Schneeleoparden die seltensten Raubtiere der Welt

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Schneeleoparden die seltensten Raubtiere der Welt

Schneeleoparden leben in den Gebirgen Zentralasiens, etwa im Himalaya. Leider sind sie in freier Wildbahn fast ausgerottet. Ihr Bestand ist auf etwa 4.500 bis 7.500 Individuen zurückgegangen. Damit sind die Schneeleoparden die seltensten Raubtiere der Welt.

Deshalb ist die Nachzucht dieser seltenen Art in Zoos besonders wichtig. Am 12. Mai 2004 kamen drei Schneeleopardenschwestern aus dem Zoo in Krakau (Polen) in den Nürnberger Tiergarten. Hier werden die einjährigen Tiere für die nächsten Jahre bleiben und später im Rahmen eines Zuchtprogrammes hoffentlich Junge bekommen. Weltweit leben etwa 600 Schneeleoparden in Zoos.

Hoch hinaus das Gebirge als Lebensraum

Schneeleoparden sind in den Gebirgsregionen von zwölf asiatischen Ländern zu Hause. Dazu gehören Kirgisistan, die Mongolei, Indien und Nepal sowie Afghanistan, Nordindien und Tadjikistan. Sie können in Höhenlagen von bis zu 6000 Metern leben, im Winter folgen sie jedoch ihren Beutetieren in niedrigere Regionen (bis 1600 Meter Höhe). Zu diesen gehören Steinböcke, Wildschafe, Ziegen, Hasen, Wildschweine und auch kleinere Nagetiere.

Um in den Bergen gut voran kommen zu können, müssen Schneeleoparden gute Kletterer sein. Sie können auch weit springen. Einmal wurde ein Schneeleopard bei einem 15 Meter weiten Sprung von einem Felsen zum nächsten beobachtet.

Tiefer Schnee behindert die Tiere bei der Jagd. Deshalb nutzen sie bestimmte Pfade, die sie selbst ausgetreten haben, immer wieder. Fällt jedoch zu viel Schnee, müssen sie sich in sonnigere Gegenden zurückziehen.

Schneeleoparden halten sich gern in Schluchten und an Steilhängen auf. Solche Zonen bietet Schutz zum einen dem Leoparden selbst, zum anderen aber auch seinen Beutetieren, die sich hier verstecken wollen bis er sie aufspürt.

Große Reviere für einen allein?

Nicht gerade überschaubar sind die Gebiete, die ein Schneeleopard durchstreift. Allerdings überlappen sich die Reviere verschiedener Katzen. Normalerweise sind Schneeleoparden Einzelgänger, zur Paarungszeit von Januar bis März bleiben sie jedoch als feste Paare zusammen.

In der Regel bringen die Weibchen zwei bis drei Junge zu Welt, die noch etwa ein halbes Jahr lang gesäugt werden. Schon nach drei Wochen beginnen sie jedoch auch, Fleisch zu fressen. Geschlechtsreif werden die Großkatzen erst mit drei Jahren. So lange bleiben sie normalerweise bei ihrer Mutter.

Begehrte Felle schwieriger Schutz der Schneeleoparden

Schneeleoparden müssen extreme Temperaturschwankungen von 40 Grad im Winter bis +40 Grad im Sommer ausgleichen. Ihr Fell ist dafür in einzigartiger Weise geeignet. Außerdem ist es durch seine gefleckte Musterung auf dem grau-beigen Untergrund auch sehr hübsch anzusehen. Aus diesen Gründen sind die Schneeleopardenfelle sehr begehrt.

Zwar ist die Jagd dieser seltenen Tiere schon längst verboten, aber Wilderer halten sich nicht an die Gesetze, zumal, wenn sich mit dem Verkauf der Felle viel Geld machen lässt. Ein zusätzliches Problem ist, dass die Länder, in denen Schneeleoparden leben zum großen Teil sehr arm sind und gleichzeitig sehr problematische politische Systeme haben, in denen sich Tierschutzgesetze gar nicht oder nur sehr schwer durchsetzen lassen.

Wirst du Schneeleopard-Pate?

Die Naturschutzvereinigung NABU hat eine Initiative zum Schutz der Schneeleoparden ausgerufen. Dort könnt ihr zum Beispiel die Patenschaft für einen Schneeleoparden übernehmen.

Mehr dazu unter http://www.schneeleopard.de/.

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