50 Jahre Kindernothilfe

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50 Jahre Kindernothilfe

1959 wurde das Hilfswerk Kindernothilfe in Duisburg gegründet um Kindern in Entwicklungsländern zu helfen. Heute fördert das Spendenwerk Kinder in 28 Ländern, die unter besonders schwierigen Bedingungen aufwachsen, zum Beispiel, weil ihre Eltern an AIDS gestorben sind, weil sie behindert sind oder auf der Straße leben müssen.

Wie alles begann...

Die Geschichte der Kindernothilfe beginnt mit einer einfachen Idee: Menschen auf der Nord- und Südhalbkugel durch eine Patenschaft zueinanderzubringen und Kindern in Indien zu einer besseren Zukunft zu verhelfen.

Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee liegt in der Luft der kleinen Küche. Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch die Fenster der Duisburger Wohnung, durchbrochen vom Rauch der Fabrikschornsteine der Kupferhütte Zeichen der neu erwachten Wirtschaft in Deutschland. Auf dem Tisch steht neben dem Kaffeegeschirr eine Schreibmaschine. Eine Frau sitzt am Küchentisch, der übersät ist mit Unterlagen, Kinderfotos, Notizen, Briefen.

Private Initiative

Foto: Karl Bornmann


Die Kindernothilfe findet ihre Anfänge in dieser Privatwohnung der Familie Bornmann in Duisburg. Karl Bornmann, einer der Begründer der Kindernothilfe, sammelt seit 1956 Spenden für Hungernde. Die Idee der Kinderpatenschaft steuert ein anderer bei:


Adolf Kölle, der als Missionar in Indien gelebt hatte. Kölle stellt seine Idee der direkten Hilfe am 11. Mai 1959, der Geburtsstunde der Kindernothilfe, in Berlin dem Vorsitzenden der Evangelischen Kirche, Lothar Kreyssig vor.

Kreyssig ist begeistert. Er ist es auch, der Kölle und Karl Bornmann zusammenbringt. Die beiden vermitteln noch 1959 die ersten Patenschaften in Indien. Dort sterben zu dieser Zeit Tausende am Hunger. Das wollen die engagierten Christen, die selbst Not und Hunger der Kriegsjahre erlebt haben, nicht tatenlos hinnehmen.

Patenschaften für Kinder in Not

Sie helfen mit Patenschaften die damals 30 DM pro Monat kosten: viel Geld in einer Zeit, in der manche Familien nur 100 DM im Monat zum Leben haben. Unter dem damaligen Namen Aktion Hungernde werden zunächst Mädchen und Jungen aus Indien gefördert. In den ersten zwei Jahren schließen sich über 250 Paten der Kindernothilfe an. Ein rascher Erfolg, der alle Beteiligten an ihre Grenzen bringt, denn bis dahin werden alle Arbeiten ehrenamtlich erledigt.

Foto: Jungen 1971 bei der Berufsausbildung in der Berufsschule "Nazareth".

Als rechtliche Basis wird am 7. Januar 1961 der Verein Kindernothilfe gegründet, so können die ersten hauptamtlichen Mitarbeiter eingestellt werden. In den folgenden Jahren wächst die Organisation, beschränkt ihre Arbeit zunächst auf wenige Länder in Asien und Afrika. Themen wie Ernährung, Schulbildung und Kinder mit Behinderungen stehen im Vordergrund.

Kindernothilfe heute

Heute erreicht die Kindernothilfe rund 566.700 Kinder und Jugendliche in 1100 Projekten in 28 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas. Die Kindernothilfe fördert Mädchen und Jungen ganzheitlich.


Das heißt, dass die Projekte und Programme im Ausland neben Schule und beruflicher Bildung in der Regel auch die Gesundheit und Ernährung der Kinder sowie deren Familien berücksichtigen. Um die Situation der Kinder weltweit dauerhaft zu verbessern, ist die Verwirklichung der Kinderrechte das zentrale Thema der Kindernothilfe.

Action!Kidz

Foto: Weltweit schuften 126 Millionen Fünf- bis 17-Jährige unter unzumutbaren Bedingungen. In Projekten und mit ihrer Kampagnenarbeit engagiert sich die Kindernothilfe dafür, dass Mädchen und Jungen nicht schuften müssen, um zu überleben.



Wollt auch ihr euch für benachteiligte Kinder einsetzen, dann macht mit bei Action!Kidz Kinder gegen Kinderarbeit. Ihr sammelt auf eine kreative und nützliche Art und Weise Spenden für Kinder, die nicht zur Schule gehen können, weil sie gezwungen sind zu arbeiten um sich und ihre Familien zu ernähren.


Dazu helft ihr bei Nachbarn, Freunden oder Verwandten im Haushalt oder Garten und bittet dafür um eine Spende. Denn schließlich ist es ein großer Unterschied, ob man in seiner Freizeit ein paar Stunden arbeitet oder ob man das täglich viele Stunden tun muss häufig für einen Hungerlohn.

Hier findet ihr alle Infos zu Action!Kidz.


Mehr über die Kindernothilfe erfahrt ihr hier.



Text: Liane Manseicher auf Basis des Pressetextes der Kindernothilfe. Fotos: Kind mit Buch; Kind wird gefüttert: Christoph Engel: Kindernothilfe; historische Bilder; Kind schleppt Holz; Arzt mit Kind: Kindernothilfe.

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