Bräuche zum Johannisfest

Berühmte Personen

Bräuche zum Johannisfest

Johannes der Täufer, dessen Geburtstag am 24. Juni gefeiert wird, taufte Jesus im Jordan. Er war ein Prophet, der die Ankunft des Messias in der Gestalt Jesu verkündigte.

Sonnwendfeuer

Als Symbol für die Sonne bzw. in christlicher Deutung für Christus werden in der Nacht der Johannistages große Scheiterhaufen angezündet. Um das Feuer zu tanzen oder darüber zu springen soll Glück bringen. Wer Holz ins Feuer wirft, wird damit gleichzeitig all sein Unglück los. Wirft man bestimmte Kräuter ins Feuer und sieht dann in die Flammen, so sollen Augenkrankheiten geheilt werden. Diese Johannisfeuer waren schon im Mittelalter üblich. Im 18. Jahrhundert wurden sie verboten, da man sie als abergläubischen Kult betrachtete. Doch schon im 19. Jahrhundert setzte sich dieser Brauch wieder durch.

Kräuter und Speisen zum Johannistag

9 verschiedene Kräuter sollen am Johannistag besonders heilsbringend sein: Mohn, Bärlapp, Kornblumen, Beifuß, Farnkraut, Eichenlaub, Johanniskraut, Lilien, Rittersporn. Mit ihnen wurden früher am Sonnwendtag Speisen zubereitet. Außerdem war es üblich, die Kräuter zu Kränzen zu flechten und im Haus aufzuhängen oder sich unter sein Kopfkissen zu legen.

Da dem Holunder und der Brennnessel am Johannistag besondere Heilwirkung zugesprochen wurde, aß man gern Holunderküchlein und Brennnesselpfannkuchen.

Der Johannistag als Nachbarschaftsfest

Traditionell wird der Sonnwendtag auch als Nachbarschaftsfest gefeiert. Man kommt zusammen um zu feiern und zu tanzen. Neue Nachbarn werden in die Gemeinschaft aufgenommen, Streitigkeiten beigelegt und Ämter vergeben.

Geheimnisvolle Nacht

Die Johannisnacht gilt jedoch nicht nur als glücksbringend, sondern auch als geheimnisvoll und unheimlich. In dieser Nacht sollen ganz ungewöhnliche Dinge geschehen: Berge öffnen sich und geben ihre Schätze preis, Menschen können die Sprache der Tiere verstehen und versunkene Glocken beginnen zu läuten. Außerdem heißt es, dass Hexen und Dämonen in dieser Nacht umher ziehen und Gelage feiern. Um sich vor ihnen zu schützen solle man sich auf Kreuzwegen aufhalten oder die Glocken läuten.

Mittsommer

In den skandinavischen Ländern wird die Sonnwende besonders ausgiebig gefeiert. Zum Mittsommerfest ist ein ganzes Wochenende lang Party angesagt. In Schweden werden die Häuser mit Birkenlaub und Blumen geschmückt und in jedem Ort wird ein Maibaum aufgestellt. Wer es möglich machen kann, fährt aufs Land. Überall tanzt man und singt traditionelle alte Lieder.

LM - 21.06.2001

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