Kolumbus entdeckt eine neue Welt

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Kolumbus entdeckt eine neue Welt

1492 entdeckte Christoph Kolumbus Amerika - ohne dass er das wusste. Eigentlich suchte er nämlich einen neuen Seeweg nach Indien. Mehr über den berühmten Entdecker und seine Reisen erfahrt ihr hier.


Christoph Kolumbus war eine außergewöhnliche Persönlichkeit. 1451 im italienischen Genua geboren, hatte er, wie sein Vater, Wollweber gelernt. Doch die Nähe zum Hafen und zum Meer ließen ihn bereits im Alter von 14 Jahren zur See fahren. Er galt als außerordentlich wissenshungrig und verschlang vor allem Berichte über ferne Länder.

Abenteuerlustig

1478 heiratete er eine portugiesische Adelige, wohnte auf Madeira und unternahm mindestens eine Reise entlang der afrikanischen Küste. Wie die Gelehrten seiner Zeit, so glaubte auch Kolumbus nicht mehr daran, dass die Erde eine Scheibe sei.

War sie eine Kugel, so war er überzeugt, müsste man auch auf der Westroute nach Indien gelangen. Diese Strecke musste kürzer sein als die Landwege nach Indien und zu den damals bekannten Handelsposten an der afrikanischen Westküste. Der Seeweg um Afrika herum wurde erst später entdeckt (siehe Link unten "Vasco da Gama").

Für Spanien auf Entdeckerfahrt

Da der König von Portugal nicht an Kolumbus' Vorhaben interessiert war, wandte er sich an den spanischen Hof. Das Königspaar Ferdinand und Isabella ernannte den Seefahrer auf seinen Wunsch hin zum Admiral und stattete ihn für seine Atlantiküberquerung mit allerlei Tauschwaren, drei prachtvollen Schiffen und 90 Mann Besatzung aus. Am 6. September stach die berühmte Flotte in See.

Seinen Berechnungen zufolge musste Asien bis Mitte Oktober zu erreichen sein. Als seine Mannschaft am 11. Oktober tatsächlich Land sichtete, glaubte Kolumbus überglücklich, in Indien gelandet zu sein. Dabei hatte er, ohne es zu wissen, eine neue Welt entdeckt: Amerika. Die Eingeborenen nannte er aufgrund seiner Fehleinschätzung Indianer, die von ihm gefundene Bahamas-Insel nahm er unter dem Namen San Salvador für die spanische Krone in Besitz.

Als Held gefeiert ...

1493 nach Spanien zurückgekehrt, wurde Kolumbus als großer Held gefeiert. Und das, obwohl er von seiner ersten Reise weder Gold noch Gewürze mitgebracht hatte. Christoph Kolumbus wurde zum Vizekönig des vermeintlichen Indiens ernannt und sofort mit weiteren Expeditionen betraut. Die Entdeckung Amerikas machte Spanien später zum reichsten Land Europas. Gold, Silber, Nutzpflanzen, Gewürze, Tabak und Zucker wurden in großen Mengen über den Atlantik gebracht. Doch das geschah erst nach Kolumbus` Tod.

... und bald vergessen

Der große Seefahrer fiel bald nach seiner Entdeckung in der Gunst des spanischen Adels. Einerseits, weil er keine Schätze fand, andererseits weil es ihm nicht gelang, aufständische spanische Siedler in den Kolonien in Schach zu halten. Er wurde sogar in Ketten nach Spanien zurückgebracht und gegen einen Nachfolger ausgetauscht. Er machte zwar noch eine letzte Reise, kehrte aber 1504 verbittert und krank nach Europa zurück. 1506 starb Kolumbus, noch immer in dem Glauben, Asien erreicht zu haben - ohne zu wissen, dass er einen neuen Kontinent entdeckt hatte.

Fehlmessung

Heute weiß man, dass Kolumbus` Irrtum auf einer Fehlmessung der damaligen Geographen beruht. Sie schätzten den Erdumfang zu gering ein und siedelten China und Japan etwa da an, wo der Seefahrer Land sichtete. Die Wissenschaftler ahnten damals weder, dass ein ganzer Kontinent den Weg versperrte, noch, dass sich jenseits davon der Pazifische Ozean ausbreitet.

Mit Kolumbus nach Amerika reisen könnt ihr in unserer Erlebniswelt.

25.02.2004 (RR - überarbeitet 15. 5. 2006), Gemälde von Sebastiano del Piombo (15291530)

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