menschen anfingen Getreide anzubauen und zu speichern. Das lockte Mäuse und Ratten an. Die bis zu diesem Zeitpunkt wilden und menschenscheuen Katzen hatten eine leichte Beute und siedelten sich deshalb in der Nähe von Dörfern an. Die Menschen wiederum waren froh, dass die Ernte nicht mehr von Mäuseplagen gefährdet wurden.

Die Familie der katzenartigen Tiere hat sich im Laufe von Millionen von Jahren immer weiter entwickelt. Es gibt die Kleinkatzen wie Luchs, Puma, Wild- und Hauskatze. Eine eigene Katzenart ist der Gepard (siehe Bild). Kein Tier der Welt kann schneller laufen, als dieser gefleckte Sprinter, der bis zu 100 Stundenkilometer schnell wird.

Dann gibt es noch die Großkatzen: Löwen, Tiger oder Leoparden. Der Unterschied zwischen Groß- und Kleinkatzen ist die Größe.

Ansonsten haben sie viele Gemeinsamkeiten, wie den Körperbau. Alle Katzen haben im Rückrat äußerst flexible Wirbel, die durch viele Muskeln gestützt werden. Dadurch sind Katzen extrem beweglich und wahre Kraftpakete. Der Schwanz sorgt dafür, dass sie beim Laufen, Springen oder Klettern nicht aus dem Gleichgewicht geraten.

Katzen können sich auf ihren Pfoten leise anschleichen. Und zur Verteidigung oder zum Angriff ihre scharfen Krallen ausfahren. Zudem haben sie ein kräftiges Gebiss und ausgeprägte Sinnesorgane, wie die Augen.

Katzen sehen selbst bei ganz wenig Licht. Das kommt von einem glänzenden Belag in ihrem Auge. Er wirkt wie ein Spiegel, der das Licht reflektiert und verstärkt. So sehen Katzen nachts sechs mal besser als wir Menschen. Diese lichtempfindlichen Augen müssen die Katzen bei hellem Tageslicht schützen: Sie ziehen die Pupillen zu hauchdünnen Schlitzen zusammen. Es fällt weniger Licht ins Auge und die Katze wird nicht geblendet.

Nur bei völliger Dunkelheit sehen auch Katzen nichts. Dann verlassen sie sich auf ihr ausgezeichnetes Gehör. Katzen nehmen so genannte Ultraschalltöne wahr. Diese Töne hören wir Menschen nicht mehr. Mäuse verständigen sich mit Ultraschalltönen und Katzen können sie sozusagen "abhören". Sogar während die Katze schläft, sind ihre Ohren auf Empfang gestellt.

Bei der Orientierung helfen auch die Tasthaare, sie sitzen über den Augen, seitlich oberhalb des Mauls und an den Pfoten. Sie sind bis zu 8 Zentimeter lang. Mit diesen empfindlichen Fühlern spürt die Katze feinste Bewegungen und Vibrationen und kann selbst Körperumrisse in der Dunkelheit erkennen. Das hilft bei der Jagd.

Eine weitere Jagdhilfe: ihr ausgeprägter Zeitsinn, eine Art innere Uhr, die ihnen signalisiert ob es morgens, nachmittags oder abends ist. So jagt eine Katze immer zu ganz bestimmten Zeiten am Tag, damit sie in einem Jagdrevier nicht einer anderen Katze in die Quere kommt.

Während Hauskatzen alleine auf die Jagd gehen, jagen manche freilebende Großkatzen auch in Gruppen oder Rudeln. Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie Erfolg haben. Alle Großkatzen fressen gerne Wild und Huftiere. Sobald sie ihr Opfer erspäht haben, versuchen sie sich unauffällig und lautlos anzupirschen.

Sie vermeiden jede Bewegung, die das Opfer beunruhigen könnte. Wenn der Gepard sicher ist, sein Opfer packen zu können, nimmt er die Verfolgung auf. Schließlich wirft sich der Gepard auf seine Beute und tötet es mit einem gezielten Biss in den Hals. Dann sucht er einen sicheren Platz aus, wo er sie ungestört fressen kann. Überall lauern andere Tiere wie Hyänen, die etwas abhaben wollen.

Nicht immer ist die Jagd erfolgreich, denn Großkatzen sind keine ausdauernden Läufer. Wenn sie lange hinter anderen Tieren herlaufen müssen, geben sie oft auf. So können Gazellen mit geschickten Zickzackläufen selbst den Geparden entwischen. Denn die laufen zwar sehr schnell, aber eben nicht über einen langen Zeitraum.


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