Keine Panik!

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Keine Panik!

Vor 55 Jahren wurde Douglas Adams geboren. Bekannt wurde er als Schöpfer einer fünfteiligen Trilogie in vier Bänden, nämlich des intergalaktischen Reiseführers Per Anhalter durch die Galaxis. Adams liefert darin besten englischen Humor, schrieb aber auch populärwissenschaftliche Bücher wie Die letzten ihrer Art, das von aussterbenden Tieren der Erde berichtet.

Douglas Noël Adams wurde am 11. März 1952 in Cambridge in Großbritannien geboren. Als er fünf Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden. Auf der Schule interessierte er sich sehr für Naturwissenschaften und begann mit ersten literarischen Versuchen.

Mitschüler und Lehrer zeigten sich begeistert von seinen Texten und er gewann seinen ersten Literaturwettbewerb. Ein Englisch-Lehrer vergab an Adams die einzige 1+ in seiner Lehrerlaufbahn. Daran erinnerte sich Adams immer wieder, wenn er Schreibblockaden hatte.


Douglas Adams beim Signieren in London im Jahr 2000, einer seiner letzten öffentlichen Auftritte.

Adams und die Pythons

Er begann, in Cambridge Englisch  zu studieren. Dabei kam er auch mit mehreren studentischen Komödiantengruppen in Kontakt. Auch hatte er intensive Kontakte zur späteren Monthy Python Gruppe, berühmt durch Die Ritter der Kokosnuss oder Das Leben des Brian. Während des Studiums unternahm er ausgedehnte Reisen per Anhalter durch Europa und die Türkei.

Inspiration auf der Wiese

Während er 1971 in Innsbruck einen Frühschoppen zu sich genommen hatte und angetrunken auf einer Wiese lag, las er in einem Buch mit dem Titel Per Anhalter durch Europa. Dabei kam ihm die Idee zu seinem bekanntesten Werk, Per Anhalter durch die Galaxis. 1978 wurde der Anhalter erstmals von BBC Radio 4 ausgestrahlt. Später machte Adams daraus eine Buchreihe. Zunächst erschienen in den 1980ern die drei Bände Per Anhalter durch die Galaxis, Das Restaurant am Ende des Universums,  sowie Das Leben, das Universum und der ganze Rest. Es folgte Machts gut und danke für den Fisch sowie 1992 der letzte Teil Einmal Rupert und zurück.

Keine Panik!

Im Anhalter geht es um Arthur Dent, der von seinem Freund Ford Prefect gerettet wird, als die Erde von Vogonen zerstört wird, um Platz für eine intergalaktische Hyperraumstraße zu schaffen. Arthur stellt erstaunt fest, dass sein Freund Ford ein Außerirdischer ist, der ein intergalaktisches Nachschlagewerk verfassen soll, aber auf der Erde hängen geblieben ist. Zu den wichtigsten Ratschlägen des Reisführers durch die Galaxis gehört die Aufforderung, Ruhe zu bewahren: Keine Panik!, groß auf den Schutzumschlag gedruckt.

Außerdem sollte der erfahrene Weltraumreisende immer ein Handtuch bei sich tragen: " (...) man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist."

 

Viele weitere skurrile Personen bevölkern das Universum von Douglas Adams, etwa der doppelköpfige Zaphod Beeblebrox, der gelegentlich Präsident der Galaxis ist und Kommandant des Raumschiffs Herz aus Gold mit Unwahrscheinlichkeitsantrieb. Außerdem gibt es noch den depressiven Roboter Marvin, sowie Türen, die sich bedanken, wenn sie sich haben öffnen und schließen dürfen.

Der Sinn des Lebens

Nicht zuletzt beantwortet Adams in seinem Buch die Fragen nach dem Sinn des Lebens und überhaupt allem. Die Antwortet lautet: 42. Diese Zahl als Antwort führt seither ein Eigenleben, ist zu einem literarischen Running Gag geworden, dem auch in der echten Welt immer wieder Tribut gezollt wird. Überhaupt inspirierten viele Elemente aus Adams Anhalter-Büchern Forscher und Wissenschaftler.


Zu Adams Gedenken findet jedes Jahr am 25. Mai der so genannte Towel Day (Handtuchtag) statt.

Der Babelfisch, der im Anhalter alles Sprachen des Universums ineinander übersetzen kann und sich ins Ohr heftet wurde zum Namenspatron für die gleichnamige Software von Alta Vista. Im TIFF-Fotostandard werden die Daten in einer 42-er Reihenfolge verarbeitet. Und der Taschenrechner von Google liefert die entsprechende Antwort, wenn man ihn nach Dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest fragt (Link am Ende des Artikels).

Adams lieferte noch viele andere Arbeiten neben dem Anhalter ab. Er schrieb mehrere Folgen für die Fernsehserien Dr. Who, Dr. Snuggles, entwickelte die Figur des Dirk Gently und seiner holistischen Detektei und schrieb schließlich das populärwissenschaftliche Buch Die letzten ihrer Art, in dem er Reisen zu bedrohten Tierarten unternahm.

1999 zog Adams nach Kalifornien um die Verfilmung des Anhalters voranzutreiben. 2001 starb er an einem Herzinfarkt im Fitnesstudio. Zwei Tage zuvor wurde offiziell ein Asteroid nach der Hauptperson aus dem Anhalter Arthurdent genannt.

  

Hier gibts die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens

Text: -jj- 2.3.2007//Bilder: Signierend: moosezone/cc-by-sa; 42: Martinultima/GFDL; Handtuchflagge: Ammit/PD;

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