Die Frage der Woche: Gibt es Bigfoot, Yeti und Nessie wirklich?

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Die Frage der Woche: Gibt es Bigfoot, Yeti und Nessie wirklich?

Jede Woche beantworten wir euch Fragen zu allen möglichen Themen. Heute fragt uns Evelyn H. aus Rodenberg: Gibt es Bigfoot, Yeti und Nessie wirklich? Hier erfahrt ihr die Antwort ...


Kryptozoologie



Die Kryptozoologie ist das Gebiet der Tierkunde, das sich mit noch unerforschten und nicht sichtbaren Tierwesen beschäftigt.

Der Begriff stammt von den griechischen Wörtern kruptos (versteckt/verborgen), zoon (Tier) und logos (Wort/Studie) zusammen. Übersetzt heißt das soviel wie die Studie über verborgene Tiere.

Das Geheimniss um Loch Ness




Bereits im Mittelalter soll ein Untier im See gelebt haben. Zumindest ist davon in der Lebensgeschichte des Heiligen Columban die Rede, der dem Wassertier vor 1500 Jahren befohlen haben soll, von einem Mann abzulassen, den es gerade angreifen wollte.

Tatsächlich zog sich das Wesen zurück und blieb viele Jahrhunderte verschwunden.


Foto: Loch Ness in Schottland.






Ab dem 16. Jahrhundert wurde gelegentlich wieder von einem Ungeheuer im See berichtet. Doch richtig bekannt wurde die Geschichte um ein Monster aus der Tiefe erst am 2. Mai 1933, als die örtliche Zeitung eine Meldung von der Sichtung des Ungeheuers brachte. Es soll mehrere Meter lang gewesen sein und große Wellen erzeugt haben.



Der Fotobeweis



Etwa ein Jahr später, am 19. April 1934 wurde sogar ein Foto veröffentlicht, auf dem Nessie so der Spitzname des Wesens zu sehen sein sollte. Zwei Buckel und ein Kopf, der sich aus dem Wasser erhebt, sind darauf abgebildet. Doch um was für ein Tier könnte es sich handeln?





Eine Theorie geht davon aus, dass Nessie ein Dinosaurier ist, nämlich der Plesiosaurier. Diese Dinoart waren Meeresreptilien, die mit langem Hals und kleinem Kopf recht gut auf die Beschreibung des schottischen Ungeheuers passen.

Abbildung: Der Plesiosaurier passt gut auf die Beschreibung der sagenumwobenen Nessie.  



Biologen halten es jedoch für sehr unwahrscheinlich, dass sich diese vorzeitlichen Tiere hier erhalten haben könnten. Um eine Tierart über Jahrmillionen zu erhalten, wäre schon eine recht große Gruppe von Individuen nötig und die hätten sich im Loch Ness unmöglich alle ernähren können.



Doch nur eine Fälschung?



Rund 60 Jahre nach Erscheinen des sensationellen Nessie-Fotos, gaben zwei verschiedene Männer an, die Fotografie gefälscht zu haben. Doch auch weitere Sichtungen lassen Unsicherheit aufkommen, da die Beschreibungen sich sehr voneinander unterscheiden. Zuletzt veröffentlichte ein Mann im Mai 2007 ein Video von einem etwa 15 Meter langen, aalähnlichen Wesen, das schnell schwimmt. Was tatsächlich auf dem Film zu sehen ist, ist bis heute unklar. Es bleibt also spannend.



Ist der Yeti eine Legende ...



Der Yeti, auch Schneemensch genannt, ist ein zweibeiniges, behaartes Fabelwesen, das im Himalaya leben soll und vor allem durch Fotos von Spuren im Schnee Berühmtheit erlangte.



Das Wesen soll zwei bis drei Meter hoch und über 200 Kilogramm schwer sein. Seine 43 Zentimeter langen Fußabdrücke wurden auf unterschiedlichen Expeditionen in 50007000 Meter Höhe im Schnee entdeckt und nachverfolgt.


Abbildung: Ist der Yeti ein Tibetbär?



Einige Zoologen und der Bergsteiger Reinhold Messner gehen davon aus, dass der Yeti der Tibetbär ist. Der Tibetbär, ist ein großer, seltener Braunbär, der bei uns in Mitteleuropa kaum bekannt ist. Er lebt in den weiten und kargen Berglandschaften von Tibet und den angrenzenden Gebieten.



Auch wenn der Tibetbär ein recht großer Zeitgenosse ist, ernährt er sich vorwiegend von Wurzeln und Kleingetier.



...oder gibt es ihn wirklich?




Zuletzt machten britische Forscher der Universität Oxford, Schlagzeilen damit, dass sie nach eigenen Aussagen einen offenbar überzeugenden Hinweis auf den legendären Schneemenschen Yeti entdeckt haben.



Sie fanden ein Haarbüschel, das sich selbst mit DNA-Analysen keinem bekannten Tier zuordnen lässt. Die Haare stammen von einem Baum im Himalaya-Staat Bhutan. Ungewöhnlich ist das deshalb, da zuvor noch nie DNA gefunden wurde, die die Forscher nicht erkennen konnten.



Bigfoot



Bigfoot ist englisch und bedeutet Großfuß. Gemeint ist damit ein Wesen, mit überdimensionalen Füßen, erheblicher Größe und starker Fellbehaarung, das vor allem in vielen Gebirgen der USA, als auch in bestimmten Gebieten in Asien gesichtet wurde.



Ein kaum aussagekräftiger Mythos



Die Legende kam auf, als in den 1850er Jahren nordkalifornische Indianer von Bigfoot berichteten. 1958 wurde die Legende schließlich durch diverse Sichtungen wiederbelebt. Allerdings sind bislang alle Ton- und Bildaufnahmen entweder umstritten oder Fälschungen.



So geht man beispielsweise davon aus, dass ein bekannter Filmbeweis nicht Bigfoot zeigt, sondern lediglich einen Mensch in einem Gorillakostüm.



Außerdem gibt es Berichte über Menschen die absichtlich Bigfoot-Fußspuren mit künstlich gefertigten Füßen legen. Bigfoot-Forscher entgegnen daraufhin jedoch, dass sich die gefälschten Bigfoot-Fußabdrücke leicht von den echten, aufgrund der Gewichtsverlagerung eines lebenden Wesens, unterscheiden lassen.



Viele Menschen verwechseln häufig auch Braunbären oder Grizzlybären mit Bigfoot, da sie sich ebenfalls aufrecht auf den Hinterbeinen fortbewegen können. Obwohl alle diese Tatsachen den Bigfoot-Mythos wenig glaubhaft erscheinen lassen, gibt es Theorien, die davon ausgehen, dass Bigfoot ein überlebendes Exemplar einer ausgestorbenen Gattung von Menschenaffen ist.



Text: RR, 27. 2. 2012, Fotos: Loch Ness mit Steinen im Vordergrund: Ben Buxton,  Illustration Plesiosaurier: Dmitry Bodganov: GFDL; Illustration Yeti: Tessloff-Archiv; Yeti-Buch von R. Messner: GLENAT; Bigfoot-Comic: Cross Cult.


Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt