WAS IST WAS TV: Mumien

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WAS IST WAS TV: Mumien

Pyramiden sind gewaltigen Bauwerke. Sie wurden in dem Land am Nil vor Jahrtausenden errichtet. Ägyptische Könige, die Pharaonen, ließen die Pyramiden als Zeichen ihrer unsterblichen Macht bauen. Sie wurden nach ihrem Tod darin begraben. Auch ihre Körper sollten für die Ewigkeit erhalten bleiben. Deshalb wurden sie konserviert und mumifiziert.

Stirbt ein Mensch, so beginnt sein Körper nach und nach zu Staub zu verfallen. Bei einer Mumie wird dagegen der Körper so mit Salben und Ölen präpariert, dass der natürliche Verwesungsvorgang nicht einsetzen kann. Die alten Ägypter wussten, wie man eine Leiche mumifiziert.

Es gibt aber auch natürliche Mumien. So können Säuren und andere Stoffe des feuchten Moores verhindern, dass ein Körper im Moor zerfällt. Auch extreme Kälte oder Trockenheit verwandeln Tote auf natürliche Weise in Mumien. Ein Beispiel ist die 1991 gefundene Eismumie Ötzi, benannt nach ihrem Fundort, den Ötztaler Alpen in Südtirol.

Die Ägypter glaubten, dass die Seelen der Toten nach dem Tod den Körper verlassen, umherschweben und immer wieder zu ihrem Körper zurückkehren. Ohne Körper wären die Seelen heimatlos und verloren gewesen. Deshalb mumifizierten sie die Leiber. So konnten die Toten in einer anderen Welt weiterleben.

Aber eine Mumifizierung war aufwändig und kostspielig und ein Privileg der Reichen.

Zunächst wurden alle inneren Organe entfernt. Sie kamen in Tonkrügen mit ins Grab. Die Leichen wurden mit Palmwein gereinigt und mit Natronsalzen ausgetrocknet. Dann stopften die Mumienmeister die Körper mit Leinenbinden oder Sand wieder aus. Die Körper wurden kunstvoll eingewickelt. Ein Priester sprach Gebete und legte magische Amulette und Götterfiguren zwischen die einzelnen Lagen. Sie sollten die Mumie im Grab beschützen. Dann wurde die einbalsamierte Leiche in einen Sarg gelegt. Zum Abschluss kam noch eine Totenmaske auf den Sarg. Nun konnte die Mumie begraben werden.

Ihren Toten gaben die Ägypter in den Grabkammern auch Gold und edle Schätze mit. Davon wurden Grabplünderer angelockt. Auch Forscher wollten mehr über die Pharaonen und ihre Gräber erfahren. Aber alle Gräber, die man fand waren verwüstet und geplündert worden. Mit einer einzigen Ausnahme: das Grab des Tutanchamun. Der Engländer Howard Carter entdeckte es mit all seinen Schätzen 1922.

Ein typisches Grab für eine Mumie war ein Felsengrab. Ein Labyrinth aus Gängen, Kammern, Sälen, Säulen und Treppen. Solche Felsengräber wurden in die Hügel am Westufer des Nils gebaut. Hier befindet sich der Pharaonenfriedhof, das Tal der Könige, in dem man über 80 Gräber entdeckt hat.

Älter als die Felsengräber sind die Pyramiden. Dort wurden nur Pharaonen und ihre Familienmitglieder bestattet. Die ersten Pyramiden wurden vor etwas 4000 Jahren erbaut. Die berühmtesten sind die Pyramiden von Giseh. Die kleinste ist 65 Meter hoch, die höchste ist die Cheops-Pyramide mit 146 Metern. Die Grabkammern liegen tief im Inneren mit labyrinthischen Gängen der Pyramiden. Nach der Bestattung wurden die Pyramiden mit Fallsteinen verschlossen die Mumie sollte im Grab ihre Ruhe haben.

Nach dem Verständnis der alten Ägypter war eine Mumie nicht wirklich tot. Während des Begräbnisses wurde die Mumie von einem Priester mit magischen Gegenständen berührt. Das nannten die Ägypter Mundöffnungsritual. Auf diese Weise wurden die Toten symbolisch wiederbelebt. Für die alten Ägypter war das Grab ein Haus für das Ewige Leben. Hier sollte die Mumie zukünftig ihren Alltag fortsetzen. Deshalb bekamen die Mumien auch zu essen und zu trinken mit, Kleidung, Schuhe und Möbel. Außerdem wurden die Wände mit Zeichnungen aus dem Alltag geschmückt. Nach dem Glauben der Ägypter wurden die Figuren lebendig und arbeiteten für die Mumien. So sicherten sie ihnen das ewige Leben.


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