Popcorn: Schon die Indianer liebten Puffmais

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Popcorn: Schon die Indianer liebten Puffmais

Popcorn und Kino gehören zusammen wie der Wind und das Meer. Die USA werden als Geburtsland des beliebten Snacks betrachtet, doch das ist nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich ließen schon die Indianer in Nord- und Südamerika Mais aufpoppen, um ihn zu essen oder ihre Kleidung damit zu verzieren. Mediziner der Azteken warfen Puffmais ins Feuer, um anhand von Form und Flugrichtung die Zukunft vorherzusagen.

Bei Ausgrabungen auf dem amerikanischen Kontinent wurde mehr als 5000 Jahre alter Puffmais gefunden. In peruanischen Gräbern entdeckten Archäologen sogar Körner, die sich 1000 Jahre so gut gehalten hatten, dass sie sich bei Hitzezufuhr in Popcorn verwandelten. Die Tatsache, dass Puffmais eine beliebte Grabbeigabe war, legt den Schluss nah, dass er im Speiseplan der Indianer einen hohen Stellenwert hatte.

Gesunder Snack

Tatsächlich ist Puffmais wenn er nicht zu stark gezuckert oder gesalzen ist, gesund, weil er viele Ballaststoffe und B-Vitamine enthält und noch  dazu wenige Kalorien hat. Schon Christoph Kolumbus kam in den Genuss von Popcorn, als er den amerikanischen Kontinent entdeckte und Kontakt zu den Ureinwohnern herstellte. Zunehmend verbreitet wurde Popcorn aber erst, als es ein indianischer Häuptling zum Erntedankfest an weiße Siedler verschenkte.   

Kein Kino ohne Popcorn



Mit dem Siegeszug des Kinos ab 1930 wurde Popcorn in den USA immer populärer. Heute findet man fast in jedem Kino der Welt eine Popcornmaschine mit dem landestypischen Geschmack. In Deutschland wird das Popcorn gerne süß geknabbert, in Amerika dagegen salzig und gebuttert. Auf dem amerikanischen Kontinent liebt man Popcorn sogar so sehr, das man ihn in Ketten als Schmuck an den Weihnachtsbaum hängt.   



Warum macht es "plopp"?


 Um Popcorn herzustellen, eignet sich nur spezieller Puffreis, der eine besonders feste und harte Schale hat. Doch warum macht es irgendwann plopp, wenn man Puffmaiskörner erhitzt? Schuld ist der hohe Wasseranteil im Inneren eines Maiskorns. Hohe Temperaturen führen dazu, dass das flüssige Wasser in Wasserdampf übergeht. Es baut sich enormer Druck auf, weil sich der Wasserdampf, der mehr Raum benötigt als flüssiges Wasser, ausbreiten möchte, durch die harte Schale des Maiskorns aber daran gehindert wird. 

Ab etwa 100 Grad Celsius beginnt die stärkehaltige Masse im Inneren des Korns immer mehr auszubreiten. Zwischen 170 und 200 Grad kann die Schale dem Druck nicht mehr standhalten: Das Maiskorn explodiert und das Wasser verdampft schlagartig. Herausgeschleudert wird weißer, getrockneter Stärkeschaum, an dem häufig noch ein goldgelber Rest der aufgeplatzten Schale klebt Popcorn!

Popcorn selbstgemacht - in der Mikrowelle...



Ihr wollt selbst Popcorn machen? Das geht am einfachsten in der Mikrowelle. Im Handel sind bereits vorgefertigte Beutel in süßer und salziger Variante erhältlich. Innerhalb von 2 Minuten habt ihr frisches Popcorn und müsst danach nicht mal die Küche putzen. Ein Tipp am Rande: Haltet euch genau an die angegebenen Zeiten! Lasst ihr den Beutel nur einige Sekunden zu lange in der Mikrowelle, verkohlt der Inhalt.

...oder im Topf

Die klassische Variante ist natürlich auch möglich. Dazu Sonnenblumenöl in eine Pfanne oder einen Topf gießen, bis der gesamte Boden bedeckt ist. Nun das Öl stark erhitzen und dann die Puffmaiskörner hinzugeben. Legt auf jeden Fall einen Deckel auf, denn das Popcorn entwickelt eine gehörige Springkraft! Nun das Popcorn leicht abkühlen lassen, nach Belieben mit Salz bzw. Zucker und/oder Zimt würzen und drauf los knabbern. Guten Appetit!

Nic 19.4.2012 / Fotos: pd

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