Siebenschläfer

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Siebenschläfer

Alte Bauernregeln besagen, dass das Wetter am Siebenschläfertag, dem 27. Juni für die nächsten sieben Wochen bleibt:

"Regnets am Siebenschläfertag, es noch sieben Wochen regnen mag" oder "Ist der Siebenschläfer nass, regnets ohne Unterlass" sind typische Merksprüche zum Siebenschläfertag.

Die Meteorologen (Wetterkundler) meinen, dass diese Wetterregel wörtlich genommen nicht richtig ist. Allerdings beruhen traditionelle Wetter- und Bauernregeln auf Jahrhunderte langen Beobachtungen unserer Vorfahren. Und tatsächlich: in Mitteleuropa entscheidet es sich gegen Ende Juni, ob der Sommer regnerisch oder sonnig wird.

Bild: Die heiligen Siebenschläfer und die Mutter Gottes auf einem Votivbild des 19. Jahrhunderts aus dem Clemens-Sels-Museum in Neuss

Doch der Name Siebenschläfer hat eine andere Geschichte, die mit dem Wetter nichts zu tun hat. Der Legende nach sollen im Jahr 251 n. Chr. sieben junge Männer vor einer Christenverfolgung geflohen sein. Sie versteckten sich in einer Höhle nahe der Stadt Ephesos (heutige Türkei). Dort wurden sie von ihren Verfolgern gefunden und bei lebendigem Leib in der Höhle eingemauert. Doch sie starben nicht sondern schliefen fast 200 Jahre lang. Am 27. Juni 446 wurden sie entdeckt und wachten aus ihrem Schlaf auf.

Noch heute erinnert eine Wallfahrtskirche in Rotthof (Niederbayern) an die Geschichte der sieben Schläfer. Dort wurde sogar die Berghöhle nachgebaut, in der die Verfolgten schliefen. Die Legende erhielt sich übrigens nicht nur in den christlichen Kirchen sondern auch im Koran: sie steht in der 18. Sure.

Text: LM 27.06.01, Bilder: Clemens-Sels-Museum, Neuss

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