Was macht die Bundesagentur für Arbeit?

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Was macht die Bundesagentur für Arbeit?

Seit 1.1.2004 hat die Bundesanstalt für Arbeit einen neuen Namen: Bundesagentur für Arbeit. Am 24. Januar 2004 wurde ihr Vorstandsvorsitzender, Florian Gerster entlassen, der die Reform der Agentur auf den Weg gebracht hat. Bei allem Wirbel um Namen und Normen könnte man fast vergessen, worum es der Behörde mit den rund 90 000 Mitarbeitern eigentlich geht. Deshalb stellen wir euch die Aufgaben der Arbeitsagentur vor.

 Eine Agentur viele Ämter

Die Bundesagentur besteht nicht aus einem, sondern aus vielen Ämtern. Da ist zunächst die Zentrale mit Sitz in Nürnberg (siehe Bild), dann gibt es in ganz Deutschland verteilt 10 Landesarbeitsämter, 180 Agenturen für Arbeit und 660 Geschäftsstellen. Wenn du wissen möchtest, wo sich eine Arbeitsagentur oder Geschäftsstelle in deiner Nähe befindet, dann klicke dich hier bis zu deiner Stadt weiter.

Eine Agentur viele Aufgaben

Die Aufgaben der Arbeitsagentur mit all ihren Zweigstellen sind im wesentlichen folgende:

Berufsberatung

Wenn ihr euch informieren wollt, welche Berufe für euch in Frage kommen, wo man z. B. Maschinenbau oder Grundschullehramt studieren kann und was man als Dachdecker können muss, geht ihr ins BIZ, das Berufsinformationszentrum. Hier könnt ihr in Büchern und Mappen über Berufe informieren und euch bei speziellen Fragen an einen Berufsberater wenden. So ein BIZ gibt es in jeder Arbeitsagentur. Außerdem gibt es noch BIZ-mobil, die in kleinen Orten oder direkt an Schulen eingesetzt werden. Auch auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de findet ihr schon jede Menge Informationen z. B. über Berufsfelder, Ausbildungswege und Bewerbungstipps.

Arbeitsvermittlung

Arbeitsstellen und Arbeitssuchende zusammenzubringen ist eine weitere wichtige Aufgabe der Arbeitsagenturen. Über offene Arbeits- und Ausbildungsstellen kann man sich auch auf der Internetseite der Arbeitsagentur informieren. Arbeitgeber finden hier auch die Daten von Leuten, die Arbeitsplätze suchen und können sich geeignete Bewerber aussuchen. Dieser Teil des Internetangebots nennt sich virtueller Arbeitsmarkt. Natürlich kann man sich auch weiterhin persönlich von Mitarbeitern der Arbeitsagenturen beraten lassen.

Arbeitsmarktbeobachtung, Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Jeden Monat gibt die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg bekannt, wie viele Menschen im vergangenen Monat arbeitslos waren. In der Agentur werden genaue Statistiken darüber geführt, in welchen Berufen und welchen Regionen besonders viele oder wenige Stellen angeboten werden und ob es genug Lehrstellen gibt. Außerdem werden Vorhersagen, so genannte Prognosen, gemacht, wie sich der Arbeitsmarkt in Zukunft entwickeln wird. Ist beispielsweise damit zu rechnen, dass es in ein paar Jahren zu wenig Ärzte und zu viele Lehrer gibt?

Weitere Aufgaben

Zu den weiteren Aufgaben der Arbeitsagenturen gehört die Zahlung von Entgeldersatzleistungen wie Arbeitslosengeld oder hilfe, die Arbeitsförderung sowie die Förderung von Berufsausbildung und Weiterbildung, z. B. durch Zahlung von Lohnkostenzuschüssen oder Ausbildungsbeihilfen.

Hier könnt ihr euch über Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten sowie Studiengänge informieren, aber auch einen Arbeits- oder Praktikumsplatz suchen: www.arbeitsagentur.de.

Text: LM 26.01.04, Foto: Bundesagentur für Arbeit, Photodisc

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