Totenkopfäffchen

Es ist morgens um 9 Uhr. Kaum jemand hat sich auf den Weg in den Tiergarten gemacht. Schlechtes Wetter war angesagt und viele Besucher sind zuhause geblieben. Ihr Pech, denn jetzt verpassen sie das morgendliche Erwachen im Zoo, bei strahlendem Sonnenschein. Alle Tiere, die Gelegnheit haben liegen in der Sonne, dösen noch vor sich hin oder putzen sich gegeneinander.

Wer sich trotz Schlechtwettervorhersage in den Tiergarten verirrt hat, der wird sofort belohnt: Gleich an der ersten Anlage auf der rechten Seite muss er sicher stehen bleiben. Denn da sind die Totenkopfäffchen bei der Morgentoilette. Sie quicksen, zupfen sich, lassen sich von den Zweigen hängen. Auf der Hängebrücke zwischen Giraffenhaus und ihrer Freianlage sitzen sie begeistert in der Sonne, spielen und lausen sich.

Das Totenkopfaffen-Gehege

Die wundervolle Freianlage gibt den Besuchern Gelegenheit die kleinen Totenkopfaffen hautnah zu beobachten. Die Anlage war eine Idee der Mitarbeiter des Tiergartens und entstand vor fünf Jahren. Die Tierpfleger errichteten diese natürliche Anlage mit viel Wasser, Bäumen, Büschen, Steinen und Schlupfwinkeln sowie der spannenden Hängebrücke in ihrer Freizeit. Und die kleinen Äffchen waren sofort begeistert und gewöhnten sich sehr schnell an ihr neues Zuhause. Obwohl sie ohne weiteres davonlaufen könnten, bleiben sie lieber in ihrem eigenen Terrain!

Ihre Eigenschaften

Totenkpfäffchen leben in Südamerika. Die Gruppe des Tiergartens stammt aus Bolivien. Dort leben sie in der mittleren Baumregion von Trocken-, Feucht- und Regenwäldern. Sie ernähren sich von Früchten und Insekten. Und wenn ihr die kleinen Kerle sie werden nur 30 bis 35 cm groß - genau beobachtet, dann fällt euch sicher ihre Besonderheit auf: Ihr langer Schwanz dient ihnen nur zum Balancieren. Die Äffchen können damit nicht greifen.

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