Salü, Schwyz!

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Salü, Schwyz!

Berge soweit das Auge reicht findet man im Alpenstaat Schweiz. Hier gibt es 74 Berge die mindestens 4000 Meter hoch sind. Der höchste von ihnen ist die 4634 Meter hohe Dafourspitze im Monte Rosa-Massiv. Der berühmteste ist das Matterhorn mit 4478 Metern, der mittlerweile wegen seiner charakteristischen Form zum Wahrzeichen der Schweiz geworden ist. Die hohen Gipfel, die Seen und Flüsse machen die Schweiz für viele zum landschaftlich schönsten Land Europas.

Auf einer Fläche von 41 285 Quadratkilometern (etwa doppelt so groß wie Sachsen-Anhalt) leben zirka 7 591 400 Einwohner (etwas weniger als in Niedersachsen). Ungefähr ein Fünftel der Einwohner sind Ausländer. Das Land liegt in der Mitte Europas, fast vollständig in den Alpen und grenzt an Frankreich, Deutschland, Österreich, Liechtenstein und Italien. Die Schweiz hat vier offizielle Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch, eine Sprache ähnlich dem Italienischen. Weit verbreitet und bekannt ist das Schweizerdeutsch (Schwyzerdütsch), das noch über vier Millionen Menschen sprechen.

Die offizielle Bezeichnung des Landes ist Schweizer Eidgenossschaft, die bereits auf das Jahr 1291 zurückgeht. Seit 1848 hat die Schweiz eine Bundesverfassung, die für alle 26 Kantone (Bundesländer) galt. 1999 trat die heute noch gültige Verfassung in Kraft. Die Schweizer haben für sich selbst die Neutralität erklärt, das heißt, dass sich die Schweiz nicht an bewaffneten Konflikten beteiligt. Dennoch unterhält die Schweiz eine Armee. Der Staat ist Mitglied in verschiedenen europäischen Bündnissen, wie dem Europarat, der Welthandelsorganisation und der UNO, nicht aber in der Europäischen Union.

Die größte Stadt in der Schweiz ist Zürich mit 367 000 Einwohnern. Im Ballungsraum um Zürich leben allerdings rund eine Million Menschen. Die Hauptstadt ist seit 1848 Bern mit 127 000 Einwohnern. Allerdings gab es schon immer Diskussionen, ob die Schweiz als neutraler Staat überhaupt eine Hauptstadt haben soll. Deshalb wird die "Hauptstadt" hier Bundesstadt genannt. Weitere größere Städte sind Genf, Basel und Lausanne.

Die Währung in der Schweiz ist der Schweizer Franken (CHF oder auch SFr.). Ein Schweizer Franken ist zur Zeit soviel wert wie 0,64437 Euro. Also: Wechsle ich einen Franken, bekomme ich etwa 65 Cent zurück.

Die Schweiz ist eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Das kommt daher, dass in der Schweiz die meisten Menschen in Dienstleistungen arbeiten. Das Bank- und Versicherungswesen ist sehr gut ausgebaut, da auch viele Ausländer den Schweizern wegen ihrer Neutralität vertrauen und ihr Geld in der Schweiz anlegen.

Wegen der Schönheit des Landes und der Lage mitten in Europa ist die Schweiz ein Anziehungspunkt für Touristen und der Fremdenverkehr ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.

Außerdem unterhält die Schweiz einige anerkannte Universitäten und Forschungseinrichtungen. Viele bedeutende Wissenschaftler, wie Albert Einstein, haben in der Schweiz geforscht. Das CERN, der Europäische Rat für Kernforschung in Genf, ist das weltweit größte Forschungszentrum für Teilchenbeschleunigung mit rund 3000 Mitarbeitern.

Dank der verschiedenen Einflüsse in der Schweiz hat jede Region ganz eigene kulturelle, sprachliche oder auch kulinariasche Eigenheiten entwickelt. So feiert zum Beispiel fast jede Großstadt eine andere Art des Karnevals. Und die Schweizer Küche ist sowohl von Deutschland, Frankreich und Norditalien beeinflusst. Typisch sind das Käsefondue und das Raclette. Bekannt im Ausland sind sowohl die Schweizer Käsesorten als auch die Schweizer Schokolade.

Urch ihre alpine Lage ist die Schweiz ein El Dorado für alle Wintersportler, egal, ob alpine oder nordische, ob Ski- oder Snowboardfahrer. Im Sommer sind dagegen Bergsteigen, Wandern, Klettern, Paddeln oder Mountainbike-Touren angesagt. Daneben sind vor allem Fußball und Eishockey sehr beliebt. Auch der Sitz des Weltfußballverbandes FIFA ist in Zürich, während der europäische Fußballverband UEFA sein Quartier in Nyon bezogen hat.

Traditionelle Sportarten, die aber als Randsportarten gelten, sind das Schwingen und das Hornussen. Während das Schwingen eine Variante des Ringens ist, ist das Hornussen eine Mannschaftssportart, bei der es ums Schlagen und Fangen  einer Scheibe auf einem ziemlich großen Spielfeld geht.

Die Schweiz hat einige Topsportler hervorgebracht, nicht nur im alpinen Sport,   sondern auch zum Beispiel die Tennis-Asse Martina Hingis und Roger Federer.

Text: Jan Wrede 16.5.2008 // Bilder: Flagge PD; Karte David Liuzzo/PD; Matterhorn Mheinzen PD; Raclette Klaus-Dieter Keller/PD

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