Kuba - Die ewige Revolution

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Kuba - Die ewige Revolution

Am 16.2. 1959 wird der damals 32-jährige Revolutionsführer und Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Fidel Castro, zum Ministerpräsidenten von Kuba ernannt.

Zusammen mit Che Guevara stürzte er den seit 1952 herrschenden Militärdiktator Fulgenico Batista y Zaldivar. Seitdem regiert Fidel Castro den Inselstaat.

1976 wird Castro auch Vorsitzender des Staatsrats und ist damit, außer Regierungschef, auch noch Staatsoberhaupt.



Kuba liegt in der Karibik, in der Nähe von Florida, Jamaica und der Dominikanischen Republik und ist ungefähr eineinhalb mal so groß wie Bayern.

Kubas Geschichte

1492 wurde Kuba von Christoph Kolumbus entdeckt und gehörte seit 1511 zu Spanien. 1898, nach dem spanisch-amerikanischen Krieg, trat Spanien Kuba an die USA ab. 1901 wurde Kuba mit der ersten Verfassung seiner Geschichte formell selbstständig und demokratisch.

Allerdings behielten sich die Amerikaner durch verschiedene Verträge noch bis 1934 das Recht vor, militärisch auf der Insel einzugreifen. Und wegen eines solchen Vertrages gehört den Amerikanern bis heute der Militärstützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba. Er dient zur Zeit hauptsächlich als Gefängnis für Leute, die die Amerikaner für Terroristen halten.

Kuba und Castro untrennbar verbunden

Fidel Castro Ruz, wie er mit vollem Namen heißt, wurde am 13.8 1927 in Mayari auf Kuba geboren. Er studierte Jura und legte 1950 ein sehr gutes Examen ab. Schon als Student war er in verschiedenen revolutionären Studentenbewegungen tätig. Revolutionär deswegen, weil sie sich gegen existierende Regierungen und Gesellschaften stellten und für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen kämpften.

1952 wollte sich Castro für das kubanische Repräsentantenhaus zur Wahl stellen. Doch ihm kam Fulgencio Batista y Zalvidar zuvor, der im selben Jahr mit einem Militärputsch die bis dahin existierende Demokratie gewaltsam abschaffte.

Die Geschichte wird mich freisprechen!

Castro wurde der Anführer der Gruppen, die Batista verjagen wollten. 1953 wurde Castro wegen des Angriffs auf eine Kaserne, bei dem es auch mehrere Tote gab, zu 15 Jahren Haft verurteilt. Vor Gericht verteidigte er sich selbst und sprach die berühmten Worte: Die Geschichte wird mich freisprechen!.

1955 wurde er aus der Haft entlassen und ging nach Mexiko ins Exil. Dort gründete er eine neue Kampfgruppe mit der er am 11. Dezember 1956 wieder auf Kuba landete. 1959 gelang es ihm, zusammen mit Che Guevara (siehe Bild), den Militärdiktator endgültig zu stürzen.

Kaum an der Macht, verstaatlichte Castro Industriebetriebe und die Landwirtschaft und führte die Planwirtschaft ein. Das heißt, dass eine Firma oder ein Bauernhof nicht mehr einem einzelnen Menschen gehört, sondern dem Staat und damit allen, nämlich dem Volk.

Unter den enteigneten und verstaatlichten Betrieben waren auch ausländische Firmen, besonders aus Amerika, die so ihr Land und ihre Maschinen verloren.

Kuba im Fadenkreuz der Geschichte

1961 versuchte die CIA, der amerikanische Geheimdienst, mit der Unterstützung von so genannten Exil-Kubanern eine Invasion. Diese Operation sollte in der Schweinebucht auf Kuba stattfinden. Die CIA behauptete, regierungskritische Menschen auf Kuba würden die landenden Soldaten unterstützen. Das stimmte so nicht, und die gelandeten Soldaten und Söldner wurden verhaftet.

1962 stand Kuba im Mittelpunkt der Welt, denn die befreundete Regierung der Sowjetunion hatte auf Kuba Atomraketen stationieren lassen.

Als der amerikanische Geheimdienst die Raketen auf Kuba entdeckte, stand die Welt kurz vor dem Ausbruch eines Atomkrieges zwischen Amerika und Russland.

Anfang der 80er sowie Mitte der 90er Jahre kam es zu großen Ausreise- und Flüchtlingswellen. Denn in den meisten kommunistischen Ländern, so auch in Kuba, durfte und darf man nicht sagen, was man denkt. Außerdem wurden Menschen gequält und gefoltert, wenn sie ihre eigene Meinung öffentlich sagten. Auch reisen durften die Bewohner nicht wohin sie wollten. So war man in einem kommunistischen Staat regelrecht eingesperrt, man durfte nur in andere kommunistische Länder reisen und sogar dabei gab es noch Einschränkungen.

Kuba heute

Kuba ist heute noch immer ein sozialistischer und kommunistischer Staat. Doch mittlerweile dürfen ausländische Geldgeber wieder auf Kuba investieren. Dass sie das erst jetzt machen, liegt nicht nur daran, dass Fidel Castro es ihnen schwer gemacht hat.

Auch die USA haben es weltweit jeder Firma verboten, mit Kuba Handel zu treiben. Wenn ein deutsches Unternehmen auf Kuba Geschäfte gemacht hat, durfte die deutsche Firma zur Strafe keine Verträge mehr mit amerikanischen Firmen schliessen.

Und fährt ein Frachtschiff einen kubanischen Hafen an, darf es für mehrere Monate keinen amerikanischen Hafen anlaufen.

So ist der Tourismus die wichtigste Möglichkeit für den kubanischen Staat an ausländisches Geld, so genannte Devisen, zu kommen.

Castro hofft, dass es so mit der wirtschaftlichen Lage auf Kuba wieder aufwärts geht und sich die ökonomische Lage der Einwohner damit bessert. Denn noch immer wollen viele Menschen aus Kuba flüchten, weil es ihnen wirtschaftlich nicht gut geht und weil sie nicht sagen dürfen, was sie wollen.

Mehr Infos zu Kuba gibt es

hier und hier.

Kuba-Karte mit freundlicher Genehmigung von Ralf Stelter

Text: -jj- 15.2.2004

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