Neue Lebensräume für Wildschweine

Berühmte Personen

Neue Lebensräume für Wildschweine

Unter einem Wildschwein stellt man sich normalerweise ein träges, faules Tier vor welches sich den ganzen Tag im Schlamm wälzt und nur futtert. Doch weit gefehlt, die Tiere sind nicht nur schnell, sondern auch richtig gefährlich und jetzt kommen sie auch in unsere Städte...


Nahrung der Tiere

Wildschweine fressen meistens alles was ihnen vor die Schnauze kommt, normalerweise verzehren sie Pflanzen, Wurzeln, Nüsse und Früchte. Manchmal kommen sie aber auch an Fleisch, als Allesfresser greifen sie dann natürlich zu, Eicheln gelten aber als Lieblingsnahrung der Wildschweine. Eine ernste Bedrohung stellen Wildschweine auf Futtersuche für Bauern da, auf Feldern richten sie nämlich oft enorme Schäden an, oft verwüsten sie ganze Landstriche auf ihrer Suche nach Nahrung, dementsprechend sind sie natürlich sehr unbeliebt bei Feldarbeitern.

Lebensraum

Das Wildschwein besiedelt ganz Europa, große Teile Asiens und sogar einige asiatische Inselgruppen. Ursprünglich kam das Wildschwein von den Britischen Inseln, mittlerweile gibt es rund 20 Unterarten und es bevölkert praktisch die halbe Welt, aber das Tier wurde schon seit Jahrhunderten von Menschen gejagt, so waren bis zum 19. Jahrhundert weite Landstriche wildschweinfrei, erst im 20. Jahrhundert konnten sich Wildschweine wieder langsam verbreiten. Doch die Wildschweine schaffen sich scheinbar direkt neue Lebensräume,

immer mehr wird in den Medien von Wildschweinen in den Städten berichtet, dort richten die Tiere verheerende Schäden an. Verwüstete Parks und umgekippte Mülltonnen sind z. B. Schäden welche durch Wildschweine verursacht werden. Fütterungen sind von der Politik strengsten untersagt worden, auch dürfen die Tiere nicht einfach in Städten geschossen werden.

Sozialverhalten

Wildschweine sind soziale Tiere, welche man meistens in kleinen Gruppen trifft, meistens trifft man eine Bache (Wildschweinmutter) mit ihren Frischlingen (junge Wildschweine), die Männchen sind oft Einzelgänger tragen aber in Gruppen durchaus zum Schutz der anderen bei und helfen sich gegenseitig. Wenn verschiedene Wildschweingruppen aufeinander treffen gehen sie meistens auf der Stelle auseinander, zu Kämpfen kommt es nur in sehr seltenen Fällen. Bei der Geburt von Jungtieren baut die Bache sorgfältig ein Nest, dabei wird meist ein sonniger Platz gewählt, wo möglichst wenig Feuchtigkeit hinkommt. Durchschnittlich kommen etwa 7 Jungtiere zur Welt. Die Aufzucht der Frischlinge dauert meist nur etwa ein bis drei Wochen, oft suchen sich die Tiere dann eine neue Gruppe welcher sie beitreten können.

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt etwa 4 Jahre, das hängt damit zusammen das meist nur 10% der Jungtiere überleben. Allerdings sind Wildschweine aber erst zwischen 5 7 Jahre körperlich richtig ausgewachsen. Deutlich höher liegt die Lebenserwartung in Zoo´s und Wildparks, dort beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung bis zu 20 Jahre.

Verhalten gegenüber Wildschweinen

Dadurch, dass Wildschweine nun auch in den Städten aktiv sind, empfiehlt es sich ganz besonders aufzupassen, man muss genau wissen wie man sich richtig verhält.

Besonders wichtig ist es erst einmal sich so ruhig wie möglich zu verhalten, auf keinen Fall sollte man sich zu hektisch bewegen, erst Recht wenn ein Jungtier vor einem steht sollte man vorsichtig sein, denn wo ein Jungtier ist, ist eine Bache nicht weit. Wenn man sich schleichend wegbewegt sollte man den Tieren ohne Probleme entkommen können, ernst wird es erst wenn die Tiere rennen, dann sollte man selbst auch zu sprinten beginnen, wichtig ist es dann sich zu großen Baumstämmen zu bewegen, kurz bevor das Tier da ist sollte man dann zur Seite springen, so das es genau gegen den Baum rennt, wenn das Tier dann noch nicht flüchtet muss man weiter agieren und das gleiche so oft probieren, bis das Tier endlich abhaut.

Mehr über Wildschweine erfährst du in unserem WAS IST WAS Band 13: Wilde Tiere.

Bilder: Wikipedia, NASA, Alois Bembel, GNU-FDL, Dave Pape, GNU-FDL  Autor: Christian Rosenbauer

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt