1846: Kalifornien wird amerikanisch

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1846: Kalifornien wird amerikanisch

Am 7.7.1846 erklärte der US-amerikanische General John D. Sloat das mexikanische Kalifornien zu einem Teil der Vereinigten Staaten von Amerika. 1850 wurde Kalifornien als 31. Staat in die USA aufgenommen.

Kalifornien bestand ursprünglich aus zwei Gebieten, Alta California und Baja California und gehörte bis 1846 zu Mexiko.

Spricht man heute von Kalifornien meint man den amerikanischen Bundesstaat, welcher jedoch nur aus Alta California besteht.



Ein mexikanischer Staat

Nachdem Mexiko 1821 unabhängig wurde, fiel Kalifornien als Ganzes unter die Herrschaft der Zentralregierung in Mexiko-Stadt. Bis zu diesem Zeitpunkt war Kalifornien noch kaum von Europäern besiedelt.

Nur wenige Tausend Menschen hatten sich hier niedergelassen. Ab 1841 siedelten sich in Alto California vermehrt die ersten Zuwanderer aus den amerikanischen Nachbarstaaten an.



Ausdehnung der USA


Die Amerikaner versuchten im 19. Jahrhundert ihr Gebiet zu erweitern. Im Präsidentschaftswahlkampf von 1844 trat James K. Polk als Kandidat der Demokratischen Partei an und wurde mit dem Programm einer groß angelegten Expansionspolitik zum Präsidenten gewählt.



Sofort nach der Wahl gliederte sich Texas, welches zuvor unter mexikanischer Verwaltung stand, an die USA an. Durch diese Anknüpfung verschlechterten sich die amerikanisch-mexikanischen Beziehungen.

Als Amerika wiederholt den mexikanischen Staat Kalifornien kaufen wollte, wurde das Angebot von Mexiko abgelehnt. Diese Ablehnung führte 1846 zu einem Krieg zwischen den beiden Staaten.



USA gegen Mexiko

Die amerikanischen Siedler führten im Verlauf des Krieges eine Revolte gegen Mexiko an und riefen im Mai 1846 die Unabhängigkeit Kaliforniens aus. Die von den Siedlern gegründete Republik (Bear Republic) schloss sich kurze Zeit später der USA an.

Im Januar 1847 besetzten die amerikanischen Truppen Los Angeles. Im weiteren Verlauf drangen deren Truppen bis Mexiko-Stadt vor und besetzen die Stadt.



Friedensvertrag mit Folgen

1848 kam es zu einem Friedensvertrag zwischen Mexiko und Amerika. Dieser Vertrag zwang Mexiko die Hälfte seines Territoriums abzugeben, darunter auch Alto California. Baja California verblieb bei Mexiko und gehört dem Land bis heute.

1850 wurde Alta California schließlich ein US-Bundesstaat, der heutzutage zu einem der dichtbesiedelsten Bundesstaaten der USA zählt.



Goldrausch

Schon vor dem Friedensvertrag, am 24. Januar 1848, hatte ein Mann namens James W. Marshall im Sacramento River in Kalifornien ein paar Stückchen Gold gefunden.

Damit begann fast so etwas wie eine Völkerwanderung. Innerhalb von nur einem Jahr kamen rund 100.000 Männer nach San Francisco, um hier reich zu werden.



Im Jahr 1849 machten sich mehr als 80.000 Menschen auf den Weg nach Kalifornien. Sie kamen aus Mexiko, Chile und China, vor allem aber aus Europa.

Die Sehnsucht nach dem schnellen Glück lockte Soldaten und Matrosen, Händler und Ärzte in den Wilden Westen.

Mehr über die Zeit des Goldrausches in Kalifornien erfährst du in einem anderen Artikel, der unten verlinkt ist.

 

Mehr über die Geschichte des Goldrausches in Amerika findet ihr im WAS IST WAS Band 18 der Wilde Westen.



Text: RR, Stand: 6. 7. 2011, Bilder: Devin Cook (Flagge Kaliforniens; PD), Mathew Brady (James K. Polk 1849; PD), Edwin A. Sherman (John D. Sloat; PD), Karte: NorCalHistory.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt