Goldrausch am Klondike

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Goldrausch am Klondike

Ende des 19. Jahrhunderts begann im Nordwesten der USA ein Goldrausch allerdings mit Verzögerung, denn die Kunde erreichte erst mehr als ein halbes Jahr nach den ersten Funden die Außenwelt. Der Goldrausch am Klondike und Yukon lockte mehr als 40000 Abenteurer in die eisigen Weiten Alaskas einige bezahlten dafür mit ihrem Leben.

1887 wanderte George Carmack von San Francisco nach Alaska, an den Yukon River. Dort heiratete er in eine indianische Familie ein. Sie lebten von Handel und Jagd. George entdeckte außerdem eine Kohlemine in der Nähe der nach ihm benannten Stadt Carmack.



Goldwaschen mit Hilfe von Waschpfannen ist eine mühsame Angelegenheit.


Im August 1896 erhielt Carmack beim Fischen an der Mündung des Klondike River den Hinweis, am heutigen Bonanza Creek (Bonanza=Glücksfall) nach Gold zu suchen. Gesagt, getan am 16. August wurde Carmack gemeinsam mit seiner indianischen Verwandtschaft am berühmt gewordenen Discovery Creek fündig. Dieser Fund war der Auslöser für den Goldrausch in Alaska.


Nachricht mit Verzögerung



Allein die Anfahrt zu den Goldfeldern war schon Abenteuer genug - viele gaben auf oder kamen um.

Allerdings gab es damals so gut wie keine Verbindung zur Außenwelt. Darum dauerte es auch bis zum 14. Juli 1897 bis die Nachricht des Goldfundes durch den Raddampfer Excelsior die Außenwelt erreichte. Sofort machten sich Tausende auf den Weg in den Norden zum Klondike und Yukon River. Zunächst vor allem Goldgräber, auch Digger genannt, aus der Gegend um San Francisco, bald folgten aber Menschen aus aller Herren Länder dem Ruf des Goldes und der Gier in die Eiswüste Alaskas.


Lebensgefährliche Anfahrt


Der Weg zu Reichtum war äußerst beschwerlich: Zunächst mussten die Glücksritter mit Dampfern nach Alaska fahren. Meist landeten sie in den Häfen von Skagway oder Dyea. Anschließend folgte ein beschwerlicher Marsch über den White oder den Chilkoot Pass zum Bennett Lake. Die Grenze zwischen den USA und Kanada verläuft auf den Passhöhen, dort erwartete die Königliche Berittene Polizei Kanadas die Goldsucher.



Wie die Ameisen marschieren schwer beladene Goldsucher durch Eis und Schnee zum Chilkootpass.



Nur solche Goldsucher wurden nach Kanada gelassen, die mindestens eine Tonne Proviant und Ausrüstung bei sich führte. Am Bennett Lake wurden Boote und Flöße gebaut, mit denen der Yukon bis nach Dawson City befahren wurde. Auf diesem weiteren, abermals beschwerlichen Teil der Reise zu den Goldfeldern Alaskas kehrten viele wieder um. Nicht wenige bezahlten für ihren Wagemut auch mit dem Leben.


Wer zu spät kommt ...


Etwa 40 000 Menschen, die nur Gold im Sinn hatten, erreichten schließlich ihren Zielort. Allerdings war seit dem Goldfund schon geraume Zeit verstrichen und die besten Schürfgebiete, so genannte Claims, waren schon längst vergeben.


Bis die ersten auswärtigen Goldsucher eintrafen, hatte der Auslöser des Goldrausches, George Carmack, seine Schäfchen schon ins Trockene gebracht. Schon im Frühjahr 1898 war er in Dawson City ein wohlhabender Mann geworden, der andere für sich arbeiten lassen konnte. Carmack starb am 5. Juni 1922 in Vancouver in Kanada.


Auch heute wird in Alaska noch Gold geschürft, allerdings in industriellem Maßstab, also mit Baggern, Raupen und automatischen Goldwaschanlagen, die es in allen möglichen Größen gibt. Der Schriftsteller Jack London und Charlie Chaplin haben den Goldrausch am Yukon in Texten und Filmen verarbeitet. Und auch Dagobert Bertel Duck hat sein Vermögen am Yukon gemehrt.


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Text: -jj- 17.7.2007// Bilder: Pass, Karte: PD; Goldwaschpfanne: Nate Cull, cc-by-2.0

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