Mit was kämpften die Gladiatoren?

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Mit was kämpften die Gladiatoren?

Die meisten Gladiatoren waren Sklaven, Freigelassene oder verurteilte Verbrecher. Sie wurden in Gladiatorenschulen für ihre Kämpfe in den Arenen ausgebildet. Mit was kämpften sie? Diese Frage kommt aus der Schweiz von Christina aus Uster.

Das Wort Gladiator leitet sich vom lateinischen Wort "gladius", dem Schwert, ab und kennzeichnet eine mit einem römischen Kurzschwert kämpfende Person.

Die Kämpfe liefen nach einem ganz speziellen Ablauf ab. Zunächst wurde mit einem feierlichen Einmarsch der Teilnehmer die Veranstaltung eröffnet. Die Kämpfer trugen dabei ihre Waffen und Rüstungen.

Die Kämpfe wurden zumeist durch die "Paegnarier" eröffnet. Sie trugen zum Schutz nur Bandagen und kämpften nur mit Peitschen und Knüppeln gegeneinander. Anschließend kamen die "Lusorier", die zunächst nur mit Holzwaffen aufeinander los gingen.

Nach diesem Vorprogramm begannen die eigentlichen Kämpfe. Unter den von den Zuschauern geschätzten Kämpfern waren die Samniten. Die Samniten waren ein Volk, dass die Römer erst nach langem Kampf besiegt hatten. Ein Samnit trug als Gladiator eine reichverzierte Rüstung: einen offenen Helm mit Wangenklappen, Busch und federn; eine Brustplatte aus Metall, einen Panzerhandschuh am Schwertarm, Beinschienen und einen Schild. Er griff mit dem geraden Schwert an, selten mit der Lanze.

Samniten kämpften häufig auch gegen Thraker, der einen kleinen, runden Schild trug, Beinschienen und ein kurzes gebogenes Schwert. Beide kämpften manchmal auch mit Lanzen.

Weiter "Gladiatorenarten" waren:

Der Murmillo mit einem Fisch als Verzierung auf seinem Helm, ohne Beinschienen, einem großen ovalen Schild und einem langen, geraden Schwert. Oder der Sagittarius, der mit dem Bogen aus der Entfernung kämpfte. Der Dimachaerus, der mit zwei Dolchen antrat. Er trug ein gepolstertes Wams, Armbandagen, aber keinen Helm. Oder der Eques, der zu Pferd in die Arena kam. Er war ausgestattet mit einem flachen Helm mit Visier, einem leichten Burstpanzer unter einer kurzen Tunika. Im Sattel kämpfte er vor allem mit der Lanze, am Boden auch mit dem Schwert. Ebenfalls ein fester Programmpunkt waren Gladiatoren mit Streitwagen.

Beliebt beim Publikum war auch der Retiarier, der nur durch einen Armpanzer mit festem Schulterschild geschützt war. Er griff mit einem Wurfnetz, einem Dreizack und einem langen Dolch an. Der schnelle Retiarier kämpfte gegen einen Secutor, der auf den Kampf mit dem "Netzfänger" spezialisiert war. Er trug einen enganliegenden Helm, Beinschienen, große, rechteckige Schilde und ein Kurzschwert. Das sind nur einige Beispiele, es gab aber noch mehr Gladiatorenarten.

Es kämpften aber auch Frauen, so genannte Amazonen, die, wenn sie Geschicklichkeit und Ausdauer bewiesen, auch gegen Männer antreten durften.

Eine andere, ebenfalls sehr beliebte Art von Spielen waren die Tierkämpfe. Man hetzte Tiere, die dazu abgerichtet waren, aufeinander los. Eine abgewandelte Variante der Tierkämpfe war der Kampf von Gladiatoren gegen wilde Tiere. Man sperrte die Kämpfer in die mit Tieren gefüllte Arena oder man jagte sie hinein.

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