Keine Panik vor Fledermäusen im Wohnzimmer

Es passiert im August: dann werden die Flattermäuse flügge und begeben sich auf Wohnungssuche.

Dabei kommt es immer wieder vor, dass die Fledermäuse noch etwas orientierungslos sind und sich verirren. Zum Beispiel in eurem Wohnungszimmer. Jetzt nur keine Panik kriegen, es kann nämlich kaum etwas passieren und am meisten Angst hat sowieso das kleine Flattertier.

Bei den Schwärmen, die in der Dämmerung am liebsten unterwegs sind, handelt es sich um junge Tiere, die allmählich selbständig werden und eine eigene Behausung suchen.

Wenn möglich, solltet ihr die verirrten Tiere nicht einfach anfassen. Denn erschrockene Fledermäuse können natürlich auch zubeißen. Dann ist es auf jeden Fall klug, einen Arzt zu besuchen, weil die kleinen Tierchen auch Überträger von Tollwut sein können - das ist zwar in Deutschland bisher nur sehr selten vorgekommen, aber man sollte bei einem Biss sicherheitshalber auf jeden Fall zum Arzt und sich gegebenenfalls auch impfen lassen.

Hat sich so eine Fledermaus bei euch im Zimmer verirrt, gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder Hilfe holen über den Fledermaus-Notruf (SOS-Nottelefon 0179-4972995) oder ihr werdet selbst aktiv. In aller Regel hilft es schon, die Fenster ganz weit zu öffnen, alle Lichter zu löschen und abzuwarten. Die nachtaktiven Tierchen, finden dann ganz alleine den Weg nach draußen.

-sw-23.08.01

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