Warum finden viele Leute Spinnen so ekelig?

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Warum finden viele Leute Spinnen so ekelig?

Wie gelähmt stehen manche Menschen da, wenn ihnen eine Spinne über den Weg läuft. Auch noch so kleine Tiere lassen Erwachsene mit Spinnenangst vor Schreck erstarren. Sie ekeln sich davor. Warum ist das so? Das möchte Ana aus Wetter wissen.

Es gibt Menschen, die unter der so genannten Arachnophobie leiden, dass ist die krankhafte Angst vor Spinnen. Obwohl von vielen Spinnen gar keine tatsächliche Gefahr ausgeht, empfinden diese Menschen Abscheu, Ekel und Panik vor den Tieren. Für diese Spinnenphobie gibt es verschiedene Ursachen.

Zum einen entsprechen die Spinnen überhaupt nicht dem, was wir gerne als Kuscheltier bezeichnen. Sie sind uns vollkommen fremd. Psychologen glauben, dass Menschen umso mehr Angst vor einem Tier haben, je mehr es vom menschlichen Schema abweicht. So verursachen vor allem große schwarze, langbeinige Spinnen oft richtigen Abscheu.

Spinnen sind nicht berechenbar. Sie tauchen plötzlich aus dunklen Ecken, aus Ritzen und Spalten auf und können einem sehr nah kommen, ohne dass man es merkt. Sie scheinen sich sehr schnell und flink zu bewegen. Geräuschlos können sie plötzlich unter ein Hosenbein krabbeln. Da sie leicht sind, spürt man sie erst, wenn sie die Haut schon direkt berühren. Wer Angst vor Spinnen hat, fühlt sich den Tieren durch all diese Eigenschaften auch unterlegen.

Manche Menschen ekeln sich auch vor den Spinnen, weil sie wie auch Ratten mit Schmutz und Krankheiten in Verbindung gebracht werden. Mit Kellerräumen oder schlecht geputzen Ecken.

Auslöser der Spinnenphobie kann ein einschneidendes Erlebnis als Kind gewesen sein: Ein Kind hebt beim Spielen einen Baumstamm hoch und schreckt dadurch einen Haufen Spinnen auf, der unter dem Baum lebt. Sie krabbeln plötzlich alle um ihn und auf ihm herum - ein Erlebnis, dass dieses Kind vielleicht nicht mehr los wird.

Aber auch die Eltern können durch ihre Ängste ihre Kinder beeinflussen. Hat ein Vater oder eine Mutter eine besondere Angst vor Spinnen, wird diese häufig auch von den Kindern übernommen.

Es gibt Ärzte und Psychologen, die sich darauf spezialisiert haben, Menschen von der Spinnenangst zu befreien. Dazu muss der Patient bereit sein, die Tiere besser kennenzulernen, zu verstehen, wie sie leben und wie sie sich tatsächlich anfühlen. Dinge, die man kennt und versteht, machen einem weniger oder keine Angst als Fremdes und Unbekanntes.

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