Flammen vor Sydney

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Flammen vor Sydney

Die Buschbrände im Südosten Australiens stellen nach Einschätzung des Katastrophenschutz- Ministers Bob Debus die schlimmste Feuerkatastrophe in der Geschichte des Landes dar. Inzwischen hat Regen zwei der größten Brände in und um Sydney gelöscht.

Trotz der Niederschläge hat sich die Lage an der Südküste des Bundesstaates New South Wales verschlechtert. Der Katastrophenschutz- Minister hält die Situation für noch dramatischer als bei den Feuerstürmen von 1994, in denen mehrere Menschen ums Leben gekommen sind. Im Januar 1994 hatten wir am siebten Tag (der Feuer) wenigstens an einigen Stellen Regen. Zwei Wochen lang hat es keinen einzigen Tropfen geregnet.

Regelmäßige großflächige Feuer sind in Australien nicht ungewöhnlich und alle 12 Jahre zu erwarten. Meist spielt bei den Bränden das Klimaphänomen El Nino eine Rolle, das im südlichen Pazifik für heißere und trockenere Perioden sorgt. Zuletzt war dies 1983 der Grund für verheerende Feuer in Australien gewesen. Für die Brände von 1994 und die aktuelle Katastrophe gibt es jedoch andere Ursachen: Das trocken-heiße Wetter, Brandstifter und die Nähe der Millionenstadt Sydney.

Bis zum 5. Januar wurden 26 mutmaßliche Brandstifter festgenommen, die für etliche Feuer verantwortlich sein sollen. Viele Politiker Sydneys forderten eine staatliche Brandstifter-Datei.

Klimaforscher fürchten durch die Buschbrände in Australien haben keine Auswirkungen auf das Weltklima. Um sich global auszuwirken, müssten die Rauchwolken über zehn Kilometer hoch steigen. Diese Höhe wird nur bei starken Vulkanausbrüchen erreicht.

-rr- 7. 1. 2002 Bild: PhotoDisc

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