Das Leben im Outback

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Das Leben im Outback

Die Bewohner des Outbacks haben in den extrem trockenen Gebieten nicht nur gegen Hitze und Dürre zu kämpfen.

Sie müssen auch auf viele Dinge verzichten, die für die Bewohner der großen Städte an den Küsten eine Selbstverständlichkeit sind: den Einkauf in einem klimatisierten Einkaufszentrum, Kino, die Kneipe ums Eck, Essengehen in Restaurants.

Selbst Dinge wie die tägliche Post, die Tageszeitung oder der Plausch mit dem Nachbarn erfordern hier einigen Aufwand und gute Organisation.

Schuld daran sind die für uns unvorstellbaren, gewaltigen Entfernungen. Manche Farmen oder Orte sind so weit voneinander entfernt wie München und Stuttgart, so dass ein einfacher Einkauf nicht selten eine ganze Tagesreise erfordern würde.

Die einzigen größeren Städte des Outbacks sind Darwin, Alice Springs und das westlich gelegene Kalgoorlie. Sonst findet man hier nur kleine, staubige Ortschaften, die den oft meilenweit entfernten Schaf- und Rinderfarmen als Versorgungszentren dienen.

Einige Farmen (stations oder homesteads) besitzen einen eigenen Lebensmittelladen, eine Post, Lehrer, Metzger, Automechaniker, um von den umliegenden Orten unabhängig sein zu können. Da kann es schon vorkommen, dass auf einer einzigen Farm bis zu 100 Personen leben.

Das Landesinnere bietet wenig Arbeitsplätze. Die gesamte Region lebt von Schaf-, Rinderzucht und Bergbau. Hier, in der Schatzkammer des Kontinents findet man einen ungeheuren Reichtum an Bodenschätzen. Neben Gold, Erz und Edelsteinen gibt es zahlreiche anderen wertvollen Metalle.

Das Leben im Outback, ist vor allem wegen der Entfernungen sehr teuer. Seit Jahren kämpfen viele Farmer aufgrund der Dürreperioden und sinkenden Preise ums Überleben.

Um sich ihr unkomfortables Leben wenigstens ein bisschen zu erleichtern, sind die Menschen im Outback sehr erfinderisch. Kleinflugzeuge liefern die Post und die nötige Versorgung. Über Sprechfunkanlagen hat man Kontakt mit den Nachbarn, dem Wetterbericht, der Polizei.

Erleichtert wird das Leben vor allem durch zwei Einrichtungen: die School of the Air, in der die Schüler per Funk unterrichtet werden und der Royal Flying Doctor Service, ein medizinisches Versorgungssystem per Flugzeug.

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