Die Blume des Jahres

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Die Blume des Jahres

Seit 1980 wählt Loki Schmidt, Ehefrau des Alt-Bundeskanzlers Helmut Schmidt, jährlich eine "Blume des Jahres". Die "Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen" will damit auf bedrohte Lebensräume aufmerksam machen. Bisher wurden 21 Pflanzen zur "Blume des Jahres" ernannt.

Der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum) ist die Blume des Jahres 2001. Die Blume ist auch als Blutstorchschnabel bekannt.

Diese schöne Pflanze ist ein Symbol und steht für den bedrohten Lebensraum Waldrand», sagte Loki Schmidt anlässlich der Bekanntgabe in Hamburg.

Loki Schmidt ist Vorsitzende der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen. Sie stellte bereits zum 21. Mal die «Blume des Jahres» vor, die sie selbst aussucht.Mit dieser Initiative wolle sie "die Leute wachrütteln".

Die Blume wird bis zu 30 Zentimeter hoch und endet in einer karminroten Blüte von bis zu drei Zentimetern Durchmesser. Heimisch ist die «Blume des Jahres 2001» in ganz Europa. In Deutschland wächst sie überwiegend an den Rändern lichter Trockenwälder der Mittelgebirge, im Norden findet man sie nur selten.

Im Wurzelstock enthält die Pflanze Gerbstoffe, die blutstillend wirken. Außerdem enthält der Blut-Storchschnabel auch einen Bitterstoff. Auf diese frühere Verwendung als Heilpflanze bezieht sich auch der deutsche Artname nicht auf die Farbe.

Die eigenartig geformten Früchte haben den Storchschnabelgewächsen ihren Namen gegeben. Sie erinnern an Vogelköpfe mit langen Schnäbeln. Eine Frucht besteht aus fünf kleineren Teilfrüchten, die je mit einer langen Granne an der Mittelsäule festgewachsen sind. Diese Grannen lösen sich bei der Reife, biegen sich ruckartig nach oben und schleudern dadurch die Samen meterweit fort.

Seit langem wird die zarte Blume auch als Gartenpflanze kultiviert. Deshalb hat der Bund Deutscher Staudengärtner den Blutroten Storchschnabel zur "Staude des Jahres 2001" erklärt. Zur Familie der Storchschnabelgewächse gehören auch die Pelargonien. Diese wohl bekanntesten Balkonblumen stammen aus Südafrika und werden fälschlicherweise meist als Geranien bezeichnet.

Die ausgewählten Pflanzen der vergangenen zehn Jahre:

1990: Sandköpfchen

1991: Rosmarinheide

1992: Sonnentau

1993: Schachblume

1994: Breitblättriges Knabenkraut

1995: Trollblume

1996: Echte Küchenschelle

1997: Silberdistel

1998: Krebsschere

1999: Sumpfdotterblume

2000: Purpurblauer Steinsame

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt