Warum werden die Bäume im Regenwald abgeholzt?

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Warum werden die Bäume im Regenwald abgeholzt?

Regenwälder beanspruchen nur sechs Prozent der Erdoberfläche, aber in ihnen leben mehr als die Hälfte aller bekannten Pflanzen- und Tierarten. Patric aus Fürstenwald möchte wissen, warum die Bäume im Regenwald abgeholzt werden.

Die größten Waldgebiete sind in Indonesien, dem Amazonasgebiet und der Demokratischen Republik Kongo zu finden. Tropische Hölzer sind Mahagoni, das widerstandsfähiger als Eichenholz ist, Teak oder Ebenholz. Sie sind wegen ihrer Farben, ihrer Haltbarkeit und Wasserbeständigkeit sehr beliebt.

Viele Tropenhölzer wie Meranti, Ramin und Gabun werden aber für Alltagszwecke verwendet: als Sperrholz, Besenstiel, Fensterrahmen, Klodeckel und Lärmschutzwand.

Da es das Holz im Regenwald in so großen Mengen gibt, siedelten sich dort große Firmen an, für die die Kosten niedrig sind. Das Holz wuchs, ohne extra angebaut werden zu müssen, ist also billig und in großen Mengen verfügbar. Die Löhne für die Arbeiter sind gering und das Holz kann teuer verkauft werden. Ein Problem ist, dass man sich nicht mehr um die Aufforstung des Waldes kümmert.

Regenwald muss aber auch dem Bau von Stauseen weichen. Die Bevölkerung rodet den Wald um sich dort anzusiedeln und Ackerbau zu betreiben.

Der Regenwald wird also von vielen Seiten bedroht. Dabei beherbergt der Regenwald eine riesige Zahl an Tieren und Pflanzen. Wie viele Tiere genau im Regenwald leben, kann man nicht sagen. Man kann nur ungefähr schätzen und die unglaubliche Vielfalt des Regenwaldes an einem konkreten Beispiel aufzeigen:

 

Das Amazonasbecken ist mit Abstand das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde. Dieser Tieflandregenwald wird im Süden vom brasilianischen Hochland des Mato Grosso, im Norden vom Bergland Guayanas und im Westen von den Anden begrenzt. Es entspricht von der Ausdehnung her der Größe der USA und ist das größte tropische Urwaldgebiet der Welt.

 

Rund die Hälfte aller auf dem Land lebenden Tier- und Pflanzenarten leben dort. Noch sind in Amazonien zwei Drittel der Regenwaldgebiete intakt. Hier leben über 60.000 Pflanzen-, 1.000 Vogel- und mehr als 300 Säugetierarten. In den Flussläufen schwimmen rund 2.000 Fischarten, aber auch Amazonas-Delfine und Riesenotter.

 

In ganz Europa gibt es ungefähr 50 verschiedene Baumarten. Im Regenwald zählten Biologen auf einer Fläche von der Größe zweier Fußballfelder bis zu 500 verschiedene Baumarten. Stehen auf einer so kleinen Fläche derart viele Arten, dann ist es ganz logisch, dass es jeweils nur wenige Einzelexemplare gibt. Obwohl die Regenwälder nur fünf Prozent der Landfläche unserer Erde bedecken, krabbeln, brummen und summen dort 80 Prozent aller uns bekannten Insekten.

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