Advents-Gewinnspiel: Der Berggorilla - bedrohter Riese im Regenwald

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Advents-Gewinnspiel: Der Berggorilla - bedrohter Riese im Regenwald

Der lateinische Fachbegriff für den Berggorilla ist Gorilla beringei beringei. Der beeindruckende Menschenaffe lebt in den von Wolken bedeckten Regenwäldern, unterhalb der alpinen Zonen Afrikas. Sein Streifgebiet liegt im Grenzgebiet der Virunga-Vulkane zwischen der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Uganda und im südwestlichen Uganda im Bwindi-Wald auf einer Höhe von 2.200 bis 4.000 Meter. Dieser Lebensraum beherbergt einige der bedrohtesten Tierarten, die wegen der Rodung der Wälder sehr gefährdet sind. Zu ihnen zählt auch der Berggorilla, der nur in diesem Gebiet zu finden ist.

Ein Berggorilla-Männchen im Wald.


Eigenschaften des zotteligen Gesellen



Der Berggorilla hat ein langes, zotteliges Fell. Er benötigt diesen Wärmeschutz, weil er sich bis auf eine Gebirgshöhe von bis zu 4.000 Metern bewegt und dort kann es sehr kalt werden. Nur sein Gesicht, seine Hände und Füße sowie die Brust des Männchens sind ohne Fell. Die Füße der Berggorillas sind viel besser zum Laufen als zum Klettern geeignet, weil die Tiere viel mehr Zeit am Boden als die meisten anderen Menschenaffenarten verbringen. Ein Männchen kann aufrecht etwa 1,75 Meter groß sein und bis zu 200 Kilo schwer werden. 

Berggorillas ernähren sich ausschließlich von Pflanzen.



Ein echter Vegetarier



Im Regenwald streifen die Berggorillas auf einem Gebiet von 400 bis 800 Hektar umher und suchen einen Futterplatz nach dem nächsten auf. Auf dem Speiseplan stehen vor allem grüne Pflanzenteile: Blätter, Triebe und Halme von Bambus, aber auch Früchte, Wurzeln, weiche Borke oder Pilze. Ein ausgewachsenes Männchen frisst täglich rund 30 Kilogramm Pflanzen, ein weibliches Tier rund 18 Kilogramm.

Berggorillas leben in einem klar strukturierten Verband.



Ein geselliges Familientier

Der Berggorilla braucht seine Gruppe, die bis zu 40 Tiere umfassen kann. In ihr herrschen feste Strukturen: Der Chef einer Berggorillagruppe ist ein starker, dominanter Silberrücken, das Fell am Rücken eines ausgewachsenen Männchens wird mit dem Alter immer silberner, er ist zumeist auch der Vater aller Jungen. Das Weibchen bleibt bis zum Tod ihres Partners bei ihm. Die Jungen leben mit ihrer Mutter bis sie nach etwa vier Jahren wieder Junge bekommt. 

Haben sich die Gorilla-Weibchen einmal einem Partner angeschlossen, bleiben sie ihr Leben lang bei ihm.  

Ganz normaler Alltag

Den Tagesablauf der Berggorillas in den Virunga-Vulkanen kann man in vier Abschnitte einteilen: Morgens wird gefressen, am späten Vormittag und Mittag geruht, nachmittags wieder gefressen nachts wieder geschlafen. In der Dämmerung sucht sich die Gorillagruppe einen Platz zum Schlafen: Die erwachsenen männlichen Tiere legen sich auf den Boden, die Weibchen und Jungen geschützter in die Bäume. Jedes Weibchen teilt sein Nest mit dem jüngsten Nachwuchs.

Bei Sonnenaufgang gegen 6.00 Uhr verlassen die Tiere meist ihre Schlafstellen. Doch auch die Menschenaffen reagieren auf das Wetter: Ist es kalt und bewölkt, bleiben sie auch länger im Nest. Besonders wichtig für das Sozialleben der Berggorillagruppe ist die Mittagsruhezeit, denn pflegen die Tiere ihre Beziehungen, lausen sich und die Jungtiere können ungestört spielen.


Das Lausen gehört zum Sozialleben der Affen dazu.


Männliche Droh- und Machtgebärden

Um die Aufmerksamkeit von empfängnisbereiten Weibchen zu erregen, schreien die Männchen und trommeln auf ihre Brust. Sie schlagen mit Pflanzen oder springen herum. Laut wird es auch, wenn ein Gorilla sich verteidigt. Dann stößt er eine Art Bellgeräusch aus. Hat er damit keinen Erfolg, schreit er. Dann richtet er sich voll auf und trommelt an seine Brust. Hilft das auch nichts, wirft er mit Pflanzen und schließlich schlägt, tritt und beißt er seinen Gegner. Für den Angreifer kann es also durchaus gefährlich werden.

Berggorilla-Weibchen beschützen ihre Jungen auch vor den Menschen. Eine Begegnung mit ihnen kann durchaus gefährlich enden!


Schutz vor den Menschen

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts wurde deutlich, dass die Berggorillas bald vom Aussterben bedroht sein würden, da damals schon große Regenwaldgebiete abgeholzt wurden. 1925 gründete der belgische Prinz Albert den Albert-Nationalpark, der heute Virunga-Nationalpark heißt. Belgien beherrschte damals noch das afrikanische Land als Kolonialmacht. In dem Gebiet im Osten der heutigen demokratischen Republik Kongo, an der Grenze zu Ruanda und Uganda, sollten vor allem Gorillas geschützt werden. Der Albert Nationalpark war der erste Nationalpark in Afrika.

In dem Park lebt eine einzigartige Vielfalt an Tieren. Doch seit 1994 steht das Areal auf der Liste des gefährdeten UNESCO-Weltkulturerbes. Durch den Krieg in dieser Region und der daraus resultierenden, kaum endenden Flüchtlingswelle wurde viel Brenn- und Bauholz benötigt. Der Regenwald wurde abgeholzt und viele Tiere, wie zum Beispiel Nilpferde, als Nahrung getötet. Durch das Zerstören des Regenwaldes sind die Berggorillas in größter Gefahr. Man geht davon aus, dass im Gebiet der Virunga-Vulkane und dem Bwindi-Wald, wo die Berggorillas leben, nur noch rund 700 Exemplare zu finden sind!

Und nun unsere Frage: Wie heißt der afrikanische Nationalpark, den der belgische Prinz Albert 1925 gründete, heute? Bitte schickt die Antwort schnell mit Betreff "Tiefsee Gewinnspiel" an redaktion@wasistwas.de.

Noch ein Hinweis: Bitte schreibt auch eure Postadresse für den Fall dazu, dass Ihr gewinnt. Keine Angst - die Adressen werden nicht gespeichert oder für andere Zwecke gebraucht.   

Der glückliche Gewinner darf sich über einen Band 90 "WAS IST WAS Grüner Schatz der Erde" freuen. Unter allen richtigen Einsendungen entscheidet das Los!

Lösung: Virunga-Nationalpark

Gewonnen hat:


Christin N. aus Berlingerode


Dein Preis wird Dir in den nächsten Tagen zugeschickt!

-ab-27.05.2009 Text / Fotos: Digital Vision. 

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt