Der Royal Flying Doctor Service

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Der Royal Flying Doctor Service

Früher war im australischen Outback häufig schon ein einfacher Beinbruch tödlich. Es dauerte einfach zu lange, bis man ein Krankenhaus erreicht hatte oder der Arzt endlich da war. Seit 1928 sind sogar die Bewohner des Outbacks medizinisch bestens versorgt: Die fliegenden Ärzte des Royal Flying Doctor Service sind rund um die Uhr für ihre Patienten in der Wildnis einsatzbereit.

1928 gründete deshalb der Arzt und Geistliche Dr. John Flynn den Royal Flying Doctor Service (RFDS). Damit war die medizinische Versorgung selbst der entferntesten Farmen im Outback gewährleistet. Vorher gab es auf einer Fläche von zwei Millionen Quadratkilometern nur zwei Ärzte! Zum Vergleich: Die Fläche Deutschlands beträgt gut 375.000 Quadratkilometer.

Mit Hilfe von Funkgeräten, die zu Anfang noch mit Pedalen betrieben wurden, konnten die weit verstreuten Einwohner des australischen Hinterlandes  Kontakt zu den fliegenden Ärzten aufnehmen.

 

Eine Beechcraft King Air, die für den "Royal Flying Doctor Service" (RFDS) im Einsatz ist.

Flynns Idee war von Anfang an erfolgreich. Schon in seinem ersten Einsatzjahr legte er 300.000 km zurück und behandelte 250 Notfälle. Der RFDS ist heute der größte Luftrettungsdienst der Welt.

Inzwischen sind alle entlegenen Farmen über ein Funknetz mit einer der 14 Bodenstationen des RFDS verbunden. Von dort starten die als Mini-Intensivstationen ausgestatteten Flugzeuge in kürzester Zeit zu ihren Einsätzen. Auf diesem Weg werden im Jahr mehr als 100.000 medizinischen Fälle versorgt.

Für kleinere Leiden ist jede Farm mit einer umfangreichen Hausapotheke ausgerüstet. In einer der "Funk-Sprechstunden" kann man einem Arzt seine Symptome beschreiben und sich das geeignete Medikament und die richtige Dosis durchgeben lassen.

Daneben gehören auch der Besuch von Krankenhäusern, Impfungen, Beratungsgespräche und Routineuntersuchungen von Kindern, Schwangeren und älteren Personen zu den Aufgaben des RFDS.

Der RFDS wird durch Mitgliederbeiträge, Spenden und Regierungszuschüsse finanziert. Deshalb sind die Leistungen kostenlos.

Bild: Phil Vabre cc-by-sa 3.0

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