Vor 475 Jahren: Die zweitgrößte Insel der Welt<br>entdeckt - Neuguinea

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Vor 475 Jahren: Die zweitgrößte Insel der Welt
entdeckt - Neuguinea

Im Jahre 1526 entdeckte der Seefahrer Jorge des Menses als erster Europäer Neuguinea. Sie ist nach Grönland die zweitgrößte Insel der Erde. Bis zum heutigen Tage leben dort ungefähr 800 verschiedene Urvölker. Deswegen hört man auf der Fläche von 462 840 km² auch 1000 unterschiedliche Sprachen und Dialekte.


Neuguinea liegt im westlichen Pazifik. Es gehört zum australischen Kontinent und ist für seine großen sprachlichen und kulturellen Unterschiede bekannt: Die 4 702 000 Bewohner setzten sich zu einem bunten multi-religiöses Potpourri zusammen: Es gibt Protestanten (58.4%), Katholiken (32.8%) Anglikaner (5.4%) örtliche (2.5%) Baha`i (0.6%) und andere (0.3%) Religionszugehörigkeiten.


Die Geschichte

Man nimmt an, dass bereits 40.000 Jahre vor Christus Naturvölker aus Südostasien die dichtbewaldete Insel besiedelten. Im Jahre 1511 wurden zum ersten Mal portugiesische Seefahrer auf Neuguinea aufmerksam. Allerdings betraten sie das entdeckte Land nicht. Erst 15 Jahre später setzte der Portugiese Jorge de Menses als erster Europäer den Fuß auf neuguinesischen Boden. Bereits ein Jahr später nahmen die Spanier die Insel in Besitz und tauften sie Nueva Guinea.

Die reichhaltigen Schätze der Insel wie Gold, Silber, Edelhölzer oder Kokosnüsse und Kautschuk zogen schon bald geschäftstüchtige spanischer Kaufmänner an. Der Handel mit Europa florierte.



Das erweckte auch bei anderen europäische Kolonialmächten den Wunsch sich im rohstoffreichen Pazifik-Mekka zu bedienen. 1660 versuchte die niederländische Ostindienkompanie vergeblich die Insel zu besetzten. 1770 ging der Engländer James Cook, der schon die Nordinseln Neuseelands und die Ostküste Australiens für die britische Krone in Besitz genommen hatte, vor Neuguinea Anker. Wenig später bauten britische Händler Tee und Kaffeeplantagen an, so dass die Engländer bereits 1793 dort das Handelsmonopol hatten.



1828 besetzten die Niederländer, nun erfolgreich, den Westteil der Insel. 1883 nahm sich auch das Deutsche Kaiserreich seinen Platz an der Sonne und beanspruchte den nordöstlichen Teil Neuguineas für sich. Vier Jahre später erklärten dann die Briten den südöstlichen Teil zur Kronkolonie British- Neuguinea. 1906 gab England seine Kolonie, die nun in Papua umbenannt wurde, unter australische Verwaltung. Die Deutschen mussten während des ersten Weltkrieges ihre Kolonie aufgeben.



1975, am 16. September, wurde Papua Neuguinea (bestehend aus dem Ostteil der Insel Neuguinea, dem Bismarck Archipel, der Inseln Bougainville und Buka sowie 600 kleineren Inseln) unabhängig. Die britische Königin blieb Staatsoberhaupt der unabhängigen parlamentarischen Monarchie.

IRI-24.7.01

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